Selbstjustiz: Eltern bringen mutmaßlichen Kinderschänder um

selbstjustiz
Christian L. soll ein Mädchen missbraucht haben
Foto: Istock

Dieser Fall von blutiger Selbstjustiz erschüttert Deutschland. In Eschweiler hat ein Elternpaar (30,38) einen 29-Jährigen umgebracht, weil sie den Verdacht hatten, er könne ihre Tochter (12) missbraucht haben.

Gemeinsam mit einem Freund (26) lockte das Trio den mutmaßlichen Täter Christian L. in eine Falle. Zunächst nahmen sie Kontakt mit ihm auf Facebook auf. Die Mutter des Mädchens gab vor sexuelles Interesse an dem 29-Jährigen zu haben. Als der mutmaßliche Täter einem Date zustimmte und an einem verlassenem Treffpunkt auftauchte, wartet das Trio dort schon auf ihn. Sie sollen Christian L. mit einem Totschläger und zahlreichen Messerstichen getötet haben.

Das Paar hatte schon länger den Verdacht, dass ihre Tochter von Christian L. missbraucht wird. Da die Polizei keine Beweise für diesen Verdacht finden konnte, wurde die Anzeige aus Mangel an Beweisen eingestellt.

Das Trio sitzt nun wegen des Vorwurfs des gemeinschaftlichen Mords in Untersuchungshaft. Das Ehepaar soll bereits Teilgeständnisse abgelegt haben. Die Polizei war den mutmaßlichen Tätern auf die Schliche gekommen, in dem sie Facebook-Chats untersuchte.

Ob die Vorwürfe des Kindesmissbrauchs haltbar sind, will die Aachener Staatsanwaltschaft bislang nicht sagen. Das 12-jährige Mädchen soll so geschützt werden.

Kategorien: