Serum im Test

serum im test
Serum im Test
Foto: Thinkstock
Inhalt
  1. „Hochkonzentriertes Serum Perfektionierte Haut“ von L’Oréal Paris im Test
  2. „Double Serum“ von Clarins im Test
  3. „Intense Moisture Serum“ von Rituals im Test
  4. „Instant Facelift Serum“ von Monteil im Test

Redaktions-Test Serum

Perfektionierte Haut, ein ebenmäßiger Teint und verfeinerte Poren: Ein Serum kann ein wahres Multitalent sein. Doch was bewirken die flüssigen Powerpakete wirklich? Wir machten den Test und stellen hier die Ergebnisse vor.

Waschen, cremen, Make-up auftragen – für lange Zeit war dies unser üblicher morgendlicher Ablauf im Bad. Doch in den letzten Jahren stahl sich ein neues Multitalent dazwischen: das Serum. Aufgetragen wird es als Pflege nach dem Säubern des Gesichts, vor der Gesichtscreme. Wir wollten wissen: Lohnt es sich wirklich, diesen zusätzlichen Pflegeschritt noch einzubauen , abgesehen davon, dass wir uns gerne das kleine bisschen Extra-Luxus gönnen?

Serum-Test: Vier Produkte im JOY.de-Check

Soviel sei schon vorab verraten: Wir sind mittlerweile alle zum Serum-Fan geworden , aus unterschiedlichen Gründen. Lesen Sie auf den folgenden Seiten, welches Produkt auch pur unter der CC Cream funktioniert, welches Serum uns Fältchen aus dem Gesicht zauberte und womit sich die Haut auch nach Stunden noch zart und geschmeidig anfühlte.

„Hochkonzentriertes Serum Perfektionierte Haut“ von L’Oréal Paris im Test

Sichtbare Poren, gerötete Haut und manchmal auch noch ein fahler Teint – mein Gesicht macht mir das eine oder andere Mal ganz schön Probleme. Deshalb bin ich immer froh über neue Produkte, die mir Linderung versprechen. Mein neuestes Testobjekt heißt „Hochkonzentriertes Serum Perfektionierte Haut“, stammt von L’Oréal Paris und gehört zur Pflege-Serie „Skin Perfection“.

Es soll Hautbild und Poren verfeinern und für einen strahlenden und ebenmäßigen Teint sorgen – na, das klingt doch schon mal gut! Rein äußerlich macht es schon mal viel her, denn es versteckt sich in einem Glasflakon mit weiß-pinkem Dip-Dye-Verlauf. Das weißliche Serum kommt in einem Pumpspender daher, liegt von der Konsistenz irgendwo zwischen Ampulle und Gesichtscreme und ist angenehm geruchsarm.

Der Sofort-Effekt ist toll: Die Rötungen, die ich nach dem Waschen fast immer im Gesicht habe, verschwinden kurz nach dem Auftragen des Serums wie von Zauberhand. Meine Haut ist seidenweich und erfrischt. Spannungsgefühl ade. Auch über den Tag hinweg fühlt sich meine Haut so an, als wäre sie mit ausreichend Feuchtigkeit versorgt. Und das, obwohl ich auf eine zusätzliche Gesichtspflege verzichte und direkt nach dem Serum meine CC Cream auftrage.

Sofort beruhigte Haut dank Serum

Für die beruhigende Wirkung verantwortlich ist ein Aktivstoff aus der Rinde des Baumes Eperua Falcata, der dank seines hohen Flavonoidgehalts entzündungshemmend und beruhigend wirkt. Bei mir scheint er seine Wirkung jedenfalls voll zu entfalten. Der zweite wichtige Inhaltsstoff des Serums ist ein Oligosaccharid-Extrakt, ein porenverfeinernder Wirkstoff aus der grünen Linse. Der soll langfristig für ein schöneres Hautbild sorgen, auch wenn man das Serum nicht mehr täglich anwendet. Bei mir selbst konnte ich diese langfristige Wirkung aber nur bedingt feststellen. Meine Poren wirkten nach dreiwöchiger täglicher Anwendung nur minimal verfeinert.

Mein Fazit: „Hochkonzentriertes Serum Perfektionierte Haut“ aus der Serie „Skin Perfection“ von L’Oréal Paris kam zwar gegen meine vergrößerten Poren nicht so ganz an, dennoch überzeugte es mich im täglichen Gebrauch. Rötungen verschwinden in Sekundenschnelle, die Haut strahlt, sieht frisch aus und fühlt sich streichelzart an. Mit um 16 Euro für 30 ml liegt es für ein Serum absolut im preislichen Rahmen.

Text: Martha Singbartl

„Double Serum“ von Clarins im Test

Einen ebenmäßigen strahlenden Teint, das wünsche ich mir jeden Morgen beim Blick in den Spiegel. Entsprechend groß sind meine Erwartungen an das „Double Serum“ von Clarins, das ich seit einigen Wochen teste.

Clarins brachte das erste Zwei-Phasen-Serum zur Reaktivierung der fünf Vitalfunktionen bereits 1985 auf den Markt. Mit der weiterentwickelten Version des Serums verwöhne ich meine Haut wie empfohlen morgens und abends nach der Reinigung und vor dem Auftragen der Tages- beziehungsweise Nachtpflege. Das Serum ist getrennt in zwei Phasen – einer Wasser- und einer Ölphase. Der Zwei-Kammern-Flakon ermöglicht, dass in Wasser und in Öl lösliche Wirkstoffe ohne Gefahr einer Unverträglichkeit oder Unbeständigkeit kombiniert werden, und das ohne Einsatz von Emulgatoren.

