Ski très chic!

ski tres chic

Traumpisten in den französischen Alpen

Wenn Skilaufen zum Schaulaufen wird: Christine Bredow testete das Winterparadies Trois Vallées, wo Promis wie Normalsterbliche bis Mai Partys und Pulverschnee genießen.

Party auf der Piste: Die besten Freizeit-Abenteuer in Trois Vallées in der Galerie! (12 Bilder)

"Christine, halt nach dem Dahu Ausschau!", rät mir Skilehrer Julien am ersten Tag in der Gondel. "Er ist 1,20 Meter groß und eine Mischung aus Gemse, Kuh und Bernhardiner. Sein Fell ist braun, die Beine sind auf einer Seite kürzer als auf der anderen, damit er an steilen Berghängen gehen kann."Sehr witzig - klingt wie ein Verwandter unseres bayerischen Wolpertingers. "Man weiß nie, wo und wann er auftaucht", flüstert Julien verschwörerisch, "aber wenn er dich mit seinen schwarzen Augen ansieht , wird dir ein großer Wunsch in Erfüllung gehen." Ui, vielleicht wartet das Fabelwesen ja schon oben an der Bergstation!Am 3.200 Meter hohen Cime de Caron finde ich zwar kein Dahu, aber ein atemberaubendes Panorama . Hunderte französischer, schweizer und italienischer Gipfel türmen sich majestätisch in allen Richtungen auf, überzuckert mit frischem Neuschnee.Unten im Tal liegt Val Thorens. Der Skiort gehört zum Verbund Les Trois Vallées, die drei Täler. Sie heißen Saint Bon-Courchevel, Méribel-les-Allues sowie Belleville und bilden zusammen das größte Skigebiet der Welt. Es erstreckt sich über 16 Dörfer, 400 Quadratkilometer und 334 Pisten. Ein Paradies für Skifahrer und Boarder jeden Levels .

Schwelgen im Schnee

Die nächsten Tage gleite ich abwechselnd über unberührte Freeride-Hänge und die schönsten markierten Abfahrten. Es gibt vier Schwierigkeitsstufen: grün, blau, rot und schwarz, von Baby-Berg bis Profi-Piste. Meine Favoriten sind die steile "Combe de Caron" (wegen der Aussicht) und "Cascades", ein anspruchsvoller Buckelhang.Ganz nebenbei schlemme ich mich auf den Hütten durch die deftigen Savoyer Spezialitäten, am liebsten im "Chalet de Caron" auf der sonnigsten Terrasse der Region. Was es da gibt? Vor allem Käse, als Raclette oder Fondue, mit Schinken und Salami. Edler speist man unten im Ort, etwa im "L'Épicurien". Das Restaurant bietet einen Mix aus französischen Klassikern wie Gänseleber und exotischen Gerichten aus der ganzen Welt von Sushi bis Tortillas.Auch beim Après-Ski wird viel geboten. Ideal: Alle Locations im autofreien Val Thorens sind leicht zu Fuß zu erreichen. Als Warm-up trifft man sich auf ein Bier beim Bowling (8,50 Euro pro Person), im Anschluss ist Bar-Hopping angesagt: Tequila im "El Gringo's Café", XL-Cocktails in der Dance-Bar "Le Monde", und die kleine "Rhum' Box" lockt mit 36 verschiedenen Sorten Rum (zum Beispiel Schoko oder Mango). Ganz Sportliche gehen im Anschluss noch tanzen: Im "Malaysia" sorgen Live-Bands jeden Tag für Partystimmung bis Sonnenaufgang .Wer es am nächsten Tag dann nicht auf die Piste schafft, kann gemütlich zum Schneeschuhwandern gehen oder eine Fahrt auf der Rodelbahn "Le Toboggan" wagen: Sechs Kilometer lang, stellenweise ultrasteil und mit engen Kehren. Ein Riesenspaß , denn wenn man falsch bremst, saust man aus der Kurve und landet im weichen Schnee!

Slalom zum Sternekoch

Von Val Thorens düse ich auf der Piste nach Les Menuires. Das zehn Kilometer entfernte Nachbardorf liegt etwas tiefer auf 1.850 Metern und ist perfekt, wenn es weiter oben zu windig ist oder zu kalt. Les Menuires ist ein typischer Reißbrett-Skiort aus den 60er-Jahren, mit günstigen Apartment-Anlagen, optimaler Infrastruktur und direktem Pistenzugang ohne Warteschlangen.Neuestes Highlight ist der Snowpark: Hier kann man wie die Profis Slalom, Sprünge und Buckelpistenfahren üben. Doch auch für Nicht-Skifahrer gibt es ein großes Angebot: Rodeln auf Gummireifen, eine Tour im Hundeschlitten oder Schnee-Buggy-Cruisen.Party auf der Piste: Die besten Freizeit-Abenteuer in Trois Vallées in der Galerie! (12 Bilder)Ein besonderes Erlebnis ist das Dinner im "La Bouitte". Die Küchenchefs René und Maxime Meilleur sind Meister der Molekularküche. Das heißt, sie verändern und mischen Zutaten so, dass die Ursprungsform kaum noch zu erkennen ist.Im Ergebnis gibt es dann grünes Tomatenwasser im Reagenzglas, Apfelkaviar mit Blüten, die auf der Zunge britzeln, und Süßkartoffel-Eis. Für die kühnen Kreationen wurde das Lokal letztes Jahr mit einem zweiten "Michelin"-Stern ausgezeichnet (Menü ab 52 Euro). Tipp: Am besten gleich dort übernachten, denn der Wein ist auch ziemlich lecker.

Snow Society

Mein dritter Stopp, 44 Kilometer weiter, ist der Promi-Hotspot der Trois Vallées: Courchevel. Hier carven die Beckhams und Beyoncé , Uma Thurman und - nur einmal mit ihm im Lift sitzen! - George Clooney. Man reist im Hubschrauber an und logiert in Nobelhotels wie "Le Saint Roch" oder "Les Airelles" (Doppelzimmer/Halbpension ab 1.100 Euro). Auf den Hütten legen Top-DJs auf, dazu schlürft man Champagner und Austern.Genauso wichtig wie Skifahren ist das Shopping . Must-haves der Saison: "Courchevel"-Ski von Lacroix (hab ich getestet: Noch nie bin ich so gut den Berg runtergekommen), Abendroben in Valentino-Rot und Party-Outfits von "Princess Victoire" (tragen auch Madonna und J.Lo).Das ist dann auch die "Eintrittskarte" fürs "Les Caves", die Top-Celebrity-Disco . Da sollte man auf jeden Fall hin, denn einige Gäste berichten, sie hätten beim Verlassen des Clubs ein merkwürdiges Tier gesehen. Mit großen schwarzen Kulleraugen. Aber das kann auch am Champagner gelegen haben. Einmal um die Welt in 14 Tagen Die schönsten Liebeshotels Die besten Outfits für die Piste auf COSMOPOLITAN Online

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