Saskia Valencia: "Toll wie meine Mama ihr Leben meistert"

saskia valencia h
Meine Eltern haben mir eine große Naturverbundenheit mitgegeben“, so Saskia Valencia („Unser Charly“) über ihre Mutter Heike, eine frühere Lehrerin, und ihren Vater Eberhard, einen Arzt.
Foto: Getty Images

DAS NEUE BLATT besuchte die Schauspielerin und ihre Mutter Heike

Nun wissen wir, von wem Saskia Valencia ihr sympathisches Lächeln hat: von ihrer Mutter Heike (67). Doch nicht nur das Lachen der Schauspielerin (46) ist von Mama. Das offenbart sie uns im Exklusiv-Interview in ihrem Zuhause bei Hamburg, wo sie mit Fernsehstar Helmut Zierl (53) lebt.

Das neue Blatt: Sie und Ihre Mutter gehen sehr liebevoll miteinander um. Was schätzen Sie an ihr besonders? Saskia Valencia : Meine Mutter war für mich eine junge Mutter und ist jetzt für meine Kinder (Sohn Leon, 18, und Tochter Alexandra, 24, d. Red.) eine aufgeschlossene, jugendliche Großmutter. Ich habe sie immer dafür bewundert, wie sie in ihrem Leben alles unter einen Hut bekommen hat: Sie war eine sehr liebevolle Mama, Ehefrau, Hausfrau und Lehrerin. Meine Mutter hat immer gearbeitet. Und trotzdem hatte man nie das Gefühl, dass ein anderer Lebensbereich zu kurz kommt. Sie ist für mich der Inbegriff einer modernen Frau. Ich bin ihr sehr dankbar, dass sie mir das so vorgelebt hat. Ich hatte eine wunderschöne Kindheit. Für mich war es manchmal schwierig, die Geborgenheit, die wir als Kind hatten, auch meinen Kindern zu geben. Der Existenzkampf ist heutzutage härter geworden. Vor allem, weil man als Schauspieler meist freiberuflich arbeitet.

Was haben Ihre Eltern – Ihre Mutter war Lehrerin, Ihr Vater Arzt – Ihnen mitgegeben?

Saskia Valencia: Sie haben meiner Schwester und mir eine große Naturverbundenheit vermittelt. Ich gehe heute noch gern Pilze sammeln. Außerdem haben sie eine große Allgemeinbildung, sind kulturell sehr versiert und meine Mutter ist ein Sprachtalent. Vieles davon haben sie natürlich an uns weitergegeben. Wir waren uns immer sehr nah.

Was war der wichtigste Rat Ihrer Mutter?

Saskia Valencia: Meine Mutter hält sich sehr zurück, was „gute Ratschläge“ angeht. Ich glaube, sie genießt es eher, zuzusehen, wie ihre Saat bei ihren Töchtern aufgeht. Nur als meine Tochter geboren wurde, sagte sie zu mir: ,Saskia, die Verantwortung für dieses Kind trägst du ein Leben lang.‘ Ich habe erst viel später wirklich begriffen, was das bedeutete.

Was haben Sie Ihren eigenen Kindern vermittelt?

Saskia Valencia: Für meine Eltern zählten Leistung, Ehrlichkeit, Toleranz, Benehmen – und das wir aufrecht durchs Leben gehen. Ich habe versucht, das auch an meine Kinder weiterzugeben.

Wie waren Sie als Tochter?

Saskia Valencia: Während der Pubertät hatte meine Mutter es nicht leicht mit mir. Ich glaube, mein Freiheitskampf war für sie manchmal schrecklich entnervend. Aber seitdem verstehen wir uns blendend. Zumal ich nach der Geburt meiner Kinder vieles verstanden habe, was sie früher bewegt haben muss.

Sie gehört sicher auch zu ihrer wichtigsten Ratgeberinnen. Was hat sie denn gesagt, als Ihre Ehe in die Brüche ging?

Saskia Valencia: Ihre spontane erste Reaktion war: Das kannst Du nicht machen! Aber dann hat sie sich sehr schnell hinter mich gestellt.

Und wie kommt Ihre Mutter mit Ihrem heutigen Lebenspartner Helmut Zierl aus?

Saskia Valencia: Die beiden verstehen sich sehr gut. Mama findet Helmut toll und auch er mag sie sehr.

Wünscht Sie sich nicht, dass sie beide mal heiraten?

Saskia Valencia: (Saskia lacht) Sie hat mal zu Helmut gesagt: ,Jetzt duzen wir uns schon mit deiner ganzen Verwandtschaft. Nun müsst ihr aber auch mal heiraten.‘ Ich glaube also schon, dass sie sich das wünscht. Aber da machen wir unser eigenes Ding.

Kategorien: