Sie ist bei der Geburt ihres Kindes gestorben

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Sie war 23 Minuten lang klinisch tot

Marina hatte während der Geburt ihres Sohnes Lincoln einen Herzinfarkt. Sie war 23 Minuten lang klinisch tot. Doch wie durch ein Wunder überlebte sie...

Bis zur 35 Schwangerschaftswoche war noch alles normal. Marina erlebte eine "Traumschwangerschaft", wie sie der australischen Women's Weekly erzählt. Doch dann änderte sich plötzlich alles.

Die Ärzte diagnostizierten eine Präeklampsie. Das bedeutet, sie hatte Eiweiß im Urin, Wassereinlagerungen und einen erhöhten Blutdruck. Sie kam ins Krankenhaus, wo sie überwacht wurde. Nach einigen Tagen beschlossen die Ärzte, dass sie einen Notkaiserschnitt machten müssten, um Marina und das Baby zu retten.

Als Marina für die Operation vorberietet wurde, bekam sie das Medikament Ranitidin. Das ist ein Standard-Medikament, das oft verabreicht wird und das es inzwischen sogar rezeptfrei in Apotheken gibt. Doch Marina war allergisch gegen das Medikament und bekam einen anaphylaktischen Schock.

Ein anaphylaktischer Schock auf Ranitidin ist extrem selten. Es gibt auf der ganzen Welt nur drei bekannte Fälle: eine Person starb daran, eine überlebte und eine war Marina.

Marinas Herz hörte auf zu schlagen. Die Ärzte mussten sofort handeln: Sie mussten sofort den Kaiserschnitte in dem nicht-sterilen Krankenhauszimmer von Marina durchführen, denn sie hatten keine Zeit, sie in eine sterile Umgebung zu bringen. Sie mussten das Baby so schnell wie möglich aus Marina heraus holen, denn erst dann konnten sie sie wiederbeleben.

Ihr Mann Kris war die ganze Zeit über mit im Raum. Er musste alles mit ansehen.

Innhalb von vier Minuten holten sie Marinas Sohn, den kleinen Lincoln, auf die Welt. Dann begannen sie, zu versuchen, Marina wiederzubeleben. Doch es war aussichtslos.

Die Ärzte hatten Marina schon abgeschrieben, dachten, sie würde es nicht mehr schaffen. Kris rief ihren Bruder an, der mit seiner Familie so schnell ins Krankenhaus geeilt ist, dass er ankam, als Marina noch tot war.

Marinas Bruder rief ihre Mutter an, die rief Marinas Vater an. Alle dachten, Marina hätte sie endgültig verlassen. Sie dachten, Marina sei tot.

Marina war für volle 23 Minuten klinisch tot. Dann hatte sie plötzlich wieder einen schwachen Puls. Die Ärzte teilten der Familie mit, dass Marina eine winzige Überlebenschance habe, aber sie sollen sich nicht allzu große Hoffnungen machen. Sie hatte innere Blutungen und wurde in ein anderes Krankenhaus verlegt, wo sie noch fünf weitere Tage im künstlichen Koma lag.

Marina schreibt, dass sie nicht mehr viel von der Zeit im neuen Krankenhaus weiß. Die Erinnerungen sind verschwommen. Sie weiß aber noch, dass jemand Fotos von ihrem Baby an die Lampe über ihrem Gesicht gehängt hatte. So wusste sie, dass Lincoln auf die Welt gekommen war und dass es ihm gut geht: "Es war ein tröstender Gedanke in einer beängstigenden Umgebung."

Als sie endgültig erwachte, waren ihre Erinnerungen bis zwei Tage vor dem Herzinfarkt weg. Sie hatte die Geburt und die Zeit im Krankenhaus vergessen. Ihre Freunde und Familie mussten ihr tagelang Stück für Stück helfen, ihre Erinnerungen wieder zusammen zu pflücken.

Es dauerte noch Tage (für eine junge Mutter ewig) bis Marina ihren Sohn sehen konnte. Da all ihre Rippen von den Wiederbelebungsmaßnahmen gebrochen waren, konnte sie ihn nur kurz halten und ihn nicht stillen.

"Es war ein langer, harter Weg, aber ich habe es geschafft optimistisch zu bleiben. Wissend, dass je schneller ich gesund werde, desto eher kann ich nach Hause und eine Mutter für meinen wunderschönen Jungen sein."

Marina hat großes Glück, dass sie keine bleibenden Schäden an Hirn oder Herz davontrug. Lincoln ist vollkommen gesunder Junge, obwohl er über vier Wochen zu früh auf die Welt kam und nur 2,4 Kilogramm wog. "Mein Kleiner scheint zu wissen, dass ich noch etwas Genesungszeit brauche, denn er schläft sehr gut."

Marina schließt ihren Bericht ab mit einem beeindrucken Fazit: "Er ist ein liebenswerter Junge, das Licht meines Lebens und absolut wert, für ihn zu sterben."

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