Schocklunge

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Krankheitsbild

Definition, Ursachen und Symptome der Schocklunge

Unter einer Schocklunge versteht man eine lebensgefährliche Atemnot. Wer atmet, lebt. Wenn die Lungenfunktion stark beeinträchtigt wird, hängt das Leben am seidenen Faden. Verletzungen, Vergiftungen, Blutvergiftungen oder hoher Blutverlust können eine "Schockwirkung" haben, die zu schweren Schäden in der Lunge führt. Auch Infektionen, Verbrennungen, Badeunfälle und einige andere Auslöser sind manchmal die Ursache für eine Schocklunge. Es kommt zu Entzündungen und Flüssigkeitseinlagerungen im Organ. Dadurch verlieren die Lungenbläschen ihre Fähigkeit, Sauerstoff ans Blut weiterzugeben. Gleichzeitig verhärtet sich das Bindegewebe und die Lunge versteift.

Atemnot tritt mitunter erst Stunden oder Tage nach Erkrankungsbeginn auf. Patienten müssen aber schon bei den ersten Anzeichen einer Schocklunge auf der Intensivstation behandelt werden. Denn das Risiko, an Lungenversagen zu sterben, ist sehr groß. Nicht selten zeigen sich anfangs nur schwache Symptome. Auch Röntgenbilder weisen zuerst oft kaum Veränderungen auf. Schon bald atmen die Patienten schneller, trotzdem bekommen sie zunehmend schlechter Luft. Finger und Lippen färben sich blau.

Behandlung einer Schocklunge

Die Patienten müssen, wenn sie unter einer Schocklunge leiden, so schnell wie möglich künstlich beatmet werden. Atemmasken reichen meist nicht aus. Vielmehr muss ein Schlauch in die Luftröhre geschoben werden, durch den besonders sauerstoffreiche Luft in den Körper strömt. Es kommen verschiedene Medikamente und weitere Therapien zur Anwendung, die auch je nach der Krankheitsursache ausgewählt werden.

Vorbeugen und Selbsthilfe bei einer Schocklunge

Um einer Schocklunge vorzubeugen, ist es wichtig, Risikofaktoren, die eine Schockwirkung haben können, weitestgehend zu vermeiden zu vermeiden (zum Beispiel Verletzungen, Vergiftungen, Blutvergiftungen Verbrennungen oder Badeunfälle). Kommt es doch einmal zu einem Erlebnis mit Schockwirkung, sollte der Arzt gut über die Krankengeschichte des Patienten informiert werden, um schnellstmöglich die richtige Diagnose stellen zu können.

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