Sieben Irrtümer über das Wasser trinken

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Ist stilles Wasser gesünder als Kohlensäurehaltiges? Und reicht ein Liter Wasser am Morgen für den ganzen Tag? Sieben Wasser-Mythen und ihre Wahrheiten.

Sie machen fünfmal die Woche Sport und trinken täglich drei Liter Wasser - die Beauty-Geheimnisse der Stars sind - ääähhmmm ja - fragwürdig ... So schwört Jennifer Aniston zum Beispiel auf Wasser mit Zitrone - eiskalt. Aber stimmt das wirklich? Kann kaltes Wasser beim Abnehmen helfen? Wir sind den größten Wasser-Mythen auf den Grund gegangen.

 

1. Stilles Wasser ist gesünder

 

Stimmt nicht. Ob man stilles Wasser oder Wasser mit Kohlensäure lieber mag, ist Geschmackssache. Was allerdings stimmt, ist, dass Kohlensäure bei manchen Menschen zu Schluckauf führt; auch Darmreizungen kann es hervorrufen. Daher beim Sport lieber auf das Bizzel-Wasser verzichten.

 

2. Im Sommer immer kaltes Wasser trinken

 

Stimmt nicht so ganz - die einen sagen so, die anderen so. Fakt ist: Wer eisgekühltes Wasser oder Saft trinkt, löst im Körper das falsche Signal aus. Hinzu kommt, dass sich die Blutgefäße verengen und sich von innnen wieder aufheizen können. Lieber zu warmem Wasser greifen. Nicht umsonst trinken die Menschen in südlichen Ländern auch an warmen Tagen heiße Getränke.

 

3. So viel trinken wie möglich

 

Stimmt nicht. Zwei Liter oder drei Liter? Eine eindeutige Regel gibt es nicht. Allerdings sagt man, dass gesunde junge Menschen trinken sollen, wenn sie durstig sind. Denn der Spruch "Wer Durst hat, trinkt zu spät", ist ebenfalls falsch. Ernährungswissenschaftler Uwe Knop zu Spiegel Online. "Durst in ein Signal des Körpers. Damit will er sagen: Ich brauche jetzt Wasser, nicht früher und nicht später."

Außerdem gibt auch ein zu viel. Erst kürzlich (Juli 2015) ist in Frankfurt beim Triathlon ein Sportler ums Leben gekommen, weil er zu viel Wasser getrunken hat. "Die Ursache für den Tod war zu 99 Prozent ein Hirnödem", sagte Leo Latasch, Leiter des ärztlichen Rettungsdienstes beim Frankfurter Gesundheitsamt, t-online.de. "Wir sprechen dann von einer Wasservergiftung. Leitungswasser enthält keine nennenswerten Mineralien."

 

4. Ein Liter Wasser am Morgen reicht für den ganzen Tag

 

Stimmt nicht. Denn - unser Körper kann kein Wasser speichern. Mineralstoffe ja - Flüssigkeit nicht. Lieber über den ganzen Tag verteilt Wasser trinken.

 

5. Duschen ersetzt Wasser trinken

 

Stimmt nicht. Dass der Körper über die Haut Wasser aufnimmt? Unsinn! ""Das ist dasselbe wie bei Sauerstoff-Wässern: ein Gerücht, dass sich hartnäckig hält", erklärt Ernährungsforscher Michael Pagelsdorf dem Westen. Dusche und Pool sind eine kühle Abwechslung, können das Trinken aber nicht ersetzen.

 

6. Ältere Menschen müssen weniger trinken als junge Menschen

 

Stimmt nicht. Und ist mehr als gefährlich. Denn - das Durstgefühl älterer Menschen trügt. Sie haben seltener Durst, trinken weniger. Bei älteren Menschen gilt anders als bei Jungen: Nicht erst trinken, wenn man Durst hat, sondern schon vorher (siehe Punkt Nummer 3). "Verliert die Niere mit zunehmenden Alter ihre Fähigkeit, den Harn zu konzentrieren, wird mehr Wasser ausgeschieden und die Gefahr des Austrocknens (Dehydration) steigt zusätzlich", schreibt gesundheit.de.

 

7. Wer über den Tag genug trinkt, kann am Abend darauf verzichten

 

Stimmt nicht. Das Gefährliche: Wer abends nichts mehr trinkt, riskiert Nierensteine. Heilpraxisnet schreibt: "Daher empfehlen Urologen, sich vor dem Zubettgehen noch ein Gläschen zu gönnen. Am besten Wasser und Kräuter- oder Früchtetee. Ein Zusatz von Zitronensaft hilft zudem, die Kristallisierung zu unterbinden."

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