Scheidung trotz Schwangerschaft: "Ich hasse meine Frau"

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Ich habe Angst vor ihr ... ein Mann will die Schieudng von seiner schwangeren Ehefrau.
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Inhalt
  1. Verängstigter Mann will Scheidung von schwangerer Ehefrau
  2. "Ich habe Angst vor meiner Ehefrau"
  3. "Sie ist nicht mehr die Frau, die ich geliebt habe"
  4. "Sie hat eine Gabel nach mir geworfen"
  5. "Ich habe Angst, dass sie dem Baby etwas tut"
  6. "Ich fühle nur noch Abscheu"

Verängstigter Mann will Scheidung von schwangerer Ehefrau

Ein Ehemann hat Angst - um sich und um sein ungeborenes Kind. Seine Ehefrau wird seit der Hochzeit mit jedem Tag aggressiver und depressiver. Jetzt will er die Scheidung.

"Ich habe Angst vor meiner Ehefrau"

Wie verzweifelt muss dieser Mann sein? Vor ein paar Tagen veröffentlichte ein junger Mann einen Hilfe-Ruf in einem Online-Forum . Er fühle sich von seiner schwangeren Frau misshandelt und suche nach einem Weg, heil aus seiner Ehe herauszukommen. Der Post löste eine Welle an Reaktionen aus - von Hilfsbereitschaft bis Verachtung war alles dabei. Die schwangere Ehefrau verlassen - das ist schon ein harter Schritt. Doch wenn man liest, wie sich die Ehe von diesen beiden entwickelt hat, kann man schon erahnen, wie sehr dieser Mann vermutlich leiden muss.

"Ich bin ein 28 Jahre alter Mann, meine Ehefrau ist 27 Jahre alt. Wir sind seit zwei Jahren verheiratet, sie ist im siebten Monat schwanger.

Ab sofort kann ich mit absoluter Sicherheit sagen, dass sie zu heiraten die schlechteste Entscheidung meines Lebens war. Ich mag mein Leben nicht, ich genieße mein Leben nicht, ich hasse mein Leben und ich denke, ich hasse auch meine Frau. Sie hat mein Leben auf unvorstellbare Weise verdorben.

"Sie ist nicht mehr die Frau, die ich geliebt habe"

Bevor wir geheiratet haben, haben wir ab und zu gestritten. Das kam nicht oft vor und normalerweise konnten wir unsere Probleme halbwegs friedlich besprechen, wir waren offen für Kommunikation und Kompromisse. Damals habe ich sie noch sehr geliebt. Nach unserer Hochzeit wurden die Auseinandersetzungen mehr und mehr, doch meist konnten wir sie noch einvernehmlich lösen. Doch bald erreichten wir den Punkt, wo sie den Streit begann und ich nur noch aushielt, nicht mehr widersprach und auch nicht sonst nicht mehr gegenhielt, wo ich falls nötig Entschuldigungen aussprach, bis sie sich schließlich beruhigte. Das war nicht witzig, aber es verhinderte ein völliges Überkochen der Argumente und eine Eskalation unserer Streits.

Als wir herausfanden, dass sie schwanger war, waren wir überglücklich! Wir wollten immer Kinder haben und ich dachte, ein Kind würde unserer Ehe gut tun und endlich alles zum Guten wenden.

Stattdessen gehen die Dinge seitdem den Bach runter. Meine Ehefrau ist zu einer unerträglichen Person geworden. Sie schreit herum und bekommt wegen der kleinsten Dingte einen Anfall. Wenn irgendetwas nicht an seinem Platz ist, ich nur etwas zu spät das Geschirr abwasche, oder wenn ein Teller nicht sauber genug ist, dann bricht die Hölle über mich herein. Wenn ich nur etwas Falsches sage oder irgendetwas sie verärgert, macht sie einen Riesenwirbel. Wenn ich fernsehe oder zocke, macht sie einen Riesenwirbel. Wenn sie so ist, kann ich nicht mehr vernünftig mit ihr umgehen und normal mit ihr sprechen. Ich kann sie nicht mal beruhigen, wenn ich es versuche, wird es nur noch schlimmer. Manchmal wurden diese Auseinandersetzungen sogar körperlich.

Ich betrachte dieses Verhalten als massive psychische, emotionale und mentale Misshandlung . Ich fühle mich, als hätte sie alles Glück und alle Freude aus mir herausgesaugt. Ich fühle mich nicht mehr gut, wenn ich sie sehe, ich fühle nicht mehr die Liebe und Freude, die ich einmal für sie empfunden habe. Für mich ist sie inzwischen jemand, den ich meiden möchte. Jemand, der mich anschreit und mein Leben vermiest. Manchmal geht es nicht mal um etwas, das ich getan habe. Manchmal bricht sie einfach aus einer Laune heraus einen Streit vom Zaun, macht daraus ein Riesen-Drama und schreit mich an. Das geht so seit dem Beginn ihrer Schwangerschaft, und wenn ich ehrlich bin, ging es auch vorher schon in diese Richtung.

