Seitensprung: 6 große Fremdgeh-Mythen

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Wer betrogen wird, ist selbst schuld? Wir räumen auf mit Seitensprung-Mythen!
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Sind Männer darauf programmiert, ihre Gene zu streuen?

Seitensprung oder Affäre gelten als Anfang vom Ende für eine Beziehung. Für die meisten Menschen sind sie unverzeihlich. Doch sind Seitensprünge wirklich so gefährlich?

Ein Seitensprung ist ein Albtraum für jede Beziehung: Zu erfahren, dass der Partner fremdgegangen ist, ist meist sehr, sehr schmerzhaft. Dabei passiert das gar nicht so selten. Laut einer Studie haben 18 Prozent der Frauen und 23 Prozent der Männer in festen Partnerschaften schon mal einen Ausflug in ein fremdes Bett gemacht oder sogar eine längere Affäre gehabt.

Sofort ist da der Gedanke: Affären schließlich nicht mit sich selbst, sondern - genau: mit Frauen. Was belegt, dass das weibliche Geschlecht ebenso zur Untreue neigt wie das männliche. Biologie hin oder her.

3 | "Bei einer Affäre ist die Beziehung doch sowieso nicht mehr zu retten"

Stimmt nicht unbedingt. Sicher, Narben bleiben immer. Wenn aber der Wille da ist, der Fremdgeher wirklich bereut und der Partner verzeiht, ist Rettung möglich. Voraussetzung: eine ehrliche Auseinandersetzung der Partner. Sonst ist eine Affäre eher ein Trennungsbeschleuniger.

4 | "Fremdgehen rächt sich immer"

Stimmt nicht. So ungerecht es ist: Zunächst ist der Fremdgeher der Gewinner. Er hat den Kick eines erotischen Abenteuers , stillt seine Neugier, hat Spaß und pusht sein Ego. Auf den zweiten Blick setzt er aber nicht nur die Beziehung aufs Spiel, sondern auch seine Glaubwürdigkeit. So hat auch er sein Päckchen zu tragen. Ein kleiner Trost für alle Betrogenen.

5 | "Wer betrogen wird, ist mitschuldig"

Nicht wahr. Dem Betrogenen vorzuwerfen, er sei möglicherweise zu langweilig, zu unsexy oder zu frustriert, ist eine schwache Ausrede. Selbst wenn es psychologisch nachvollziehbare Gründe für eine Affäre gibt, ersetzen sie nicht die Moral. Denn egal, wie schlecht eine Beziehung läuft: Derjenige, der ausbricht, ist für sein Handeln moralisch ganz allein verantwortlich.

6 | "Einen Seitensprung sollte man nicht beichten"

Nicht ganz wahr. Es kommt hier ganz auf die Umstände an. War die Affäre ein einmaliger und unwichtiger Fehltritt, ist es tatsächlich besser, sie für sich zu behalten. Weil man den Partner sonst nur unnötig verletzt. Droht sie aber herauszukommen, ist es nur fair, dem Partner die Wahrheit zu sagen, bevor er womöglich durch Dritte davon erfährt. Wenn die Affäre ernst ist, sollte man ohnehin unbedingt beichten.

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