Seniorbook-Test: Besser als Facebook?

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Soziale Netzwerke

Facebook ist das größte soziale Netzwerk der Erde. Schon viele kleinere Mitbewerber mussten sich der Übermacht des amerikanischen Netzwerks beugen. In Deutschland hat es zuletzt "wer kennt wen" getroffen. Zum Abschied empfahlen die Betreiber den wkw'lern einen Wechsel zum Netzwerk "Seniorbook". Seniorbook im Test: Wunderweib.de hat sich das neue Portal angesehen.

Optik: Kork und Petrol statt dunklem Blau

Über Geschmack lässt sich wunderbar streiten und darum sagen wir zum Aussehen des Portals Seniorbook lieber mal nichts. Wer das Facebook-Blau mag, der wird es im ersten Moment vielleicht etwas dröge und puristisch finden. Die dominierenden Farben sind Petrol, Orange und Weiß. Die Pinnwand ist mit einer Kork-Optik versehen. Kann man mögen.

Technik: Alles Wichtige gibt es auf Deutsch zu lesen

So richtig viel übersichtlicher als Facebook ist Seniorbook nicht. Die Menü-Namen sind nicht gerade eindeutig, sprich es wird nicht sofort klar, was mit Begriffen wie "Arbeitsplatz" gemeint ist. Dafür gibt es alle Texte wie Nutzungsbedingungen und Infos zu Privatsphäreinstellungen in verständlichem Deutsch zu lesen. Klar, das Netzwerk ist ja auch das Baby von deutschen Geschäftsleuten. Das Büro ist in München und zum Team gehören Leute wie Thomas Bily, der vorher in großen deutschen Verlagshäusern wie Gruner+Jahr und Hubert Burda Media gearbeitet hat, oder Alexander Schiechel, der lange Zeit für den Focus tätig war.

Datenschutz: Seniorbook legt großen Wert auf Privatsphäre

Beim Datenschutz kriegt Seniorbook ein dickes Plus. "Wir halten uns strikt an die Regeln der deutschen Datenschutzgesetze. Dafür arbeiten wir eng und proaktiv mit dem Bayerischen Landesamt für Datenschutzaufsicht zusammen." Das klingt gut und ist gut - und jedenfalls viel, viel durchsichtiger als der Umgang mit Daten beim amerikanischen Mitbewerber.

Netzwerk: Eher ältere Semester vertreten

Der Name lässt es schon ahnen: Noch sind auf Seniorbook etwas ältere Menschen vertreten. Das kann sich aber gut ändern, schließlich schwemmen gerade viele ehemalige Nutzer von "wer kennt wen" in das Portal. Und immer mehr Menschen haben schließlich auch genug vom großen Daten-Ausverkauf bei Facebook.

Spaß: Unkompliziert Musik hören und Spiele ausprobieren

Auch auf Seniorbook gibt es massig lustige Spielen: Majong, Doppelkopf, oder Kickern - alles dabei. Der Spielebereich ist wesentlich übersichtlicher gestaltet als der bei Facebook. Schön sind nette Features wie das Seniorbook Radio. Da kann man zwischen Kanälen wie R&B, Legends oder Rock wählen und ganz störungsfrei Musik via Stream hören. Stars und Sternchen gibt es hier nicht, Neuigkeiten von Medienunternehmen kriegt man auch nicht. Dafür kann man sich gut mit seinen Vereinen vor Ort und netten Menschen aus der Nachbarsstraße vernetzen.

Fazit: Ruhig mal testen

Wer mit Facebook nichts zu tun haben will, sich aber gerne auf lokaler Ebene online vernetzen möchte, für den könnte Seniorbook eine gute Alternative zu Facebook sein. Also: ruhig mal reinklicken und ausprobieren.

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