SeaWorld: KEIN Herz für Wale!

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In Delfinarien werden Wale in viel zu kleinen Becken gehalten.
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Hoffnung für gefangene Orcas

Orca-Wale gehören zu den schönsten und beeindruckendsten Tieren der Meere. Sie sind sehr intelligent und haben ein ausgeprägtes Sozialverhalten. Doch leider sind das auch die Gründe dafür, warum viele Orcas ihr Leben nicht in Freiheit verbringen dürfen.

Bereits 1961 wurde der erste Orca für den Themenpark „SeaWorld“ gefangen. Bis heute wurden weit über 100 Wale an Delfinarien verkauft. Die Orcas werden bei SeaWorld darauf trainiert Kunststücke zu machen und das Publikum zu begeistern. Dass sie dabei in viel zu kleinen Becken gehalten werden und ihre Muskeln verkümmern, interessiert die SeaWorld-Betreiber scheinbar wenig. Orcas legen in freier Wildbahn Strecken von bis zu 150 Kilometern am Tag zurück. Schwer möglich in einem Becken, das oft gerade einmal 16 Meter in der Länge misst!

Doch nicht nur das: Die Menschen scheinen vergessen zu haben, dass Orcas keine Hunde sind, die man dressieren kann. Es sind Raubtiere, die nicht umsonst auch „Killerwale“ genannt werden. Zwar greifen Orcas Menschen in der Regel nicht an, doch die Tiere wissen nicht, wie sie ihnen mit ihrer enormen Kraft schaden können. Durch die Gefangenschaft zeigen viele von ihnen allerdings auch ein sehr viel höheres Aggressivitätspotential, was die Wale unberechenbar macht!

So war der in Gefangenschaft lebende Orca Tilikum am Tod von drei Personen beteiligt. Anfang der 90er fiel eine Trainerin ins Wasser und wurde von ihm und zwei Weibchen immer wieder unter Wasser gezogen bis die Frau ertrank. 1999 wurde ein toter Mann in Tilikums Becken gefunden. Er hatte sich am Abend im Park versteckt und starb im Wasser an Unterkühlung. Allerdings hatte auch er eine Bisswunde des Wals. Im Februar 2010 zog Tilikum eine Trainerin ins Becken und drückte sie unter Wasser. Auch sie ertrank.

Warum hat die Qual der Wale und die Gefährdung der Trainer nicht endlich ein Ende? Diese Frage stellte sich auch Gabriela Cowperthwaite. Sie drehte den Dokumentar-Film „Blackfish“ (2013) , der am Beispiel von Tilikum die Wahrheit über SeaWorld zeigt. Jetzt scheint der preisgekrönte Film tatsächlich eine Veränderung zu bewirken. Die Medienaufmerksamkeit und die Diskussion über ein mögliches Gesetz, das verbieten soll Orcas in öffentlichen Shows einzusetzen, haben für erhebliche Umsatzverluste bei SeaWorld gesorgt. Auch die Aktienkurse des Unternehmens sinken.

Die Marke SeaWorld ist angeschlagen. Es scheint nur noch eine Frage der Zeit bis das Unternehmen endgültig vor dem Aus steht. Die einzige Lösung wäre ein kompletter Imagewandel. SeaWorld könnte sich für den Schutz der Wale einsetzen und auch für die zahlreichen Wasser-Becken würde sich mit Sicherheit eine andere Verwendung finden. Doch Das Unternehmen reagiert auf das Negativ-Echo leider anders. SeaWorld verspricht lediglich doppelt so große Becken zu bauen und die Orcas in Zukunft noch artgerechter zu halten. Die Tierrechtsorganisation PETA kommentierte dieses Vorhaben wie folgt: „Ein größeres Gefängnis ist immer noch ein Gefängnis.“ Vollkommen richtig! Doch ob SeaWorld das auch irgendwann einsieht, bleibt fraglich. Wir hoffen jedenfalls, dass es die Orca Shows bald nicht mehr geben wird und alle Wale wieder in Freiheit leben dürfen!

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