Seit April 2015 gibt es vegane Köttbullar bei IKEA

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Gute Nachrichten für Veganer! Jetzt gibt es auch fleischlose Köttbullar bei IKEA: Grönsaksbullar (3,99 Euro).
Foto: obs/IKEA Deutschland GmbH & Co. KG

Vegane Köttbullar bei IKEA

Mit einer fleischlosen Alternative gegen den Klimawandel: Seit dem 8. April 2015 bietet IKEA seinen Restaurantkunden vegane Köttbullar an.

Bislang mussten Vegetarier und Veganer bei ihrem IKEA-Besuch auf den typischen Schweden-Klassiker immer verzichten. Doch jetzt hat das ein Ende! IKEA bietet seit dem 8. April 2015 eine fleischlose Variante der gern gegessen Köttbullar an.

Das Gericht, das normalerweise aus Hackfleisch besteht, enthält in der veganen Form keine tierischen Produkte und ist so nicht nur für Vegetarier, sondern auch für Veganer geeignet. So heißt es auf der Facebook-Seite von peta2.de . Hier wurde die Einführung der 'veganen Köttbullar' schon im Januar für April 2015 angekündigt. Die fleischlosen Hackbällchen werden nicht nur in Deutschland, sondern in allen IKEA-Filialen weltweit angeboten.

Wie es ein Bericht des britischen Telegraph heißt , gehen bei IKEA in jedem Jahr 150 Millionen Köttbullar über die Ladentheke. Dabei soll der Kohlenstoffdioxid-Emissions-Wert bei der Herstellung der Hackbällchen am höchsten sein. Eine fleischlose und damit vegane Köttbullar-Variante kann also auch die Umweltbelastung verringern und so auch ein Zeichen im Kampf gegen den Klimawandel setzen. Wobei dies natürlich auch davon abhängig ist, wie viele Kunden des IKEA-Restaurants in Zukunft eher zu den Veggiebällchen als zu den typischen Köttbullar greifen werden. Michael La Cour, Geschäftsführer von IKEA Food Services, ist optimistisch: "Ich bin stolz darauf, dass wir nun den ersten Schritt gehen und auch Gemüsebällchen anbieten."

Die vegane Variante heißt nicht Köttbullar, sondern Grönsaksbullar. Diese Gemüse-Klößchen bestehen hauptsächlich aus Kichererbsen und Grünkohl, hinzu kommt Mais, Paprika, Möhren und Gewürze. Felicitas Kitali, Referentin für Ernährung bei Peta Deutschland, sagte der Zeitung "Welt", dass die Grönsaksbullar "Spuren von Milch und Ei nicht ausgeschlossen werden können", dies aber "nur für Allergiker relevant" sei, weil in der Rezeptur keine tierischen Produkte enthalten sind.

PETA verbucht die Einführung der Veggiebällchen definitiv als Erfolg - die Tierschutzorganisation hat sogar bei der Produktentwicklung mitgewirkt. Eine im letzten Jahr gestartete an IKEA gerichtete Petition , die dafür plädiert, in Zukunft "vegane Fleischbällchen" anzubieten, trägt nun Früchte. Unterschrieben wurde die Petition von rund 26.000 Menschen.

Medienberichten zufolge soll das vegane Gericht das Image der Möbelkette aufpolieren. Höhere Absatzzahlen als die tradiionellen Köttbullar, werden die Grönsaksbullar wohl nicht erreichen. Veganer haben - ähnlich wie Tierschützer - einen großen Einfluss auf die öffentliche Meinung. "Diese Menschen für sich zu gewinnen, gehört zu den intelligentesten Dingen, die ein großes Unternehmen in der heutigen Zeit tun kann", sagte der Markenstratege Klaus-Dieter Koch gegenüber der Süddeutschen Zeitung.

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