Smartphone für Kinder: Worauf Eltern achten sollten

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Sicherheitstipps für Kinder am Smartphone

Immer mehr Kinder möchten immer früher ein eigenes Smartphone haben. Doch kann das gut gehen? Wir haben Tipps für mehr Sicherheit bei der Smartphone-Nutzung für Eltern und Kinder.

29 Prozent der 7- bis 12-Jährigen und sogar 78 Prozent der Kinder zwischen 13 und 17 Jahren besitzen ein Smartphone.

Laut einer Umfrage von Deals.com in Zusammenarbeit mit Ipsos unterstützen Eltern das aus ganz einfachen, nachvollziehbaren Gründen: 82 Prozent der Eltern erlauben ihrem Kind ein Smartphone, damit es sie im Notfall immer erreichen kann. 75 Prozent geben an, dass es ihnen aber gleichzeitig wichtig ist, selbst ihr Kind jederzeit erreichen zu können

Doch wie bringe ich meinem Kind bei, bei der Smartphone-Nutzung auf Sicherheit und geringe Kosten zu achten?

Der Mobilfunkprovider mobilcom-debitel gibt Tipps für Eltern, die überlegen, ihrem Kind ein Smartphone zu kaufen:

Erst Handy, dann Smartphone

Wenn Ihr Kind noch sehr jung ist (im Grundschulalter zum Beispiel) und es Ihnen vor allem darum geht, dass Sie Ihr Kind besser erreichen, dann schenken Sie ihm doch erst ein Handy. Also ein Mobiltelefon ohne Internetzugang. Wenn Sie dann feststellen, dass Ihr Kind verantwortungsvoll mit dem Handy umgehen kann, können Sie ihm ein Smartphone kaufen.

Prepaid oder Laufzeitvertrag?

Wenn das Smartphone Ihres Kindes einen Prepaid-Vertrag hat, birgt das den Vorteil, dass Sie die volle Kostenkontrolle haben.

Doch auch ein Laufzeitvertrag hat Vorteile: Zum Beispiel hat Ihr Kind - allein schon weil es mit Freunden darüber gesprochen hat - wahrscheinlich schon konkrete Vorstellungen davon, welches Smartphone es haben möchte. Doch das tollste, schönste und neueste Modell kann ziemlich teuer sein. Bei Abschluss eines Laufzeitvertrages gibt es gute, moderne Smartphones oft schon für nur einen Euro dazu.

Außerdem kann Ihr Kind mit einem Laufzeitvertrag immer mit Ihnen telefonieren - nicht nur dann, wenn es gerade Guthaben hat.

Zuletzt sind in den Laufzeitverträgen inzwischen meist Flatrates enthalten (Telefonie-, SMS-, und/oder Surf-Flat), so dass es sogar günstiger sein kann, einen Vertrag zu wählen.

Spezielle Smartphone-Verträge für Kinder

Viele Mobilfunkanbieter bieten spezielle Verträge oder Zusatzoptionen für Kinder an. So können Sie Sicherheits- und Kostenschranken zum Vertrag dazu buchen. Fragen Sie dazu am besten bei Ihrem Anbieter nach.

Praktische Tipps wenn Ihr Kind ein Smartphone hat:

Zeit ist Geld: Erklären Sie Ihrem Kind, dass Telefonieren, SMS und Internetbesuche (je nachTarif) Geld kosten.

Irgendwann ist Schluss: Vereinbaren Sie mit Ihrem Kind feste Zeiten, zu denen das Handy ein- und ausgeschaltet wird.

Notfallplan: Einigen Sie sich schon im Vorfeld darüber, was passiert, wenn das Smartphone geklaut oder beschädigt wird.

Vorsicht ist besser als Nachsicht: Reden Sie mit Ihrem Kind in aller Ruhe - nicht zwischen Tür und Angel - über den sinnvollen Umgang mit dem mobilen Internet. Surfen Sie vielleicht sogar am Anfang gemeinsam mit Ihrem Kind und zeigen Sie ihm gute und sichere Seiten.

Machen Sie Ihrem Kind unbedingt deutlich, dass Fotos und persönliche Daten (Adresse etc.), die es per Handy verschickt oder in soziale Netzwerke stellt, für jeden zugänglich gemacht werden können.

(Siehe dazu auch: Sexting: Der gefährliche Internet-Trend
oder auch: Shitstorm - die üble Lust am Mobbing im Netz und Mobbing in der Schule: wie helfe ich meinem Kind? )

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