Schockbilder auf Zigarettenschachteln kommen auch zu uns

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Schockbilder auf der Verpackung: An diesen Anblick müssen sich Raucher ab sofort auch in Deutschland gewöhnen.
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Neue EU-Tabarichtlinie gilt an sofort

Die Schockbilder auf den Zigarettenschachteln sind ab sofort auch in Deutschland Pflicht. Spätestens in einem Jahr gibt es keine Packungen mehr ohne!

Teerschwarze Lungen, faulige Zähne oder blutige Raucherbeine - ab heute sind Tabakfirmen verpflichtet, die Schockbilder auf ihre Zigarettenschachteln zu drucken. Spätestens in einem Jahr, dürfen keine Packungen mehr ohne die Schockbilder im Umlauf sein.

Die Konsumenten der großen Marken wie Marlboro und Pall Mall werden die Ekelbilder als Erstes zu Gesicht bekommen, denn innerhalb der nächsten vier Wochen sollen neutralen Packungen ausverkauft sein. Bei weniger beliebten Marken wie Nil oder HB werden die Konsumenten vermutlich erst im November mit den Schockfotos konfrontiert.

Laut EU-Richtlinie müssen die Bilder zwei Drittel der Verpackungsfläche einnehmen, vorne und hinten! Insgesamt gibt es rund 42 Motive, in Deutschland werden zunächst 14 im Handel erscheinen, nach einem Jahr wird gewechselt - damit die Käufer sich nicht daran gewöhnen und abstumpfen.

Die bisher übliche Infobox, mit den Schadstoffangaben fällt weg. Der Grund: Dem Verbraucher wird vorgegaukelt, dass zum Beispiel Light-Zigaretten weniger schädlich sind, was laut Gesundheitsexperten nicht der Fall ist. Vielmehr kommt es darauf an, wie tief die Konsumenten den Rauch einatmen.

Werbeexperten und Tabakverbände kritisieren das Gesetz. Sie glauben nicht, dass die Bilder Raucher wirklich von der Zigarette fernhalten werden.

Helfen die Schockbilder wirklich?

In den USA sind die Bilder bereits seit 2009 Pflicht, in Australien seit 2012 und die Erfahrungen sind durchaus positiv. Eine Studie der Ohio State University aus dem Jahr 2015 hat sich mit der Wirkung der Bilder befasst. Die Konsumenten hatten mehr negative Gefühle im Vergleich zu den Rauchern, die nur Schachteln mit Warntext benutzen. Die Schockbilder sorgten dafür, dass sich die Probanden mehr Gedanken über ihre Gesundheit machten und sogar ans Aufhören dachten. In Australien waren die Reaktionen ganz ähnlich, einige Rauche hatten nach der Einführung der Schockbilder mit dem Rauchen aufgehört.

Welche Änderungen gibt es noch?

Die Werbeauflagen werden verschärft. Ab Juli 2020 ist Zigarettenwerbung auf Plakaten und im Kino verboten. Das Werbeverbot gilt auch für E-Zigaretten und erstreckt sich auf Außenflächen und Litfaßsäulen.

Ab 20. Mai 2019 müssen die Verpackungen von Zigaretten und Tabak zum Selbstdrehen ein Erkennungs- und ein fälschungssicheres Sicherheitsmerkmal tragen.

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(ww2)

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