Schlank mit Paleo: 2 Kilo weg in 7 Tagen

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Schlank

Der größte Diät-Trend in den USA heißt "Paleo". 2014 war dies der meist gegoogelte Diät-Begriff.

Auch bei uns ist die Paleo-Diät (dt.: "Steinzeit-Diät") mittlerweile angekommen: Im Buchhandel, in Blogs und Internet-Foren tauschen Fans Rezepte und bejubeln erstaunliche Diät-Erfolge. Wieso schwören so viele Menschen plötzlich auf eine Diät, die Grundnahrungsmittel wie Brot, Nudeln, Milch oder Zucker verbannt? Die Antwort kennt Paleo-Blogger und Buch-Autor Nico Richter (www.paleo360.de): "Man fühlt sich einfach besser! Man hat mehr Energie, verliert den Heißhunger auf Süßes und nimmt ab."

Warum das so ist, erforschen US-Wissenschaftler wie Loren Cordain ("The Paleo Diet"): Unsere Steinzeit-Vorfahren und sogar heutige Naturvölker, die ohne Industrie-Nahrung leben, sind gesünder und schlanker als die Bewohner der Industrienationen, wo fast täglich Fertiggerichte und süße Getränke auf den Tisch kommen. Hier steigen die Zahlen von Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes ständig. Die Theorie hinter der Paleo-Diät: Leere Kohlenhydrate in raffinierten Getreideprodukten belasten den Zuckerstoffwechsel und verursachen Übergewicht. Auch Milch oder Hülsenfrüchte - Lebensmittel, die man in der Steinzeit nicht kannte - bremsen den Stoffwechsel. Lassen wir sie weg, springt er wieder an und Heißhungerspitzen werden ver mieden. Um schnell schlank zu werden, sollten Sie zunächst konsequent auf Paleo setzen. Je nach Ausgangsgewicht verlieren Sie locker bis zu 2 Kilo. Und wer mag, macht danach einfach noch weiter.

BUCH-TIPP

Rezepte und Tipps für 30 Tage Paleo: "Paleo - Power Every Day", Nico Richter und Michaela Schneider, Christian Verlag, 29,99 Euro.

DIE GRÖßTEN IRRTÜMER

Paleo ist eine klassische Diät

Stimmt nicht! Paleo ist ein Lebensstil, bei dem gesunde Ernährung im Vordergrund steht. Dass man dabei Gewicht verliert, ist ein toller Nebeneffekt, aber eigentlich nicht das Hauptziel.

Paleo = Low Carb

Stimmt nicht! Lässt man Getreide und Zucker weg, spart man viele Kohlenhydrate. Verboten sind sie bei Paleo aber nicht. Experten empfehlen sogar moderate Mengen Süßkartoffeln, Bananen, Obst etc.

Es gibt fast nur Fleisch

Stimmt nicht! Gemüse nimmt auf dem Teller den meisten Platz ein. Essen Sie zu jeder Mahlzeit eine große Portion und ergänzen Sie es mit Protein (ca. 100 g täglich) und Fett (ca. 80 g täglich).

Man muss immer dranbleiben

Stimmt nicht! Wer 80 % der Zeit nach Paleo isst, kann zu 20 % Nicht-Paleo-Lebensmittel wählen - ohne Folgen für Gesundheit und Figur.

GUTE VORBEREITUNG IST ALLES

30 Tage wagen

Probieren Sie es aus: Verzichten Sie 30 Tage auf alle Lebensmittel, die nicht Paleo-konform sind. Sie werden staunen, wie Ihr Körper sich verändert!

Richtiger Zeitpunkt

Starten Sie Ihre Paleo-Diät, wenn Sie den Kopf dafür frei haben und keine Feiern anstehen, bei denen Sie schwach werden könnten.

Kühlschrank ausmisten

Bevor Sie ins Paleo-Abenteuer starten, verbannen Sie alle unerlaubten Lebensmittel aus Kühlschrank und Vorrat, damit Sie nicht in Versuchung geraten.

Richtig schlafen

Schlafen Sie acht Stunden in einem richtig dunklen Raum. Das ist wichtig für die Hormonproduktion. Handy, Tablet und Radiowecker haben Schlafzimmer-Verbot.

Sport gehört dazu

Trainieren Sie ca. 2- bis 3-mal pro Woche. Für optimale Ergebnisse am besten kurz (ca. 30 Min.) und intensiv.

Das ist Paleo - und das nicht

Kein Brot, keine Nudeln, kein Joghurt - fragen Sie sich, was Sie noch essen können? Auf den zweiten Blick jede Menge!

ERLAUBT

Gemüse Genießen Sie möglichst viele unterschiedliche Sorten, um die größmögliche Vielfalt an Vitalstoffen zu erhalten.

Obst Zum Abnehmen sind 2-3 Portionen zuckerarmes Obst wie Beeren oder Papaya völlig in Ordnung.

Eier Enthalten alle wichtigen Aminosäuren und liefern wichtige Vitalstoffe.

Fleisch Versorgt Sie mit wichtigem Protein. Wichtig: Bio-Qualität wählen.

Nüsse und Samen Kokosprodukte wie -raspel, -milch oder -mus liefern sättigendes Fett und sind so wie Mandeln etc. ein guter Snack.

Süßungsmittel Zum Süßen sind moderate Mengen natürlicher Süßungsmittel erlaubt: Honig, Ahornsirup, Stevia, Kokosblütenzucker und auch Trockenobst.

Olivenöl, Kokosöl Zum Braten und für die kalte Küche.

NICHT ERLAUBT

Industriell hergestellte Lebensmittel Enthalten Zusatzstoffe wie z. B. Geschmacksverstärker, gehärtete Fette.

Getreideprodukte (Brot, Nudeln, Reis, Müsli) Darin stecken sogenannte Anti-Nährstoffe wie das Klebereiweiß Gluten, die Entzündungsreaktionen fördern.

Zucker Zucker besteht aus leeren Kohlenhydraten ohne Nährwert. Treibt den Blutzuckerspiegel in die Höhe und belastet den Stoffwechsel.

Milchprodukte Das Protein Casein kann, ähnlich wie Gluten, Entzündungsreaktionen verstärken.

Soja und Hülsenfrüchte Enthalten sogenannte Anti-Nährstoffe, die etliche Probleme begünstigen können, unter anderem Schilddrüsenfehlfunktionen, Verdauungsbeschwerden bis hin zu hormonellem Ungleichgewicht.

Kartoffeln Saponine können Mikro-Entzündungen fördern und den Darm belasten.

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