Salz: Wie ungesund ist es wirklich?

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Zum Leben brauchen wir Salz. Nur: Wie viel davon ist gut für uns? Und welche Mengen schaden? Die Wissenschaft weiß Neues.

Beim Thema Salz herrscht Verwirrung. Zwar gibt es zahlreiche Studien, die vor den gesundheitlichen Risiken eines hohen Salzkonsums warnen. Allerdings sprechen einzelne neuere Untersuchungen dem Salz seine schädliche Wirkung ab. Was stimmt denn nun? Ist zu viel Salz gefährlich für unsere Gesundheit - oder sind die Sorgen unbegründet?

Warum schmeckt uns Salziges so gut?

Wichtig zu wissen: Die Lust auf Salziges ist keine Erfindung der Knabberwarenindustrie - sie ist uns vielmehr in die Wiege gelegt. Denn wir brauchen Salz, um den Druck in unseren Blutgefäßen zu stabilisieren. Zudem wirkt Kochsalz als natürlicher Geschmacksverstärker, weshalb uns gut gesalzene Speisen oft besser schmecken als zurückhaltend gewürzte.

Essen wir Deutschen etwa zu salzig?

Ja, laut Bundesinstitut für Risikobewertung konsumieren wir im Schnitt zu viel Kochsalz. Auch Ernährungswissenschaftler und Mediziner geben nach wie vor keine Entwarnung und raten weiterhin dazu, Salz nur in Maßen zu genießen.

Die empfohlene Höchstmenge liegt bei 5-6 g pro Tag und ist schnell überschritten. Denn: Wir essen viel Brot, Käse, Fleisch und Wurst - und all diesen Lebensmitteln wird bei der Herstellung Salz zugegeben. Fertigprodukte enthalten in der Regel noch mehr Salz, weil es hier oft als Konservierungsmittel dient.

Tipp: Achten Sie beim Einkauf auf die Nährwertangaben auf den Verpackungen. Meist ist nur der Natriumgehalt angegeben. Multiplizieren Sie ihn mit 2,5 und Sie erhalten den Kochsalzanteil.

Wie kann Salz meinem Körper schaden?

Viele Menschen reagieren sensibel auf zu viel Salz. Häufige Folge: Bluthochdruck. Besonders betroffen sind Diabetiker, Übergewichtige, Menschen mit einer Nierenerkrankung und gestresste Personen. Das Amerikanische Institut für Krebsforschung warnt zudem, dass zu viel Salz Magenkrebs auslösen kann.

Fleur de Sel, Himalaja-Salz: teuer = gesünder?

Für unsere Gesundheit ist es nicht ausschlaggebend teures und exotisches Salz zu kaufen. Auch ein Himalaja-Salz oder ein Fleur de Sel besteht zum größten Teil aus Natriumchlorid und besitzt keine nennenswerten Mengen an weiteren Mineralien.

Wer jedoch in der Küche gern experimentiert und Spaß an neuen Aromen hat , kann heute eine ganze Reihe verschiedener Salze ausprobieren: Über Holz geräuchertes Rauchsalz passt hervorragend zu rotem Fleisch, Vanillesalz gibt Fisch und Soße eine individuelle Note. Die mildsalzigen und crispen Kristalline des handgeschöpften Meersalzes Fleur de Sel sind zum simplen Salzen übrigens viel zu schade - geben Sie es als Krönung auf bereits gegarte Speisen.

Wie sinnvoll ist ein Salz-Verzicht?

Zu viel Salz schadet unserem Körper - zu wenig allerdings auch. Wer weniger als die empfohlene Mindestmenge von 1,4 Gramm pro Tag zu sich nimmt, riskiert einen Flüssigkeitsmangel - weil der Durst abnimmt. Besonders Ältere sind gefährdet, weil das Durstgefühl im Alter nachlässt. Ohne ausreichende Salzzufuhr trinken sie noch weniger und riskieren eine lebensbedrohliche Austrocknung.

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