Sex im Urlaub

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Foto: Thinkstock

Kolumne: Zimmerservice

Sex im Hotel ist wie die Kirsche auf dem Eisbecher! Sie haben alle Zeit der Welt, reichlich aufregende Locations – und sogar Publikum, wenn Sie wollen.

Heißer Sex im Urlaub

Hotelsex hat der liebe Gott speziell für mich erschaffen – als Wiedergutmachung für einsame Masturbations-Abende und Berufstätigen-Quickies zwischen Tagesthemen und Spätfilm. Im Hotel ist alles anders. Der Alltag bleibt zu Hause und ich checke ein als Honeymoon-Hase, Mata Hari des Lasters oder auch nur als entspannte, sexwillige Ehefrau mit Nachholbedarf.

Schon das Ankommen kann ein Abenteuer sein. Ich bin ja eigentlich kein großer Fan von Rollenspielen, aber getrennt anzureisen, um meine Begleitung in der Hotellobby zum angeblich ersten Mal zu treffen, das hat was. Das ist die Gelegenheit, um das nuttige nachtblaue Cocktailkleidchen mit den Fransen zu tragen und beim Barkeeper lasziv einen „Sex on the Beach“ oder einen „Pink Orgasm“ zu bestellen, bevor ich mich vom eigenen Partner abschleppen lasse.

Sex in der Hotelgarage

Die Mischung aus Kleid, Cocktail und Hormonausschüttung klappt übrigens auch als Single hervorragend, denn jedes Hotel ist ja so eine Art Bienenstock für Sexdrohnen, die für ein paar Tage eine Königin samt Honig suchen. Habe ich bereits eine Begleitung dabei, liebe ich es, gemeinsam vorzufahren und den hinteren Winkel der Hotelgarage für wildes Gefummel zu nutzen – wie auch den Fahrstuhl, den Strandkorb oder den Whirlpool, denn jenseits der 25 fummelt man sowieso viel zu wenig, dabei war das doch das Beste am Teenagersein.

Das Zauberwort der Hotel-Erotik heißt für mich: Wellnessbereich. Und je mehr Öl bei der Massage eine Rolle spielt, desto besser. Vierhändig von Amar und Prabir ins Nirvana geknetet zu werden, kommt meiner Vorstellung von gelungenem Gruppensex schon sehr nah. Leider gibt es in Spas bisher nur jugendfreie Verwöhnprogramme. Tantra- und Yoni-Massagen suchte ich bisher vergeblich, und dass die beiden indischen Boys immer knapp am Bikinihöschen aufhören, ist einfach nur schade.

Freiluftsex in der Hotelanlage

Nach einem sliplos gefüßelten Dinner (denn wer braucht im Urlaub schon Unterwäsche unter einem langen Abendkleid?) habe ich die freie Auswahl, wo wir es nun nach Herzenslust treiben möchten. Im Hotelpool lieber nicht. Da drängt sich der Gedanke an Chlor und Kinderpipi auf und das lässt meine Klitoris zusammenschrumpeln wie eine Rosine. Da empfehle ich eher das Solarium.

Als wir einmal eben jenes zweckentfremdeten, fanden wir das Ganze ziemlich heiß, und das, obwohl es unbequem war und ich hinterher vom Zusammenkneifen der Augen helle Linien im Gesicht und außerdem einen geröteten Hintern vom Turbo-Sunbooster hatte. So was sind eben Kollateralschäden, die man in Kauf nimmt.

Oralsex auf dem Balkon

Auch das Freiluftgevögel auf dem Balkon einer Clubanlage war nett, der warme Wind strich über meine Nippel, ich hörte das Meer rauschen – und kurz darauf die beiden Briten, die zwei Etagen über uns mit Bierdosen in der Hand die Leckkünste meines Partners und meinen Busen begutachteten. Da sie nicht johlten, nur glotzten, ignorierte ich sie. Schöne Hotels und hingebungsvoller Oralsex machen mich immer sehr großzügig.

Aber auch im Zimmer wartet das Amüsement und damit meine ich nicht die unterirdisch miesen Pornos auf dem Pay-TV-Kanal. Viel lustiger ist es, den Zimmerservice zu rufen und ihm nur mit einem rutschenden Handtuch bekleidet zu öffnen, oder nackt mit Plüschhandschellen ans Hotelbett gefesselt und mit verbundenen Augen zu warten, während der Partner ihn hereinbittet.

Wenn daheim der Hausmeister kommt, um irgendeine Leitung abzuklopfen, würde ich so etwas sicher nicht veranstalten, aber – und das ist das Schönste am Hotelsex – im Urlaub kennt mich ja niemand.

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