Selbstvertrauen stärken: So bleiben Sie sich selbst treu

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Wer sich selbst treu bleibt, ist glücklicher.
Foto: Steve Prezant/Corbis

Wie Sie sich selbst akzeptieren

Einzigartig statt perfekt: Vom großen Glück, zu sich, seinem Stil und seinen Schwächen zu stehen - egal, was kommt.

Manchmal begegnen wir Menschen und denken einfach nur: Wow! Nicht, weil sie überirdisch schön oder ein wandelndes Lexikon sind. Sondern, weil sie nur so vor Selbstvertrauen strotzen. Ihre Meinung sagen und sich für niemanden verbiegen. Wir stehen bewundernd daneben und fragen uns: Wie kriegen die das hin? Denn es ist gar nicht so einfach, zu sich, seiner Meinung und seinen kleinen Schwächen zu stehen, weil wir "dazugehören" möchten.

Wer sein Selbstvertrauen stärken will, muss aufhören, sich ständig mit anderen zu vergleichen. Denn sobald wir das tun, finden wir immer etwas an uns zu mäkeln. Unsere Eigenheiten und Kanten machen uns aber erst einzigartig. Warum es uns so schwerfällt, uns zu akzeptieren? Auch, weil wir unsere schrägen kleinen Besonderheiten oft gar nicht wahrnehmen. Unsere Charakterzüge sind für uns so selbstverständlich, dass wir gar nicht merken, welche von ihnen uns zu einem Unikat machen.

Wie man diese versteckten Schätze findet? "Indem man sich zum Beispiel überlegt, wann einem das letzte Mal etwas so viel Spaß gemacht hat, dass man das Zeitgefühl verloren hat", erklärt Psychologe Veit Lindau ("Liebe Radikal"). Aus diesen Glücksmomenten können wir nämlich viel über uns lernen: Sind wir impulsiv und am glücklichsten, wenn wir nachts eine Runde im See schwimmen gehen? Oder sehr einfühlsam, weil wir uns am wohlsten fühlen, wenn wir an unseren Pflänzchen im Garten rumwerkeln?

Noch eine Möglichkeit, um unsere kleinen Einzigartigkeiten zu erkennen: unsere Liebsten befragen. Denn unser Selbstbild ist ganz schön verzerrt, weil wir sind zu streng mit uns sind. Bekommen wir ein ehrliches Feedback von den Menschen, denen wir wirklich vertrauen, sehen wir uns klarer. Denn gerade hinter unseren nervigen Seiten verstecken sich oft ein paar bemerkenswert positive Eigenschaften, die wir unter Umständen ebenfalls übersehen hätten.

Übrigens darf man sich nicht täuschen: Selbst, wenn nicht alle Freunde unsere schrägen Eigenheiten so wohlwollend interpretieren wie wir selbst, mögen sie uns doch oft gerade deswegen. Wir müssen uns also gar nicht perfektionieren und 24 Stunden am Tag im Sonnenschein-Modus rumlaufen. Durch unsere charakterlichen Widerhaken werden wir von anderen sogar erst richtig wahrgenommen.

Wer ständig versucht, eine makellose Fassade aufrechtzuerhalten, ist vor allem eins: gestresst und auf Dauer ganz schön frustriert, weil man einem unerreichbaren Ideal hinterherhechelt und sich damit unnötig Druck macht. Wer seine Stärken und Schwächen kennt - und keinen Hehl daraus macht - kommt selbstsicher und sympathisch rüber, das tut auch der Liebe und Freundschaften gut. Denn je zufriedener man ist, desto weniger zickt man herum.

Sich selbst treu zu bleiben, lohnt sich also. Sehen sie es doch mal so: Die Freundschaft mit sich selbst sollten Sie am besten pflegen.

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