Zweimal auf den Pumpspender drücken, die beiden Phasen in der Handinnenfläche mischen und los geht’s. Das „Double Serum“ hat eine flüssige Konsistenz, lässt sich ganz easy auf der Haut auftragen und zieht schnell ein. Auf der Haut fühlt sich das Anti-Aging-Konzentrat angenehm leicht an. Besonders gut gefällt mir der fruchtig-blumige Duft.

Serum duftet angenehm

Erstes gutes Zeichen: Meine sensible Haut reagiert nicht negativ oder gereizt auf das Serum. Im Gegenteil, sie fühlt sich sogar richtig entspannt, gepflegt und zart an. Dafür sorgen laut Hersteller pflegende und Feuchtigkeit spendende Inhaltsstoffe wie das Katafray-Extrakt, der Hyaluronsäure-Komplex, Perilla- und Macadamia-Öl, sowie Extrakte aus Quinoa, Grünem Tee, Strandkiefer, grüner Banane, Thymian und Bocoa. In Sachen Porenverfeinerung konnte ich bislang allerdings noch keine gravierenden Unterschiede feststellen.

Mein Fazit: Ich fühle mich beim morgendlichen Blick in den Spiegel zwar nicht zehn Jahre jünger, aber das „Double Serum“ von Clarins gibt mir und meiner Haut ein gutes Gefühl. Darum gehört der zusätzliche Verwöhn-Gang am Morgen und am Abend jetzt fest zum Pflege-Ritual. Der 30-ml-Flakon kostet 75 Euro und ist somit nicht wirklich ein Schnäppchen. Da sich das Konzentrat aber sehr sparsam verwendet und ich mich gut in meiner Haut fühle, gönne ich mir den Luxus guten Gewissens hin und wieder.

Text: Dorothee Seubert

„Intense Moisture Serum“ von Rituals im Test

Aus dem Regen in die Traufe: Ist der Winter vorüber und die Kälte passé, steht meine Haut schon vor der nächsten Herausforderung. Denn auch Sonne kann die Haut austrocknen. Um meine Haut das ganze Jahr über mit genügend Feuchtigkeit zu versorgen, teste ich das „Intense Moisture Serum“ von Rituals.

Das Serum ist reich an Hyaluronsäure und Blauer-Ingwer-Extrakt, die das natürliche Feuchtigkeitsgleichgewicht der Haut wieder herstellen sollen. Die durchsichtige Creme trage ich abends auf die gereinigte Haut auf. Dank des Pumpspenders lässt sie sich optimal dosieren. Ein Mal pumpen reicht aus, um das gesamte Gesicht einzucremen.

Serum-Test: Kühl und erfrischend

Auf der Haut hinterlässt das Serum bereits beim Einmassieren ein herrlich kühles Gefühl und einen leichten Frischeduft, der nicht besonders aufdringlich ist. Meine Haut fühlt sich auch Stunden nach der Anwendung noch gepflegt und geschmeidig an.

Mit 28,50 Euro für 30 ml zählt das Serum zu einem der teureren Gesichtspflegeprodukte in meinem Badezimmer. Im Vergleich zu anderen Seren finde ich den Preis aber absolut in Ordnung.

Mein Fazit: Das „Intense Moisture Serum“ von Rituals ist unkompliziert in der Anwendung und pflegt meine Haut perfekt. Einziger Kritikpunkt: Bevor ich wie auf der Packung empfohlen eine Nachtcreme auftragen kann, muss ich warten, bis das Serum eingezogen ist. Das dauert zwar nur etwa drei Minuten. Da für mich im Bad aber alles möglichst schnell gehen muss, könnte sie ruhig noch einen Tick schneller einziehen.

Text: Anika Baldzun

„Instant Facelift Serum“ von Monteil im Test

Die Elastizität der Haut nimmt ab Mitte 20 bekanntlich ab, also heißt es ab da besonders aufpassen, damit die Haut noch möglichst lange so glatt wie ein Babypopo bleibt. Bisher blieb ich von Fältchen jeder Art verschont, aber Vorbeugen – oder besser Vorschmieren – ist die Mutter des Anti-Agings.

Dabei soll mir das „Instant Facelift Serum“ von Monteil helfen. Mit der Pipette lässt sich das milchige Serum sparsam dosieren: Kleckern gibt’s nicht! Dank seiner leichten Konsistenz zieht es rasch ein und hinterlässt ein angenehmes Hautgefühl. Die Packungsanleitung empfiehlt mir, meine Gesichtsmuskeln zu entspannen während das Serum einzieht.

Schon nach wenigen Minuten soll dann der Straffungs-Effekt einsetzen, der mehrere Stunden anhalten soll. Nach dem Einwirken fühlt sich meine Haut zumindest etwas aufgeplustert und vollgepumpt mit Feuchtigkeit an. Außerdem sieht sie definitiv ebenmäßiger aus.

Serum ist frei von Parabenen, Mineralölen und Silikonen

Für die straffende Wirkung verantwortlich sind zwei natürliche Polymere, Wirkstoffe der Wilden Pistazie sowie Hyaluronsäure. Die legen sich wie ein sanfter Film auf das Gesicht und sorgen für ein angenehmes Hautgefühl. Zusätzliche Bonuspunkte bekommt das Produkt von mir, weil es frei von Parabenen, Mineralölen und Silikonen ist.

Mein Fazit: Wer statt Laser oder Botox eine weniger invasive Möglichkeit für glatte, faltenfreie Gesichtshaut sucht, ist mit dem „Instant Facelift Serum“ von Monteil bestens bedient. Dank der sparsamen Dosierung ist das Serum sehr ergiebig, aufgrund seines Preises von um 70 Euro für 30 ml aber nur etwas für Damen, die bereit sind, etwas in ihre Schönheit zu „investieren“ – und da gehöre ich definitiv dazu!

Text: Christine Harrasser

Kategorien: