Schilddrüsenüberfunktion Symptome: Haarausfall und Hitzewallungen

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Fast jeder dritte Deutsche lebt mit einer Fehlfunktion der Schilddrüse. Nicht unterschätzen sollten Sie die Anzeichen einer Schilddrüsenüberfunktion.
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Die Schilddrüse: Nicht immer im Gleichgewicht!

Ihre Haare fallen plötzlich aus und Sie schwitzen ständig? Unterschätzen Sie die Gefahr einer Schilddrüsenüberfunktion nicht. Die fünf häufigsten Symptome.

Haarausfall, Herzrasen, Schlafstörungen - nicht selten ist eine Fehlfunktion der Schilddrüse daran schuld. Da sich eine solche Erkrankung durch viele verschiedene Symptome äußert, dauert es jedoch oft länger, bis ein Arzt eine Schilddrüsenüberfunktion erkennt. Die Patienten müssen unnötig leiden.

Der Grund für den Defekt des Organs ist häufig "Morbus Basedow": Schilddrüsenüberfunktion. Die Schilddrüse wird dabei Zielscheibe des körpereigenen Immunsystems. Es werden Anti-Körper gebildet, die sie angreifen. Aber auch Knoten (siehe Abbildung) können die Hormon-Produktion gefährlich ankurbeln.

Zum Glück können nun immer mehr Mediziner mithilfe einfacher Tests herausfinden, ob das schmetterlingsförmige Organ, dass unseren Körper steuert, richtig arbeitet. Eine Fehl-Funktion lässt sich in der Regel mit Medikamenten behandeln. Die fünf wichtigsten Symptome einer Schilddrüsenüberfunktion:

1. Wenn das Herz aus dem Takt gerät

Plötzlich steigender Blutdruck, Herz-Rhythmus-Störungen oder auch Herz-Rasen bedeuten nicht unbedingt, dass Sie ein krankes Herz haben. Denn oft ist eine Schilddrüsenüberfunktion dafür verantwortlich. Wenn die Schilddrüse zu viele Hormone produziert und in den Körper ausschüttet, schlägt das Herz schneller und der Puls steigt - und mit ihm auch der Blutdruck.

2. Geschwollene und brennende Augen

Leiden Sie neuerdings unter Augen-Druck? Und häufiger als sonst kämpfen Sie mit einer Bindehaut-Entzündung? Wenn der Augenarzt nichts findet, sollten Sie unbedingt Ihre Schilddrüse untersuchen lassen. Denn eine Schilddrüsenüberfunktion, vor allem bei Morbus Basedow, kann die Augen schädigen. Dies führt dazu, dass Betroffene oft schlechter sehen, obwohl sie eine Brille tragen. Außerdem können sich Fettpolster hinter dem Augapfel bilden und zu hervortretenden Augen führen.

3. Wenn die Muskeln schmerzen und zittern

Meistens heißt es, dass gegen geschwollene Beine und Kraftlosigkeit, Bewegung hilft. Dabei handelt es sich oftmals um die versteckte Schilddrüsenüberfunktion: Durch den raschen Stoffwechsel werden Muskeln stärker beansprucht - Zittern ist eine Begleiterscheinung.

4. Haare, die auf einmal SOS funken

Rosige und samtweiche Haut - das spricht für eine Hormonüberproduktion. Leider fallen durch den beschleunigten Stoffwechsel auch die Haare häufiger und schneller aus.

5. Hitzewallungen, obwohl es kalt ist

Sie schwitzen neuerdings viel häufiger? Das muss nicht zwangsläufig ein Anzeichen beginnender Wechseljahre sein. Denn wenn die Schilddrüse zu viele Hormone ausschüttet, fährt der Körper auf Hochtouren. Das kann dann heftige Hitzewallungen auslösen.

Vorbeugen, abklären und behandeln

Wenn Schilddrüsen-Fehlfunktionen bereits frühzeitig durch einen Arzt erkannt werden, lassen sie sich mit entsprechenden Medikamente wieder fast vollständig beheben.

Was Sie vorbeugend tun können: Jod ist der wichtigste Bestandteil bei der Produktion der Schilddrüsen-Hormone. Deshalb ist es wichtig, den Tagesbedarf (zwischen 180 und 200 Mikrogramm) zu decken. Das geht ganz einfach über die Ernährung: Seefisch, Milch und Brot enthalten viel Jod. Tipp: Zum Würzen der Speisen am besten Jod-Salz verwenden.

Was der Arzt tun kann: Mit Hilfe eines Blut-Tests und einer Ultraschall-Untersuchung kann der Arzt feststellen, ob eine Schilddrüsenüberfunktion vorliegt (Individuelle Gesundheits-Leistung (IGeL): zwischen 40 und 80 Euro).Die Therapie: Medikamente, die die Hormon-Regulierung steuern. Haben sich bösartige Knoten gebildet, wird operiert, die Heilungs-Chancen sind gut.

Sie sind ständig müde und frieren ständig? Vielleicht leiden Sie an einer Schilddrüsenunterfunktion. Mehr dazu lesen Sie hier.

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