Schlafprobleme: Die 8 größten Ruhestörer

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Schlafprobleme können viele Ursachen haben.
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Wenn Schlafprobleme zur Last werden

Ich schwitze so stark

Wenn Sie wiederholt Ihren Schlafanzug durchschwitzen, sollten Sie mit Ihrem Hausarzt sprechen. Womöglich steckt eine Überfunktion der Schilddrüse dahinter. Auch Diabetes-Typ-2 könnte bei Ihnen vorliegen, denn Nachtschweiß ist ein Warnzeichen für Unterzuckerung. Häufig sind auch die Wechseljahre schuld: Der sinkende Hormonspiegel bringt unseren inneren Temperaturregler eine Zeit lang aus dem Gleichgewicht. Das ist lästig, geht aber vorüber. Gegen Hitzewallungen - ob am Tag oder in der Nacht - hilft Ausdauersport. Wer sich regelmäßig ins Schwitzen bringt, schläft ohnehin besser.

In der Nacht muss ich mehrmals zur Toilette

Unsere Blase kann uns aus vielen Gründen Schlafprobleme bereiten: Vielleicht haben Sie zu viel getrunken (vor allem Bier oder Tee), vielleicht gab es zum Abendessen Gurkensalat, Spargel oder anderes harntreibendes Gemüse? In der Lebensmitte könnte es auch am Beckenboden liegen: Wenn dieses Stütz- und Haltegewebe im Unterleib schwächer wird, ist nicht selten auch die Blase betroffen und reagiert mit ständigem Harndrang. Beste Therapie: Beckenbodentraining. Fragen Sie Ihren Hausarzt.

Die Beine kribbeln so

Rund vier Millionen Menschen haben Schlafprobleme, weil ihre Beine unerträglich kribbeln, zucken und schmerzen. Restless-Legs-Syndrom (RLS) - unruhige Beine - nennen Mediziner diese Erkrankung, die durch eine Fehlsteuerung im zentralen Nervensystem ausgelöst wird. Gerade in Entspannungsphasen werden Nervenimpulse im Gehirn so verstärkt, dass es zu den Beschwerden kommt. Bei leichtem Kribbeln haben sich Chininsulfat-Tabletten (z. B. "Limptar", rezeptfrei, Apotheke) bewährt, bei dauerhaften Problemen kann ein Nervenspezialist (Neurologe) wirksame Medikamente verschreiben.

Wadenkrämpfe wecken mich auf

Wenn Sie Medikamente gegen Bluthochdruck oder Asthma einnehmen müssen, sollten Sie mit Ihrem Arzt sprechen: Manche dieser Mittel können Wadenkrämpfe auslösen, vielleicht vertragen Sie ein anderes Präparat besser. Die wahrscheinlichste Erklärung für die Beschwerden ist Magnesiummangel : Unsere Muskeln brauchen für ihre tägliche Arbeit reichlich Mineralstoffe, und mit zunehmendem Alter steigt der Bedarf. Essen Sie häufiger Nüsse und Bananen, auch Mineralstofftabletten (z. B. "Magnesium Diasporal", rezeptfrei, Apotheke) bringen den Stoffwechsel wieder ins Gleichgewicht.

Mein Arm ist taub

Wenn wir im Schlaf längere Zeit auf einem Arm oder einer Hand liegen, wird die Nervenversorgung unterbrochen. Das Taubheitsgefühl bereitet uns Schlafprobleme - eine gesunde Vorsichtsmaßnahme des Körpers. Wenn die Beschwerden in der Nacht immer wieder aufkommen, ist möglicherweise der Handwurzelnerv eingeklemmt. Die Ursache dafür kann eine Sehnenscheidenentzündung sein. Sprechen Sie mit Ihrem Hausarzt, er kann entzündungshemmende Medikamente oder eine Schiene verordnen.

Nie schlafe ich durch

Das Problem kennen viele Menschen: Sie schlafen nach wenigen Minuten ein, wachen aber ein paar Stunden später wieder auf und wälzen sich dann herum. Nicht selten ist der Schlummertrunk daran schuld: Unsere Leber weckt uns auf, wenn sie zu viel Alkohol abbauen muss. Wenn jetzt noch das Gedankenkarussell anspringt und alle Sorgen und Pflichten in Erinnerung ruft, ist es mit der Nachtruhe endgültig vorbei. Häufig hilft es schon, die abendlichen Rituale zu verändern: ein Spaziergang statt Fernsehkrimi und Kräutertee statt Wein.

Der Kiefer schmerzt

Wer nachts die Zähne so fest zusammenbeißt, dass er von seinem schmerzenden Kiefer aufwacht, hat wahrscheinlich großen Stress. Da hilft nur eins: Entspannung. Lernen Sie autogenes Training, Achtsamkeitsmeditation oder progressive Muskelentspannung, viele Krankenkassen bezuschussen solche Kurse. Dauerhaftes Zähneknirschen schadet enorm dem Zahnschmelz: Fragen Sie Ihren Zahnarzt, ob er eine Aufbissschiene für ratsam hält. Sie wird individuell angepasst und verhindert das Knirschen.

Albträume plagen mich

Ähnlich wie Zähneknirschen sind schlechte Träume häufig die Folge von Stress, quasi eine Überreaktion des Gehirns. Warum manche Menschen so drastisch reagieren, ist noch nicht erforscht: Experten vermuten, dass unterdrückte negative Gefühle eine Rolle spielen. Hilfreich kann ein Traumtagebuch auf dem Nachttisch sein: Notieren Sie die Horrorgeschichte, die Sie aus dem Schlaf gerissen hat. Überlegen Sie, wie ein Happy End aussehen könnte - das nimmt die Angst und macht schläfrig.

Natürliche Einschlafhelfer

Baldrian ist ein altes Hausmittel bei Schlafstörungen, und seine Wirkung ist heute auch wissenschaftlich belegt. Praktisch sind Extrakte in Tablettenform (z. B. "Baldriparan", rezeptfrei, Apotheke).

Für einen Schlaftee brauchen Sie 40 g Lavendel, 40 g Passionsblumenkraut, 30 g Melisse, 20 g Zitronenverbene (alle in der Apotheke). 2 TL auf 1 Tasse heißes Wasser, 8 - 10 Minuten ziehen lassen.

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