Sieben Übungen in achtsamer Selbstliebe

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Foto: Corbis

Lernen Sie, sich selbst zu lieben.

Selbstliebe: Bedingungslos Ja sagen. Sich annehmen. Genau so, wie wir in diesem Moment sind. Diese Liebe schenkt uns den wichtigsten Verbündeten für ein glückliches Leben. Uns selbst.

Wir zeigen Ihnen sieben Übungen, mit denen Sie mehr Selbstliebe lernen. Denn wenn Sie sich nicht selbst lieben - wer soll es dann tun?

Der innere Coach

Nehmen Sie sich jeden Tag zehn Minuten Zeit, in denen Sie lauschen, was Ihre inneren Stimmen mitteilen möchten. Das klingt zunächst merkwürdig, aber diese Stimmen begleiten Sie ohnehin den ganzen Tag und flüstern Ihnen meist nur ein, wo sie wieder versagt oder etwas falsch gemacht haben. Doch wenn Sie den inneren Coach aktivieren, kann er das hemmende und zerstörerische Feedback stoppen und Sie nehmen mit der Zeit auch die lobenden positiven Stimmen wahr. Je besser Sie zuhören, desto leiser werden die sabotierenden Einflüsterungen des inneren Kritikers.

Lust auf Abenteuer

Jedes Gefühl hinterlässt eine Spur im Gehirn - diese Erkenntnis verdanken wir Hightech-Geräten wie PET, die genau aufzeigen, welche Areale im limbischen System bei Angst, Freude oder Trauer aktiviert werden. Daher weiß man heute auch, dass jede noch so kleine Mutprobe für neue Verknüpfungen der Nervenzellen sorgt. Egal, ob es sich um eine Rede, eine Reise in ein unbekanntes Land oder eine ehrliche Entschuldigung handelt. Und je mehr Mutproben ein Mensch absolviert, desto mehr Hirnsynapsen haben sich zusammengeschaltet und desto größer ist die hierfür abgespeicherte Datenmenge, auf die man in Krisenzeiten zurückgreifen kann. Jedes Wagnis, auf das man sich einlässt, sorgt zudem für eine Überflutung mit Endorphinen (Glückshormonen). "Ich-starke Menschen sind geradezu süchtig nach diesem Positiv-Kick, sie verlassen immer wieder ihre Komfortzone und stellen sich neuen Herausforderungen", sagt der US-Psychologe David Myers.

Selbstliebe braucht Selbst-Respekt

Jeder hat Bereiche, die er für nicht liebenswert hält. Doch sobald wir auf bestimmte Teile wirklich wütend sind, beginnt der Missbrauch. Vielleicht greifen wir dann zu Alkohol, Zigaretten oder essen Dinge, die nicht gut für uns sind. Sagen Sie Stopp zu dem Zerstörer in Ihnen. Hilfreich ist dieser Satz: "Ich liebe und akzeptiere mich genau so, wie ich bin."

Der Zauberspiegel

Wir schauen in den Spiegel und das, was wir sehen, gefällt uns nicht - so geht es jedenfalls vielen Menschen. Ihnen legt Louise L. Hay folgende Affirmation ans Herz, die ihr selbst sehr geholfen hat. Wichtig ist, diese Botschaft ans Unterbewusste mindesten 50-mal pro Tag zu wiederholen, damit sie ihre Wirkung entfalten kann: "Ich nehme mir die Zeit, zu lernen, wie mein Körper funktioniert und welche Nahrung er benötigt, um optimal gesund zu sein. Je mehr ich meinen Körper liebe, desto gesünder fühle ich mich."

Pausen machen

Wie viele Pausen wollen Sie heute machen? Pausen zum Innehalten, zum Genießen, zum Krafttanken? Manchmal braucht es nur eine Minute, um wieder bei sich anzukommen. Lieben Sie sich so sehr, dass es Pausen geben darf? Können Sie einfach mal nichts tun?

Die Kraft der Dankbarkeit

Dankbarkeit ist die intensivste Form positiven Bewusstseins - die Quelle der Lebensfreude. Denn Dankbarkeit setzt nichts als selbstverständlich voraus. Der Wissenschaftler Mihaly Csikszentmihalyi sagt: "Menschen, die mit dem Schicksal hadern, richten ihre Aufmerksamkeit auf das, was sie unzufrieden macht. Die Glücklichen hingegen haben ihren Blick trainiert für die Dinge, die erfreulich sind." Seine Testpersonen waren nicht etwa deshalb dankbar, weil sie grundsätzlich glückliche Menschen sind, sie sind vielmehr glücklich, weil sie dankbar sind. Dankbarkeit ist also eine Art Glückshormon. Wer jeden Tag damit beginnt, sich eine Minute lang die Dinge vor Augen zu führen, für die er dankbar ist, wird schon bald mehr Lebensfreude verspüren.

Selbstliebe erfordert Ehrlichkeit

Bei Anforderungen - sei es, dass andere sie an uns stellen oder die Situation sie scheinbar verlangt - sollten wir zuerst innehalten und uns fragen: Will ich das wirklich? Bin ich tatsächlich die Einzige, die dafür in Frage kommt? Und erst dann handeln, wenn wir diesen Punkt für uns geklärt haben. Das erspart uns Verpflichtungen, die uns einengen, und faule Kompromisse - und ist letztlich ein ehrlicher Akt der Selbstliebe.

Text: Christiane Schönemann

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