Shampoo und Spülung: Welches Doppel passt zu mir?

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Mit dem richtigen Styling lässt sich die Mähne gut in Form bringen. Allerdings nur, wenn die Pflege stimmt! Denn sie ist die Basis für eine perfekt sitzende Frisur. Und Pflege fängt beim Waschen an! Aber wie macht man's am besten?

Das Shampoo sollte man lieber nicht direkt auf die Kopfhaut geben - sondern erst auf die Handflächen. Etwas aufschäumen, dann sanft im Haar verteilen. So vermeidet man, dass eine Stelle besonders viel abbekommt - andere Strähnen aber fast leer ausgehen. Beim Ausspülen gilt: bitte immer sehr gründlich sein.

Tipp: Ein kühler Guss zum Abschluss schließt die Schuppenschicht, sorgt so für Glanz.

Apropos spülen: Was sollte man in puncto Spülung beachten? Diese und weitere Fragen beantworten wir hier.

Shampoo und Spülung aus einer Linie: ein Muss? Profis raten zur "Systempflege": also dazu, alle Haarpflegeprodukte aus einer Linie zu verwenden. Das ergibt auch Sinn, denn die Wirkstoffe sind aufeinander abgestimmt, ergänzen sich. So können sie ihre optimale Wirkung entfalten - etwa für einen maximalen Volumen-Effekt: Bei der Pflegeserie "Fibralogy" von Elvital z. B. wird nach dem Shampoo sogar noch ein passender "Booster" verwendet, der zusammen mit der Spülung ausgewaschen wird.

Mein Haartyp ist nicht eindeutig. Was tun? Immer versuchen, auf alle Bedürfnisse einzugehen. Bei feinem, trockenem Haar z. B. statt auf fetthaltige Repair-Produkte auf solche setzen, die Feuchtigkeit spenden, die Haare nicht "herunterziehen". Inzwischen gibt es auch spezifische Pflegelinien, etwa für einen fettigen Ansatz bei trockenen Spitzen, z. B. "Ansatz & Spitzen", Schauma, oder für coloriertes Haar, dem Volumen fehlt, z. B. "Ever-Pure Farbpflege und Volumen", L'Oréal Paris.

Sollte ich coloriertes Haar weniger oft waschen? Tatsächlich sind Wasser und coloriertes Haar nicht gerade beste Freunde. Wasser kann zum einen Farbpigmente ausspülen. Auch kann im Wasser enthaltenes Kupfer z. B. mit der Coloration reagieren, sodass sich die Haarfarbe zunehmend verändern kann.

Trotzdem muss man bei der Haarwäsche nun nicht kürzertreten - man sollte nur eine speziell für coloriertes Haar entwickelte Pflegeserie benutzen, etwa mit schützenden Antioxidantien, z. B. "ColourFinity", Vidal Sassoon Pro Series. Auch schlau: spezielle Spülungen, die Farbpigmente enthalten, so die Farbe auffrischen, z. B. "Blonde Idol Custom-Tone", Redken, ca. 35 Euro.

Sind silikonfreie Produkte besser? "Für manche Haartypen ist es unerlässlich, Produkte mit Silikonen zu verwenden", sagt Dr. Elisabeth Poppe, Leiterin Internationale Produktentwicklung im Bereich Hair Care bei Henkel. Vor allem für stark geschädigtes Haar seien sie geeignet, auch widerspenstiges profitiere davon. Silikone legen sich wie ein Film ums Haar, geben Glanz und machen die Haare widerstandsfähiger. Kritiker sagen allerdings, dass Rückstände, vor allem von nicht wasserlöslichen Silikonen, das Haar beschweren können.

Pflegt Naturkosmetik genauso gut? Früher spürte man oft einen deutlichen Unterschied zu herkömmlichen Shampoos. Doch inzwischen haben die Hersteller die Formeln verbessert. Sie bieten Shampoos für verschiedene Haartypen an und haben auch Spülungen im Sortiment. Natürliche Inhaltsstoffe wie Hafer oder Zuckerrüben-Extrakt kräftigen hier das Haar. Z. B. von Weleda oder Speick.

Müsste man seine Pflege öfter mal wechseln? Hat man für seinen Haartyp die passende Serie gefunden, darf man ihr ruhig treu bleiben! Wechseln kann man, wenn sich z. B. die Länge verändert hat oder das Haar trockener ist als sonst. Sie haben den Eindruck, dass Ihre Pflege nicht mehr so gut wirkt, das Haar an Glanz verloren hat? Versuchen Sie, es mit einem Tiefenreinigungs-Shampoo gründlich zu säubern. Das kann sinnvoll sein, wenn man viele Stylingprodukte verwendet, denn diese hinterlassen Spuren. Z. B. "Tiefenreinigungs-Shampoo", Keralock, ca. 3 Euro.

Gehört auch eine Kur zum täglichen Beauty-Programm? Kuren sind sinnvoll, um das Haar - allerdings nur etwa einmal pro Woche - intensiv zu pflegen. Aber auch hier gilt: auf den Haartyp achten. Bei feinem Haar damit lieber sparsam umgehen, um es nicht zu überpflegen - gut sind leichte Sprühprodukte. Außerdem lieber nur in die Längen und Spitzen geben. Bei sprödem Haar wiederum darf das Produkt schön reichhaltig sein.

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