Schwanger werden: So klappt es!

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Auf die Plätze, fertig, los! Hier ein paar Tipps, die Sie beim Babywunsch beachten sollten
Foto: Sergey Nivens

Worauf es beim "Projekt Baby" ankommt

Sie möchten schnell schwanger werden und wünschen sich ein Baby? Hier verraten wir Ihnen, auf was Sie jetzt achten sollten.

Um das "Projekt Baby" erfolgreich zu starten, muss man gut vorbereitet sein.

Am Anfang weiß man nur eines sicher: dass man sich ein Baby wünscht. Dass man vor der Schwangerschaft aber auch einige andere grundsätzliche Fragen klären sollte (nicht zuletzt, damit es mit dem Babywunsch überhaupt klappt), ist vielen Frauen keineswegs klar.

Dabei hängen Gesundheit, Lebensstil und Fruchtbarkeit eng zusammen.

Sich richtig vorzubereiten kann das Glück zu dritt also ganz schön beschleunigen. Hier verraten wir Ihnen, was alles auf dem Weg dorthin ganz entscheidend ist.

1. ERST MAL WICHTIG: AB ZUM ARZT!

Sich gewissenhaft um die eigene Gesundheit zu kümmern ist immer ratsam - für Frauen mit Kinderwunsch und werdende Mütter aber geradezu unerlässlich. Wollen Sie in nächster Zeit schwanger werden, sollten Sie sich also darüber Gedanken machen, wer Sie auf diesem Weg medizinisch begleiten soll. Suchen Sie sich einen HAUSARZT, dem Sie vertrauen, und vereinbaren Sie mit ihm einen Termin zu einem Gesundheitscheck. Dabei wird so einiges genau unter die Lupe genommen: potenzielle Infektionskrankheiten ebenso wie bedenkliche Gewichtsprobleme.

Wichtig ist auch der richtige Impfschutz: Drei Monate vor einer geplanten Schwangerschaft sollten Sie den also überprüfen lassen. Fehlende Impfungen, z. B. gegen Röteln, Windpocken und Keuchhusten, können so rechtzeitig aktualisiert werden.

Vor einer Schwangerschaft ist natürlich auch ein Termin beim FRAUENARZT wichtig. Eine gynäkologische Vorsorgeuntersuchung einschließlich Krebsvorsorge sollten Sie auf jeden Fall machen lassen. Außerdem ist ein Vertrauensverhältnis zwischen Frauenarzt und Patientin schon vor dem ersten Ultraschall für beide Parteien angenehm. Wer Mutter werden will, kommt auch um einen Besuch beim ZAHNARZT nicht herum. Denn es ist wichtig, aufwendige Behandlungen vor der Schwangerschaft abzuschließen, damit Narkosemittel und Röntgenstrahlen das ungeborene Kind nicht schädigen. Heute nur noch selten verwendete Amalgamfüllungen sollten Sie sich in der Schwangerschaft weder entfernen noch neu einsetzen lassen, weil dabei hochgiftiges Quecksilber freigesetzt werden kann.

2. DIE VERHÜTUNG ABSETZEN

Logisch: Wer schwanger werden möchte, darf nicht mehr verhüten.

Beim KONDOM ist die Sache supereinfach, es bleibt einfach in der Verpackung.

Doch wie soll sich eine Frau mit Babywunsch verhalten, die bisher hormonell verhütet hat?

Und wie aufwendig ist die vorzeitige Entfernung von Implantaten? Experten raten Frauen, sich möglichst früh mit diesen Fragen auseinanderzusetzen. Gerade starke Hormonpräparate wie die PILLE können den weiblichen Zyklus massiv durcheinanderbringen. Bis der Körper nach dem Absetzen der Pille wieder im Gleichgewicht ist und die Frau schwanger wird, können einige Monate vergehen. Verlassen darf man sich aber nicht auf diese Schonfrist, theoretisch kann man sofort schwanger werden, nachdem man die Pille abgesetzt hat. Nur wenn eine Frau wegen Hormonstörungen die Pille genommen hat, kann diese Störung nach dem Absetzen die Fruchtbarkeit beeinträchtigen. Verhütet man mit einem PFLASTER oder VAGINALRING, kann es einige Zeit dauern, bis sich wieder ein natürliches hormonelles Gleichgewicht bildet. Ausbleibende, unregelmäßige oder stärkere Monatsblutungen sind in dieser Zeit normal.

Beim Einsetzen der SPIRALE entscheiden sich Frauen für die nächsten fünf Jahre für eine Verhütungsmethode, die nicht eigenmächtig abgesetzt werden kann. Hierzu ist also ein Termin beim Gynäkologen erforderlich. Danach sind Frauen relativ schnell wieder fruchtbar und können schwanger werden. Bei der DREIMONATSSPRITZE wird der Frau das Hormonpräparat in den Gesäßmuskel gespritzt. Die Verhütung wirkt 90 Tage lang und kann nicht spontan abgesetzt werden. Nach einer Injektion kann es bis zu einem Jahr dauern, bis sich der normale Zyklus wieder einpendelt und die Frau fruchtbar ist.

Mit dem HORMONIMPLANTAT entscheiden sich Frauen für eine Drei-Jahres-Verhütungsmethode. Das Implantat kann jedoch vorzeitig vom Arzt entfernt werden. Danach normalisiert sich der Zyklus meist schnell.Frauen, die mit DIAPHRAGMA verhütet haben, können ebenso wie beim Verzicht auf Kondom oder Femidom (Frauenkondom) direkt schwanger werden. Das gilt auch für alle, die zuvor CHEMISCHE MITTEL wie Zäpfchen oder Gele benutzt haben. Wer beim Geschlechtsverkehr GLEITGEL verwendet, sollte beachten, dass viele Mittel auf das leicht saure Scheidenmilieu eingestellt sind, das an den unfruchtbaren Tagen vorherrscht und den Spermien nicht gut bekommt. Deshalb sollte an den fruchtbaren Tagen ein Gleitgel mit spermienfreundlichempHWert von ca. 7, 2 benutzt werden.

3. DIE FRUCHTBAREN TAGE DER FRAU...

sind entscheidend, um schwanger zu werden. Sex am Tag vor dem Eisprung ist optimal. Weil die Samenzellen aber einige Tage ausharren können, beginnt die fruchtbare Zeit bereits fünf, sechs Tage vorher. Nach dem Eisprung bleibt dagegen bloß ein Tag: Die Eizelle ist nur zwölf bis 18 Stunden befruchtungsfähig.

4. SO ERMITTELT MAN DIE FRUCHTBAREN TAGE :

Bei der KALENDERMETHODE trägt die Frau ihre Zykluslänge und die tägliche sogenannte Basaltemperatur (direkt nach dem Aufwachen gemessen) in einen speziellen Vordruck ein. Ein Temperaturanstieg kündigt den Beginn der fruchtbaren Tage an. Auch der ZERVIXSCHLEIM (im Gebärmutterhals gebildetes Sekret) verändert sich während des Zyklus. Kurz vor dem Eisprung nimmt der Ausfluss zu, wird dünnflüssiger und glasklar. Zieht der Zervixschleim zwischen Daumen und Zeigefinger Fäden, ist das ein Hinweis auf den Eisprung.

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