Sexsucht: Das sind die wichtigsten Anzeichen

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Sexsucht im Kino: "Nymphomaniac"
Foto: Concorde Filmverleih / Christian Geisnaes

Skandalfilm "Nymphomaniac"

Nymphomaniac“ – der Titel ist Programm. Der neue Film des dänischen Skandal-Regisseurs Lars von Trier mit Charlotte Gainsbourg, Uma Thurman, Shia LaBeouf und Willem Defoe erzählt das Leben einer Nymphomanin – einer Frau mit Sexsucht. Detailliert schonungslos. Und absolut sehenswert!

Teil eins (Vol. 1) des heiß diskutierten Kinostarts läuft am dem 20. Februar in den Kinos, Teil zwei startet ab 3. April. Lust reinzuschauen? Dann klicken Sie auf unseren Trailer ganz unten!

Viele fragen sich nun: Was ist Sexsucht?

Und wie kommt es dazu? Wir verraten es.

Wie Drogen oder Alkohol kann auch sexuelles Verlangen zur Sucht werden. Was sich zunächst vielleicht nach einem aufregenden Privatleben anhören mag, ist für Betroffene ein echtes Problem. Ehen, Familien und nicht zuletzt sie selbst zerbrechen oft daran. Daher ist Sexsucht eine anerkannte Krankheit (Hypersexualität). Schätzungsweise ein bis sechs Prozent der Deutschen sind betroffen. Vorwiegend Männer, aber auch Frauen – Tendenz steigend.

Verlust der Kontrolle

Fakt ist: Wer seine Lust nicht mehr unter Kontrolle hat, leidet. Immer öfter meldet sich das Verlangen. Gleichzeitig stellt sich immer weniger Befriedigung ein. Wie bei jeder Sucht steigt die benötigte Dosis. Der Alltag wird getrieben von der Jagd nach körperlicher Befriedigung. Tiefgehende, auch seelisch erfüllende Beziehungen rücken in weite Ferne.

Hilfeschrei der Seele

Hinter dem Phänomen Sexsucht steckt – wie bei anderen Süchten auch – ein Verdrängungs-Mechanismus. Nicht selten auch eine Depression. Negative Gefühle werden durch die Flucht in den Lustrausch kompensiert. Doch der kurze Orgasmus -Kick löst die eigentlichen Probleme nicht. Das Spiel beginnt von vorn.

Bester Ausweg aus der Hypersexualität ist eine sogenannte Kognitive Verhaltenstherapie . Betroffene lernen zu verstehen, wie sie in die krankhafte Sucht nach Erotik hineingeschlittert sind und wie sie mit Frust und Druck künftig anders umgehen können.

Doch ist man schon „Nymphomaniac“, wenn man einfach Spaß am Liebesspiel hat? Wenn man öfter Lust verspürt? Wie viel Mal die Woche ist okay? Wann wird es bedenklich?

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