Schlafstörungen ade! Gut schlafen mit System

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Schlafen Sie gut! Mit richtiger Matratze und Lattenrost sagen Sie Schlafstörungen ade.
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Für mehr Vitalität

Hatten Sie eine gute Nacht? Oder leiden Sie unter Ihren Schlafstörungen? Sie entspannen am Abend, trinken keinen Alkohol, rauchen nicht, essen abends nichts Schweres, nehmen vielleicht sogar ein Baldrian-Mittel, das Schlafzimmer ist nicht zu warm - und Sie wachen trotzdem oft auf und können kaum wieder einschlafen? "Dann sollten Sie schauen, ob es an der Matratze und dem Lattenrost liegt", empfiehlt Deutschlands bekanntester Schlafforscher, Professor Jürgen Zulley.

Denn: "Immerhin verbringen wir jeden Tag sechs bis neun Stunden im Bett", so der Experte. Und in dieser Zeit könnten eine zu harte oder zu weiche Matratze und ein ungeeigneter Lattenrost den Schlaf massiv stören: "Millionen Deutsche schlafen nicht tief genug und fühlen sich morgens wie gerädert. Allerdings suchen die meisten die Ursache nicht in ihrem Bett."

"Alle fünf Jahre bitte tauschen."

In einer Studie mit 250 Teilnehmern, die der Experte unterstützt hat, besserte sich die Schlafqualität bei rund 90 Prozent deutlich, nachdem sie auf ein angepasstes Bettsystem umgestiegen waren. "Ich rate, die Matratze nach fünf Jahren zu wechseln", so Zulley.

Ideal wäre es, wenn man dann in einem Fachgeschäft auch einen neuen, abgestimmten Lattenrost findet. Zulley: "Für gesunden, tiefen Schlaf sollte die Matratze punktelastisch sein, aber nicht zu weit nach geben." Dazu sei eben auch der passende Rost wichtig. Zulley: "Die Unterlage sollte die Wirkung der Matratze ergänzen. Gut ist ein Rost mit mindestens 28 flexiblen Latten, der in der Härte verstellbar ist."

Rückenschläfer

"Untersuchungen in Schlaflaboren zeigen: Das Bettsystem muss zu dem Schlaftyp passen, damit die Nacht wirklich erholsam ist. Wer auf dem Rücken einschläft, bewegt sich nachts seltener als andere Schlaftypen. Wichtig ist dann, dass sich die Matratze mit Unterstützung des Lattenrosts vor allem in den unteren Rücken schmiegt. So behält die Wirbelsäule ihre natürliche S-Form. Das entlastet den gesamten Körper, man erreicht tiefere Schlafphasen und wacht seltener auf. Oft ist dann eine Viskoschaum-Matratze gut. Sie wird durch die Körperwärme an den richtigen Stellen weicher und nachgiebiger."

Vieldreher

"60 Prozent der Menschen schlafen am liebsten auf der Seite ein. Sie auch? Dann sollten Sie herausfinden, ob Sie sich nachts oft umdrehen. Denn das ist bei Seiten-Einschläfern oft so. Und dann kann ein Boxspring-Bett am besten sein. Dabei liegt die Matratze nicht auf einem Lattenrost auf, sondern auf einer sogenannten Federkernbox, auch Federrahmen oder Untermatratze genannt. Ein massiver Rahmen umschließt die Federung. Vorteil: Ein Boxspring-Bett stützt den Körper auf der gesamten Liegefläche sehr gleichmäßig - egal, wo man sich gerade hingedreht hat."

Bauchschläfer

"Wer auf dem Bauch einschläft, wechselt seine Position nachts zwar auch, liegt aber immer mal wieder auf dem Bauch, oft eine Stunde oder länger. Dann sollte der Beckenbereich gut gestützt sein. Sonst sinkt das Becken zu tief ein, man kommt ins Hohlkreuz: Dadurch kann ein Zug auf die Atemmuskulatur entstehen, man atmet flacher. Abhilfe schafft meist eine neue Taschenfederkern-Matratze. Sie besteht aus spiraligen Stahlfedern, die in Stoffbeutel eingenäht sind. Zusammen mit einem Lattenrost, den man in der Mitte fester einstellen kann, stützt sie den Beckenbereich gut ab."

Seitenschläfer

"Jeder Mensch wechselt nachts seine Schlafposition, oft über 20mal. Aber ,echte' Seitenschläfer, die auch nur in dieser Position gut einschlafen, finden in der Nacht viel öfter als andere Schlaftypen in diese Position zurück. Dann sollte die Matratze in der Schulter- und Beckenzone spürbar nachgeben, ein festes Kissen die Halswirbelsäule entlasten und ein zweites Kissen zwischen den Knien liegen. Den größten Komfort bietet eine Kaltschaum-Matratze: Sie ist sehr punktelastisch für Schultern und Hüften. Und der Rost sollte besonders eng gelattet sein, damit die Matratze nicht durchdrückt."

Gut informiert zur Beratung

Gute Bettsysteme sind zwar mit Preisen ab etwa 800 Euro nicht gerade billig, aber sie bieten dann auch den besten Schlafkomfort. Der Gesundheit zuliebe lohnt sich die Investition, denn guter Schlaf optimiert die Sauerstoffaufnahme, stärkt das Immunsystem, beugt Verspannungen vor. Wer eine Matratze mit passendem Lattenrost kaufen will, sollte ins Fachgeschäft gehen - ausgerüstet mit dem Wissen, welcher Schlaftyp man überhaupt ist. Das ist schon mal gut, damit Fachverkäufer die richtigen Modelle vorstellen können.

Ausgeruht hingehen

Wenn man müde oder abgespannt ist, empfindet man jedes Liegen als angenehm. Es kann sein, dass die Matratze dann zu Hause in den vielen Nachtstunden dieses angenehme Gefühl gar nicht bieten kann.

Genug Zeit mitbringen

Für eine ausführliche Beratung - und zum Probeliegen für mindestens 15 Minuten: Legen Sie sich auf den Rücken, testen Sie, wie weit der Po einsinkt. Legen Sie die Hand ins Kreuz - haben Sie dort Spielraum, ist die Matratze nicht fest genug. Testen Sie dann die Seitenlage. Dabei liegt der Kopf auf einem Kissen. Die Schultern dürfen nicht so tief einsinken, dass der Kopf hochgedrückt wird. Fragen Sie den Verkäufer, ob Ihre Wirbelsäule gerade liegt. Noch besser: Er sollte anbieten, dass Sie die Matratze mit Verpackungsfolie eine oder zwei Nächte zu Hause testen und darauf schlafen können.

Gütesiegel

Fragen Sie nach Bettsystemen mit AGR-Gütesiegel. Geprüfte Modelle und weitere Infos: www.agr-ev.de .

Mehr Informationen gibt´s unter "Diät & Gesund" und auf FACEBOOK .

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