Schmerzen, die nur Frauen verstehen können

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Es gibt Schmerzen, die Männer einfach nicht nachvollziehen können

Nein, wir wollen nicht behaupten, dass Männer keine Schmerzen haben. Aber mal ganz ehrlich: Es gibt Leiden, die Männer niemals richtig nachvollziehen werden können - selbst dann nicht, wenn sie es wollen würden.

Diese Schmerzen können Männer nicht verstehen

Unterleibsschmerzen

Mindestens einmal im Monat müssen wir uns mit Krämpfen und stechenden Schmerzen herumplagen, die sich bei einigen unglücklichen Frauen gerne einmal ungefähr so anfühlen, als hätten sie einen Schlag in die Magengrube bekommen (aber eben auch nur ungefähr) und als würde jemand parallel noch ein bisschen das Spiel 'Tausend Stecknadeln' üben. Dabei wird dann eben ihr Unterleib und nicht ihr Arm verdreht. Und was tun wir? Wir lächeln trotzdem weiter, obwohl wir am liebsten das Gesicht verziehen würden und uns ganz schnell in die Waagerechte begeben würden.

Spannungsschmerzen in der Brust

Uh, ebenfalls besonders unangenehm! Viele Frauen klagen besonders kurz vor und während ihrer Periode über Spannungsschmerzen in den Brüsten. Der Busen wird schwerer (und nicht selten größer) und besonders empfindlich. Schon das Tragen eines BHs kann schmerzhaft werden. Ärzte sprechen im Fall von regelbedingten Brustschmerzen von Mastodynie. Vergleichbar sind die Spannungen in der Brust etwa mit dem Schmerz, den man empfindet, wenn man einen richtig schlimmen blauen Fleck auf dne Brüsten hätte und auf diesen immer wieder drauf gedrückt wird. Noch fieser: die Kombination aus Spannungsschmerzen und Unterleibsschmerzen. Aua...

Regelbedingte Rückenschmerzen

Hier sei direkt zu Anfang gesagt: Ja, auch Männer haben Rückenschmerzen . Aber stehen diese bei Frauen im Zusammenhang mit ihrer Periode , fühlen sie sich doch noch eine Spur anders an, nicht wahr? Die Schmerzen sitzen sehr tief und lassen sich einfach nicht vollständig vertreiben. Frau weiß ganz genau, dass nicht ihre Sitzposition, sondern ganz einfach ihre allmonatliche Regel Schuld an dem Schlamassel ist. Ein bewährtes Hilfsmittel ist und bleibt die gute alte Wärmflasche. Auch wenn sie ebenfalls nichts gegen die Ursache ausrichten kann.

Geburtsschmerzen und Wehen

Bei dieser Art von Schmerzen gibt es nun wirklich absolut keinen Diskussionsbedarf. Die Schmerzen, die Frauen während einer Geburt ertragen müssen, haben kein passendes Äquivalent und gehören mit Sicherheit zu intensivsten Schmerzen, die ein Mensch erleben kann. Während ein unglaublich starker Druck auf den Unterleib ausgeübt wird, fühlt man sich als hätten sich die üblichen Periodenschmerzen mit x multipliziert. Doch: Nach der Geburt sind die Schmerzen vorbei und meistens auch augenblicklich vergessen.

Damit nicht genug. Abgesehen von den oben beschriebenen Schmerzarten, gibt es auch noch weitere Leiden, die Männer zwar ebenso durchmachen müssen, die uns Frauen aber sehr viel häufiger betreffen.

Leiden, die Frauen besser kennen als Männer

Migräne

Zuerst einmal möchten wir hier mit dem leider viel zu weit verbreiteten Klischee aufräumen, dass Frauen Migräne gerne als Ausrede benutzen würden. Wer selbst mit diesen Schmerzen zu kämpfen hat, weiß, dass mit diesen absolut nicht zu spaßen ist. Vor allem Begleiterscheinungen wie lichtempfindliche Augen oder Sichtausfälle sollten deutlich machen, wie glücklich man sich schätzen kann, nicht zu den fast 18 Millionen Migränekranken in Deutschland zu zählen. Es ist allerdings kein Klischee, dass Frauen häufiger unter Migräne leiden als Männer. Tatsächlich sind sie ungefähr 50 Prozent häufiger betroffen.

Blasenentzündung

Leider haben Frauen auch öfter mit Blasenentzündungen zu kämpfen. Grund dafür ist die kürzere Harnröhre, durch die Krankheitserreger schneller in die Harnblase gelangen können. Außerdem liegen Harnröhre und Darmausgang bei Frauen näher beieinander, sodass hier Darmbakterien leichter dorthin gelangen können, wo sie nicht hingehören. Bei Männern unter 50 kommen Blasenentzündungen nur selten vor. Über 50 kann die Prostata allerdings vergrößert sein, sodass sich die Harnröhre verengt. Dies führt dazu, dass sich mit dem Urin auch Krankheitserreger in der Harnblase und der Harnröhre sammeln können.

Übrigens benötigen Frauen auch eine höhere Dosis an Schmerzmitteln, um völlig schmerzfrei zu sein. Die Untersuchung einer kolumbianischen Forschungsgruppe ergab beispielsweise, dass Frauen nach einer Operation eine höhere Dosis Morphin benötigten, um eine deutliche Linderung der Schmerzen zu spüren. Bei Männern lag die Dosis durchschnittlich bei 0,08 mg/kg. Frauen spürten dagegen erst bei 0,12 mg/kg eine Verbesserung.

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