Sie sollte aufhören Krankheiten zu googeln ...

krebs google krankheiten
Ärzte sagten ihr, sie sollte aufhören ihre Krankheit zu googlen.
Foto: Bronte Doyne Facebook

Die Ärzte nahmen ihre Angst nicht ernst

…jetzt ist das Mädchen tot. Die Ärzte sagten ihr, sie solle aufhören ihre Krankheit zu googeln- und schickten sie einfach nachhause.

Jeder von uns hat es wohl schon einmal getan: Krankheitssymptome gegoogelt- und es gleich danach bereut. Denn das Internet schafft es immer wieder, Menschen mit wahllosen Symptomen davon zu überzeugen, Krebs zu haben oder schwanger zu sein. Erzählt man seinem Arzt von den Bedenken, wird man augenrollend abgetan. So erging es auch Bronte Doyne. Der Unterschied ist, dass ihre Sorgen berechtigt waren: Das Mädchen starb vor kurzem im Alter von 19 Jahren.

16 Monate vor ihrem Tod wird eine seltene Form von Leberkrebs bei Bronte diagnostiziert. Das Mädchen wird sofort operiert, nach dem Eingriff geben die Ärzte Entwarnung: Der Krebs ist entfernt, Bronte geheilt.

Doch die Erleichterung hält nicht lange an. Nachdem die 19-Jährige wieder zuhause ist, fängt sie an sich über ihre Krankheit zu informieren. Als sie Leberkrebs googelt, stößt sie auf die durchaus seriöse Seite einer amerikanischen Krebsforschung. Die Prognosen unterscheiden sich von denen ihrer Ärzte: Der Leberkrebs kommt häufig wieder.

Von nun an beginnt Bronte ganz besonders auf ihren Körper zu achten. Als sie sich erneut unwohl fühlt, wendet sich das Mädchen mit ihren Bedenken an ihren Arzt. Ihr Hausarzt schickt sie ins Krankenhaus, doch dort wird sie nicht ernst genommen. Mit Schmerzmitteln und den Worten, sie solle aufhören Krankheiten zu googlen, wird Bronte nachhause geschickt. Sechs Wochen später ist sie tot.

Jetzt hat ihre Mutter die Gedanken ihrer Tochter aus Tagebucheinträgen, SMS und Twitter-Beiträgen veröffentlicht. Sie möchte den Menschen zeigen, was sie durchgemacht hat und anderen Patienten vielleicht das Leben retten. Denn manchmal ist die eigene Intuition stärker als das Urteil der Ärzte. Bronte wusste, dass etwas nicht stimmte, unabhängig davon ob sie ihre Krankheit googelte, oder nicht:

„Ich kann euch nicht sagen, wie es sich anfühlt einem Onkologen zu sagen, dass er im Unrecht ist. Ich musste es, ich habe es satt ihnen zu vertrauen“, schreibt die 19-Jährige kurz vor ihrem Tod.

Im Nachhinein stellt sich heraus, dass Bronte während der gesamten Monate im Recht war. Die Veränderungen in ihrem Körper, die das Mädchen bereits Monate vorher wahrgenommen hatte, erwiesen sich als erneute Symptome des wiederkehrenden Leberkrebses. Heute geben die Ärzte zu, einen Fehler gemacht zu haben. Sie entschuldigen sich für die schlechte Kommunikation. Hätten die Ärzte das Mädchen früher ernst genommen, wäre sie heute vielleicht noch am Leben.

Kategorien: