Schluss damit! Warum Frauen immer kalte Füße haben

kalte fuesse
Kalte Füße können erste Anzeichen für eine Schilddrüsen-Unterfunktion oder Herzschwäche sein.
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Kommt Ihnen das bekannt vor? Er sitzt auf der Couch vorm Fernseher. Sie fragt: "Kann ich mich bei dir wärmen?" Und schon landen ihre eiskalten Füße zwischen seinen Beinen! Für ihn ein Ärgernis, für sie eine Wohltat. Denn das häufige Frösteln der Frauen, das von vielen Männern belächelt wird, hat seinen Grund.

Muskelmasse erzeugt Wärme. Während Männer einen Körperanteil von 40 Prozent haben, liegt der der Frauen bei nur 25 Prozent. Und nicht nur das: Auch über ihre dickere Haut geben Männer weniger Wärme nach außen ab, frösteln also nicht so schnell. Haben Frauen allerdings regelmäßig kalte Füße und kalte Hände, kann etwas Ernstes dahinterstecken.

Niedriger Blutdruck

Kalte Füße können ein Hinweis darauf sein, wenn Ihnen außerdem häufig schwindelig oder schwarz vor Augen wird. Liegen Ihre Blutdruck-Werte nämlich unter 100/60 mmHg (Frauen) beziehungsweise unter 110/70 mmHg (Männer), kann das Blut nicht genügend pulsieren, und die Füße werden dadurch weniger gutdurchblutet.

Schilddrüsen-Unterfunktion

Beeinflusst werden Durchblutung sowie Wärme- und Kälteempfinden auch von unseren Hormonen. Bei einer Schilddrüsen-Unterfunktion werden zu wenige Hormone produziert. Kalte Füße und Hände, Konzentrationsprobleme, Müdigkeit sowie depressive Verstimmungen können die Folge sein.

Raynaud-Syndrom

Kommen die Eisfüße schlagartig? Sind auch Hände, Zehen und Finger kalt und blass, verfärben sich erst blau, dann rot? Das ist ein sicheres Zeichen für das Raynaud-Syndrom. Ein unangenehmer, aber ungefährlicher Zustand. Er kann bis zu einer halben Stunde anhalten und mit Schmerzen und Taubheitsgefühlen einhergehen. Auslöser ist nicht nur Kälte, sondern auch Stress und berufsbedingtes jahrelanges Arbeiten mit vibrierenden Geräten (Presslufthammer, Kopierer). Medikamente können Symptome lindern.

Arteriosklerose

Eine Verkalkung der Arterien erkennt man häufig zuerst an kalten Füßen. Später kann selbst einfaches Gehen Schmerzen bereiten, da Füße und Beine nicht mehr richtig durchblutet werden. Häufiger Auslöser der Arteriosklerose ist Rauchen - entsprechend kann es zum Raucherbein kommen.

Herzschwäche

Ein geschwächter Herzmuskel kann nicht mehr genügend Blut in den Körper pumpen, Hände und Füße werden nur noch ungenügend durchblutet. Weitere Anzeichen: Atembeschwerden, die sich bei Anstrengung verstärken, nachlassender Appetit, Pulsrasen und blau verfärbte Nägel.

Diabetes

Bleibt die Zuckerkrankhei tüber längere Zeit unentdeckt oder schlecht eingestellt, kann dies zu Nervenschädigungen und Durchblutungsstörungen in den Füßen führen. Anzeichen sind u. a. blasse oder bläulich verfärbte kalte Füße, Krämpfe oder Schmerzen in den Waden beim Gehen.

 

Nie mehr kalte Füße

 

Oft kann man sich noch so gut einpacken, aber die Füße werden einfach nicht warm. Wer vor allem abends nicht mit kalten Füßen ins Bett steigen möchte, sollte unter den Wollsocken mal die "Wärmende Fußcreme" von Balea ausprobieren. Wärmeaktive Stoffe wie roter Weinlaubextrakt fördern die Durchblutung, während Traubenkernöl und Glyzerin Feuchtigkeit spenden. Schön dazu: das passende Fußbad! Ab ca. 1 Euro, in allen dm-Märkten.

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