Slow Food - entschleunigter Genuss

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Nur wer langsam isst, kann genießen - das Motto von "Slow Food".
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Nur keine Hektik: Der Trend zum langsamen Essen

Fast Food kennt jeder, Slow Food ("Langsames Essen") nicht unbedingt. Mit dem beliebten Bio hat der Trend nur am Rande zu tun. Was macht ihn dennoch so reizvoll?

Wir hatten es gerade verinnerlicht: Bio ist besser! Ob bei Möhren oder Eiern - es kommen stets nur Biolebensmittel auf den Tisch. Aber nach diversen Skandalen ist die Verunsicherung groß. Wir wissen, dass man auf Bio nicht immer vertrauen kann. Eine aktuelle Studie ergab sogar: So einige Biolebensmittel sind kaum gesünder als konventionell erzeugte Produkte. Und Bezeichnungen wie "alternativ" oder aus " integriertem Anbau" führen uns absichtlich in die Irre. Das hat sich inzwischen herumgesprochen. Folge: Eine andere Bewegung wird neu entdeckt - "Slow Food".

Slow Food kontra Fast Food

Slow Food heißt "Langsames Essen". Und das ist bei dieser Ernährungsform Programm: Entschleunigung wird großgeschrieben - und Qualität. Die Gegenbewegung also zu Fast Food, dem schnellen Essen. Slow Food kann, muss aber nicht Bio sein. Denn wer gestresst durch die ganze Stadt rennt, um eine spezielle Bio-Kiwi aus Neuseeland zu ergattern, tut weder sich noch der Umwelt Gutes.Wer Slow Food liebt, bevorzugt traditionelle Lebensmittel aus der Region und nutzt das saisonale Angebot von Obst und Gemüse. Produkte mit Biosiegeln, die außerhalb der Saison auf weiten Wegen zu uns transportiert werden, machen keinen Sinn. Dann lieber sauber produzierte Lebensmittel von kleinen Höfen aus dem Umland. Wenn sie Bio sind, umso besser! Aber auch eine schlichte Bratwurst mit frischem Salat vom Wochenmarkt kann Slow Food sein. Oder Hausgemachtes aus dem bäuerlichen Hofladen.

Was zählt, ist Qualität

Die Slow-Food-Idee stellt in unserer hektischen Zeit Genuss und Geschmack in den Vordergrund. Starten wir doch mit der Besinnung auf Qualität. Was können wir da verbessern? Ein eigener Beitrag zu Slow Food können auch auf der Fensterbank gezogene Kräuter oder Tomaten vom Balkon sein. Wir können ihnen beim Wachsen zuschauen - und später schmeckt es umso besser. Ganz ohne Stress!

Worauf kommt es bei Slow Food also an?

Die richtige Mischung macht's! Zuerst sollten wir uns für eine ausgewogene, bewusste Ernährung entscheiden. Gute Qualität der Zutaten ist die Basis, aber ein anregendes Gespräch in gemütlicher Runde an einem stimmungsvoll gedeckten Tisch ist durch nichts zu ersetzen. Wichtig ist: Sich Zeit lassen beim Essen, die Speisen bewusst genießen und eine Wohlfühl-Atmosphäre schaffen. So leben wir nicht nur besser, sondern auch gesünder.