Simon Baker: „Frauen sind spannender als Männer!“

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Simon Baker
Foto: Getty Images

Interview mit Simon Baker

Der charmante Australier Simon Baker lässt sich von seinen Fans gerne umflirten, ist seiner Frau aber seit 22 Jahren treu. Das intime Interview auf JOY.de

Ein Interview mit Simon Baker fühlt sich an wie ein Treffen mit einem Kumpel. „Hi mate, nice to see you“, sagt er freundlich lächelnd und mit einem festen Händedruck beim Treffen im edlen „St. Pancras Renaissance“-Hotel in London. Durch seine blonde Wuschelmähne und die lockere, schlaksige Art wirkt er wie ein erwachsener Surferboy.

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Der 1,80 Meter große Australier schaut einen mit seinen blaugrünen Augen die ganze Zeit über aufmerksam an – fast als wolle er einem in die Seele blicken. Und sofort wird klar, warum Simon Baker ausgerechnet in seiner Rolle als „Mentalist“ mit herausragender Beobachtungsgabe seinen Durchbruch feierte. Aber wie zum Ausgleich lässt auch der Mann mit dem Röntgenblick im Gespräch tief blicken …

JOY: Ihre aktuelle Komödie heißt „Das hält kein Jahr!“ Sie sind glücklich verheiratet. Wie lange hält Ihre Ehe schon?

Simon Baker: Meine Frau Rebecca und ich kennen uns seit 22 Jahren und sind davon 15 verheiratet. Darauf bin ich sehr stolz – vor allem weil man Hollywood-Ehen ja in Hundejahren zählen kann (lacht).

Wie haben Sie sich kennengelernt?

Freunde haben uns einander vorgestellt. Es war so etwas wie ein arrangiertes Blind Date – das haben Rebecca und ich aber beide nicht gemerkt. Peinlich, dass ich als „Mentalist“ für solche Dinge zu blind bin (lacht). Allerdings war ich zu diesem Zeitpunkt auch noch mit einer anderen Frau zusammen, doch unseren Verkupplern war das offenbar egal. Als dann acht Monate später meine Beziehung in die Brüche ging, starteten sie einen zweiten Versuch – dieses Mal mit Erfolg!

Glauben Sie an Liebe auf den ersten Blick?

Ich würde es nicht sofort Liebe nennen. Aber es gibt Menschen, bei denen die Chemie schon beim ersten Treffen stimmt, und sie fühlen sich direkt unwiderstehlich voneinander angezogen. So war es auch mit meiner Frau. Wir verknallten uns nicht Hals über Kopf, aber spürten eine Verbindung. Darauf haben wir dann aufgebaut.

Erzählen Sie uns von Ihrer Trauung?

Wir hielten uns nicht an die traditionelle Reihenfolge: erst Hochzeit, dann Nachwuchs, sondern machten es umgekehrt. Unsere Stella war schon fünf, als wir uns das Jawort gaben. Wir haben übrigens sogar zweimal geheiratet. Zuerst am Strand von Kalifornien – nur ich mit meinen zwei Mädels und dann noch mal groß in Australien.

Sie heirateten im „verflixten siebten Jahr“ Ihrer Beziehung. Es lief aber trotzdem alles glatt, oder?!

Fast! Wir hatten unserer Tochter auch einen Ring gekauft, damit wir drei alle einen angesteckt bekommen. Doch Stella hat ihn im Sand verloren und war natürlich am Boden zerstört. Glücklicherweise war ihr Schmuckstück wesentlich günstiger als unsere ...(lacht).

Hat Ihr Erfolg in Hollywood Ihrer Beziehung nie geschadet?

Meinen Durchbruch mit „The Mentalist“ hatte ich mit Ende 30, also recht spät. Es ist verrückt, wenn dich plötzlich jeder behandelt, als ob du etwas Besonders bist, das kann deinen Charakter verändern und ist der gefährliche Teil des Erfolgs. Aber ich wusste immer, wo ich hingehöre!

Wie verarbeiten Sie die Aufmerksamkeit Ihrer vielen weiblichen Fans?

Ich genieße sie! Frauen finde ich generell viel interessanter als Männer – also auf einer rein platonischen Ebene (lacht). Frauen sind wesentlich komplexer als wir. Männer konzentrieren sich eher auf eine Sache, während Frauen 15 Dinge gleichzeitig tun müssen, sonst langweilen sie sich.

Was für ein Vater sind Sie: streng oder eher der Kumpeltyp?

Ich würde mich als vernünftig und etwas altmodisch bezeichnen. Manieren, Respekt anderen gegenüber, Verantwortung und Pünktlichkeit waren mir bei der Erziehung sehr wichtig! Ich ermutige die drei aber auch immer, Neues auszuprobieren.

Wie sah Ihre Kindheit aus?

Ich war so oft es ging mit Freunden am Strand surfen. Als Siebenjähriger stand ich zum ersten Mal auf dem Brett. Mein Haar war fast weiß, so sehr war es von der Sonne ausgeblichen.

Wollten Sie dann nicht lieber Profi-Surfer werden?

Ja, ich habe schon davon geträumt, aber heute bin ich froh über meine Entscheidung. Als Surfer wäre ich jetzt in meinem Alter erledigt, als Schauspieler habe ich das Gefühl, der beste Teil meiner Karriere beginnt gerade erst!

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