So fühlen sich Depressionen an

Ein Mädchen versucht ihrer Mutter ihre Depression zu erklären

Jeder ist manchmal frustriert. Oder traurig. Oder unmotiviert. Doch wenn ein Mensch an Depressionen leidet, gehen die Gefühle darüber hinaus. Was Außenstehende nur selten verstehen: Depressionen sind ebenso eine Krankheit, wie ein gebrochener Arm. Nur dass letzterer wahrscheinlich sogar einfacher zu heilen ist.

Nur langsam wächst die Akzeptanz von psychischen Krankheiten, diese auch als solche zu sehen. In der Gesellschaft stoßen unter Depressionen leidende Menschen noch immer auf Unverständnis. Kann man sich nicht zusammenreißen? Nein. Denn eine Depression ist viel mehr als schlechte Laune.

Außenstehende können nur selten nachfühlen, was in einem Betroffenen vorgeht. Das möchte Sabrina Benaim ändern. Denn Sabrina weiß, wie man sich fühlt. Sie selbst leidet unter Depressionen. Und sie leidet unter dem Unverständnis ihrer Mitmenschen. Bei einem Poetry Slam wagt sie einen Versuch, der Gesellschaft zu erklären, wie Depressionen sich wirklich anfühlen.

Die Präsentation ist so anschaulich, wie persönlich, dass sie unter die Haut geht. Das ist ein Ausschnitt des Auftritts „Explaining My Depression to My Mother“, den jeder gesehen haben sollte, um ein bisschen mehr Licht in das Dunkel einer Depression zu bringen:

„Mama, ich habe keine Angst vor dem Dunkeln. Vielleicht ist das ein Teil des Problems. Mama sagt: ‚Ich dachte, dein Problem sei, dass du nicht aus dem Bett kommst.‘ Ich kann nicht. Die Angst hält mich als Geisel in meinem eigenen Haus, meinem eigenen Kopf gefangen. Mama sagt: ‚Wo kommt die Angst denn her?‘ Angst ist der Cousin, der zu Besuch aus einer anderen Stadt kommt, den die Depression meint zur Party mitbringen zu müssen. Mama, ich bin die Party. Eine Party, auf der ich gar nicht sein will.“

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Wer unter Depression leidet, stößt häufig auf Unverständnis. Ein Mädchen versucht bei einem Poetry Slam zu erklären, wie sich Depressionen wirklich anfühlen.

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