Sexy Bettgeflüster - Wie funktioniert Dirty Talk?

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Was er ihr da wohl gerade zuflüstert? Scheint jedenfalls gut anzukommen...
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Der Ton macht die Musik

"Mach's mir, du Luder!" Solche Ausrufe kann man zum Kichern finden - oder stimulierend. Der Lustfaktor von Dirty Talk ist Geschmackssache. Damit Verbal-Erotik den richtigen Nerv trifft, sollten sich beide angesprochen fühlen.

Dirty Talk: Das sagen die Forscher

Immerhin 44 Prozent der Deutschen geben in Umfragen an, sich durch sinnliche Kommentare im Bett gegenseitig anzuheizen, 94 Prozent bestätigen die aufreizende Wirkung von Dirty Talk. Es muss also was dran sein am verbalen Aphrodisiakum. Die Möglichkeiten, den richtigen Ton zu treffen, sind riesig. Die Chancen, sich zu blamieren, allerdings auch. Der Partner sollte mit der jeweiligen Variante des Bettgeflüsters etwas anfangen können und nicht urplötzlich in albernes Gekicher ausbrechen oder gar konsterniert das Schlafzimmer verlassen. Fremde Akzente oder barsch gebrüllte Befehle? Für einige bestimmt ein Lustgewinn, für andere ganz klar ein Stimmungskiller.

Zart oder hart? Vokabeltest für Einsteiger

Zugegeben, ganz leicht ist es nicht, die passenden Worte zu finden. Die Romantikerin mit der Vorliebe für sinnliche Gedichte wird bei der Anrede "Du geile Sau" wahrscheinlich nicht gerade auf einen multiplen Orgasmus zusteuern. Und der wenig sprachbegabte Informatiker kommt vielleicht sogar schon bei der Bitte "Los, sag mir genau, was du jetzt mit mir machen willst!" verbal ins Schleudern. Sextherapeuten empfehlen: Bevor Sie sich ins Abenteuer Dirty Talk stürzen, erst mal das gemeinsame Sprachgefühl abchecken. Das fängt ja schon bei der Bezeichnung seiner/ihrer besten Stücke an. Niedlich oder verrucht? Blumig oder ohne Umschweife? Und wie sieht es aus mit obszönen Ausdrücken und gewagten Metaphern? Ein gewisses Risiko ist natürlich immer dabei, aber es geht schließlich auch um einen kleinen verbalen Tabubruch. Falls Ihnen die Angelegenheit zu heikel ist: Lieber genießen, schweigen, auf die nonverbale Ebene konzentrieren. Sonst endet die Sache eher lustig als lustvoll.

Auch im Bett: Der Ton macht die Musik

Haben Sie sich zu einer mündlichen Erotik-Prüfung entschlossen, kommt hier noch ein ganz wichtiger Tipp: Vergessen Sie alles, was Sie jemals in Groschenromanen gelesen oder in Sexfilmchen gehört haben. Weder ein "pulsierendes Schwert" noch eine "Lustgrotte" wirken auf die meisten Menschen realitätsnah, spontan und sexy. Stattdessen treffen Einsteiger eher den richtigen Ton, indem sie sich erst mal auf Beschreibungen verlassen: "Jetzt werde ich mit meiner Zunge ..." oder "Deine Schenkel fühlen sich ... an". Klingt banal, aber allein das auszusprechen, was gerade passiert, kann für mächtig Prickeln sorgen. Und nach und nach kommen die kreativeren Formulierungen oft von ganz allein. Zum Glück erwartet in Sachen Bettgeflüster niemand lange Monologe. Im Gegenteil: Das Wie ist entscheidend. Dabei sind die leisen Töne oft besonders wirkungsvoll. Ein zartes Flüstern, ein gehauchter Halbsatz - all das kann ein wahres Feuerwerk entfachen.

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