"Sie hat eine Gabel nach mir geworfen"

Ich bereue so sehr, sie geheiratet zu haben. Sie ist nicht mehr die Frau, die ich geliebt habe. Wenn ich absolut ehrlich sein müsste, würde ich sagen: Nein, ich fühle keine Liebe mehr für diese Frau, die meine Ehefrau ist und unser Kind austrägt.

Ich hatte erwähnt, dass unsere Auseinandersetzungen körperlich werden … einmal hat sie eine Gabel nach mir geworfen. Ein andern Mal hat sie mich unterhalb des Auges geschlagen und eine tiefe Schramme verursacht. Gegenüber anderen Menschen musste ich lügen, ich habe behauptet, einen Unfall gehabt zu haben, nur sie und ich wissen, dass sie eine Gabel nach mir geworfen hat.

Ehrlich, ich habe inzwischen Angst vor ihr. Ich habe angefangen, ihr aus dem Weg zu gehen. Ich verbringe inzwischen viel Zeit im Haus meiner Eltern, weil ich sie nicht mehr um mich haben will, ich kann sie einfach nicht mehr ertragen, sie macht mich verrückt und sie macht mir Angst. Manchmal habe ich sogar schon bei meinen Eltern übernachtet, einmal bin ich mitten in der Nacht zu ihnen gefahren, weil meine Frau sich wie eine Furie aufgeführt hat. Ich konnte einfach nicht mehr mit ihr in einem Haus bleiben.

Noch ein paar Worte zu ihrer mentalen Entwicklung: Ja, ich weiß alles über Schwangerschafts-Hormone. Ich weiß, dass Frauen in dieser Zeit Depressionen bekommen können und manche sich während der Schwangerschaft seltsam verhalten. Das Problem ist: Mit ihr kann ich dieses Thema nicht mal ansprechen. Wenn ich einen Besuch bei einem Arzt oder Therapeuten vorschlage, flippt sie vollkommen aus und macht mir die Hölle heiß, weil ich vermute, dass sie verrückt ist oder irgendwas mit ihr nicht stimmt. Sie dreht durch, wenn ich irgend etwas anderes behaupte, als das alles meine Schuld ist. Sie wird komplett irre.

Sie hatte schon in der Vergangenheit Depressionen , als Teenager hat sie dagegen Tabletten genommen, damit hat sie aber in ihren Zwanzigern aufgehört. Seither hatte sie eigentlich keine Probleme und sie meint, dass ihr diese Medikamente nie geholfen hätten. Grundsätzlich hält sie nicht viel von Seelenheilkunde. Sie will keine medikamentöse Hilfe und keine Therapie.

Im Moment will auch ich keine Therapie, davon mal, dass sie das nicht will. Es fühlt sich so an, als seien wir über diesen Punkt hinweg. Ich kann so nicht mehr leben. Ich will da raus.

"Ich habe Angst, dass sie dem Baby etwas tut"

Ich habe keine Idee, wie das gehen kann. Ich habe Angst vor ihr. Wenn ich ihr sage, wie mich fühle und dass ich unsere Ehe beenden will, wie wird sie dann reagieren? Was, wenn sie wieder etwas nach mir schmeißt? Was, wenn sie mich wieder attackiert und mich oder sich selbst verletzt?

Sie trägt ein Baby in sich – was, wenn sie dem Kind etwas antut? Ich habe keine Ahnung, was aus unserem Kind werden soll. Seine Zukunft ist ja schon gefährdet, wo es noch nicht mal auf der Welt ist. (Eine Abtreibung ist keine Option, wo wir leben ist eine Abtreibung nach der 20. Woche illegal)

"Ich fühle nur noch Abscheu"

Ich bin verängstigt und frustriert. Ich fühle keine Liebe mehr für diese Frau, nur Angst und Abscheu. Ich will einfach nur so schnell wie möglich aus dieser Nummer raus und meine Schäden begrenzen, welche auch immer das sein mögen.

Wenn ich bis an mein Lebensende für dieses Kind zahlen muss, werde ich das tun, wenn das bedeutet, dass ich ansonsten ein normales Leben führen kann. Offen gesagt, denke ich sogar darüber nach, mich an eine Kinderschutz-Organisation zu wenden, um herauszufinden, ob es sicher wäre, sie mit dem Kind zu verlassen, sobald es auf der Welt ist..."

Was für eine furchtbare Situation! Inzwischen hat der Mann seinem Post ein Update hinzugefügt: Er bedanke sich für all die Kommentare. Er wolle nicht zu sehr ins Detail gehen, er habe aber inzwischen die Scheidung in die Wege geleitet. "Ich habe einen Anwalt eingeschaltet und meine Frau informiert. Ihre Reaktion war nicht das, was ihr verständnisvoll nennen würdet, aber sie scheint es akzeptiert zu haben."

Wir hoffen nur, dass diese beiden nach der Scheidung ihren Frieden machen und einen Weg finden, sich ohne weitere Konflikte um das Wohl ihres gemeinsamen Kindes zu kümmern.

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