Schuhheizung im Test

schuhheizung im test
Schuhheizung im Test
Foto: Thinkstock

SHAPE-Test: Schuhheizung

Der Traum (jeder Frau): kuschelig warme Füße, selbst im tiefsten Winter! Wir wissen uns zu helfen und haben eine akkubetriebene Schuhheizung getestet. Wie sich das Gadget im Test geschlagen hat, verraten wir hier.

Nie wieder kalte Füße? Das klingt für mich einfach traumhaft. Doch als geborene Frostbeule bin ich skeptisch. Die Schuhheizung „Heat Vario Plus Comfort“ von Mematec muss sich erst einmal beweisen – und zwar beim Härtetest auf der Skipiste!Passform: Die Sohle der Schuhheizung ist aus EVA-Material (Ethylenvinylacetat) mit einer Cambrelle-Decksohle und kann individuell auf die entsprechende Schuhgröße zugeschnitten werden. Bis ich die Sohlen auf den Boden meiner steifen Ski-Schuhe gedrückt habe, dauert es trotzdem eine Weile. Einmal an Ort und Stelle, halten sie dann aber auch bombenfest.

Wer mit den beheizbaren Einlagen zufrieden ist, muss sie auch nicht mehr herausnehmen. Das Ladekabel der Schuhheizung ist fest an der Seite der Sohle angebracht. Das Ende des rund zwanzig Zentimeter langen Kabels wird einfach mit dem mitgelieferten Stecker verbunden. So kann die Sohle beim Laden im Schuh bleiben.

Das Ladekabel führt mich allerdings zu meinem ersten und einzigen Kritikpunkt: Wer vor dem Skifahren krampfhaft die Socken glättet und auf jede unnötige Naht verzichtet, damit bloß keine Druckstellen entstehen, den wird das Kabel definitiv stören. Denn irgendwo muss es ja hin. Meine Lösung: Ich führe es an der Seite meines Beins entlang nach oben und stecke den überstehenden Teil unter den Schneefang meiner Hose. Bis ich das Kabel so verstaut habe, dass ich es beim Fahren nicht mehr spüre, braucht es ein paar Anläufe.

Funktionalität: Ein Thermo-Sensor im Bereich der Zehen misst die Temperatur meiner Füße. Liegt diese unter 37 Grad, springt die Schuhheizung automatisch an und sorgt für angenehm warme 42 Grad im Schuh. Zusätzliche Knöpfe oder gar eine Fernbedienung sind nicht nötig. Toller Zusatznutzen: So lange die Sohle feucht ist, heizt sie bis zum Trockenzustand. So hält die Schuhheizung nach dem Skifahren auch als Schuhtrockner her.

Für einen bestmöglichen Vergleich geht es für mich am ersten Tag mit Schuhheizung den Berg hinunter, am zweiten ohne. Kalt sind meine Füße am ersten Skitag nicht. Ich merke aber auch nicht, wann oder ob die Schuhheizung überhaupt anspringt. Ist es vielleicht auch ohne beheizte Sohlen warm genug in meinen Skistiefeln?

Dass die Schuhheizung tatsächlich zum Einsatz kam und ihren Dienst hervorragend geleistet hat, merke ich erst am zweiten Testtag bei gleichen Wetterbedingungen. Denn nun werden nach einiger Zeit auf der Piste meine Füße ganz schön kalt.

Preis: Die durchdachte Technologie hat ihren Preis: Rund 200 Euro kosten diese beheizbaren Sohlen. Einigen Frostbeulen sind warme Füße bestimmt so viel wert. Andere werden in Anbetracht des Preises wohl lieber nach einem Extra-Paar Socken greifen. Einmal gekauft, kann die Schuhheizung aber nicht nur beim Skifahren für warme Füße sorgen, sondern ebenso gut beim Biken oder Wandern im Winter.

Fazit: Die Schuhheizung „Heat Vario Plus Comfort“ von Mematec macht kalte Winterfüße glücklich. Ohne dass ich die Heizphasen bewusst wahrnehme, hält mich mein unsichtbarer Begleiter warm. Aufgrund des stolzen Preises zahlt sich die Schuhheizung vor allem bei echten Sport-Fans aus, die es auch im Winter häufig nach draußen zieht. So müssen wir uns die Outdoor-Action nicht mehr von kalten Füßen vermiesen lassen.

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