Sind Sie eine Lockenfrau oder der Bob-Typ?

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Mit nichts kann man sein Image so sehr ändern wie mit einer Frisur. Wann haben Sie den nächsten Friseurtermin?
Foto: Schwarzkopf

Frisuren-Check

Lange Haare? Kurze Haare? Locken oder glattes Haar? Was Ihre Frisur über den Charakter verrät...

"Mensch, was hast du denn mit deiner Frisur gemacht?"

Jeder kennt den Schreck, der einem bei dieser Frage in die Glieder fährt. Warum? Weil Haare seit Urzeiten für die Menschheit eine besonders große Rolle spielen.

So hielten die Indianer sie für den Sitz der Seele. Die Griechen sahen lange Haare als Geschenk der Götter an. Und die Germanen trugen den üppigen Kopfschmuck, um damit Stärke zu symbolisieren.

Mythos Haar - bis heute hat sich daran nichts geändert.

Im Gegenteil:

Mehr denn je werden Frisuren zum "Ego Marketing”, wie es Psychologen nennen, eingesetzt. Da wird gekämmt, geschnitten und gefärbt, nur um sich der Umwelt so zu präsentieren, wie man sich sieht oder vielleicht auch nur gesehen werden will. Die Frisur, urteilen Fachleute, verrät viel über den Charakter und die Lebenseinstellung seiner Trägerin.

Typ 1: LANGE HAARE

Flirten, die lange Mähne schwungvoll schütteln oder kokett um den Finger wickeln, um damit den Beschützer-Instinkt zu wecken - das ist das Ding der Langhaar-Frauen. Sie wissen sämtliche Register weiblicher Verführungskunst zu ziehen, was bei Männern fast immer den gewünschten Erfolg erzielt.

Allerdings gibt es auch eine Kehrseite der Medaille: Tüchtige Langhaar-Feen erhalten im Beruf häufig nicht die Anerkennung, die sie verdienen.

Bekennend weiblich und intelligent, das scheint für Außenstehende nicht zusammenzupassen. Damit das Image einer Führungsposition nicht im Wege steht, trennen sich daher viele im Laufe ihrer beruflichen Entwicklung von ihrer Frisur.

Typ 2: DER LOCKENKOPF

Ob Natur oder Dauerwelle: Frauen mit Locken gelten als aufgeschlossener in der Liebe als ihre glatthaarigen Geschlechtsgenossinnen. Sie beherrschen sämtliche Regeln der Verführungskunst und verfügen gleichzeitig über eine gute Portion Mütterlichkeit.

Wer ist bereit, nach der Liebe zum Kühlschrank zu gehen, um dem Liebsten etwas zu trinken zu holen? Die Lockenfrau. Sie hat den Ruf, unkompliziert, anpassungsfähig und anhänglich zu sein.

Im Beruf gilt allerdings manchmal das Vorurteil: zuviel Weibchen, zuwenig Profi. Sogar mangelnde Disziplin wird ihr nachgesagt.

Kein Wunder also, daß in den Chefetagen nur selten Vorgesetzte zu finden sind, die gern Löckchen zeigen. Ausnahmen wie die Politikerin Renate Schmidt bestätigen natürlich auch hier die Regel.

Typ 3: KINNLANG MIT PONY

Die Liebhaberin dieser Haartracht steht mit beiden Beinen auf der Erde. Ihre Attribute: vernünftig, praktisch, ausgesprochen solide - was manchmal als langweilig interpretiert wird.

Dabei sind Frauen mit der mädchenhaften Halblangfrisur sehr viel raffinierter, als man es ihnen zutraut.

Hinter diesem Typ verbergen sich nämlich verkappte "Langmähnen-Wesen”, die es leid sind, vorschnell "enttarnt” zu werden - intelligente, karrierebewußte Frauen, die sich gegen das Weibchen-Schema wehren, ohne sich deshalb gleich die Haare raspelkurz schneiden zu lassen.

Typ 4: RAFFINIERT HOCHGESTECKT

Die elegante Hochsteckfrisur oder der bewußt unordentliche Knoten signalisieren: Ich will alles, Karriere und Macht, ohne auf Glamour und feminines Aussehen zu verzichten - Hauptsache, ich habe meinen großen Auftritt.

Frauen, die diese Mode bevorzugen, tragen ihren Kopf ein paar Zentimeter höher als ihre Geschlechtsgenossinnen und nehmen dabei in Kauf, als kühl abgestempelt zu werden.

Die stolzen Schönen gelten als schwer zu erobern. Nur sehr selbstbewußte Männer wagen es, diese Herausforderung anzunehmen. Und genau das ist ihre Absicht: Durchschnittstypen sind Ivana Trump & Co. ohnehin ein Greuel.

Typ 5: KURZER POWER-SCHNITT

Die kurzen Haare - ursprünglich den Männern abgeguckt - sind ein klares Bekenntnis zur Professionalität. Frauen, die viel um die Ohren haben, wollen den Kopf frei haben - da sind lange Haare einfach im Weg.

Kurzhaarigen geht es in erster Linie darum, ernst genommen zu werden. Mit dem Mut zum Schnitt demonstrieren sie Selbstbewußtsein und die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen, Risiken einzugehen.

Führungskräfte verbinden mit dieser Frisur Kompetenz und Sachlichkeit. Vielleicht ist das der Grund, warum die Macher von mehr oder weniger "coolen” Reportage-Sendungen am liebsten kurzhaarige Moderatorinnen durchs Programm führen lassen.

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