So gesund ist Löwenzahn!

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Von der Blüte bis zur Wurzel - Löwenzahn ist gesünder, als viele glauben
Foto: Vaivirga / iStock

Von wegen Unkraut! Gesundwunder Löwenzahn

Ob als Tee, Sirup, Salat... seine Blüten, seine Wurzeln... Löwenzahn wächst überall und seine Wirkung wird von den meisten komplett unterschätzt. So gesund ist Löwenzahn wirklich!

Als lästiges Unkraut ist er überall bekannt. Weniger dagegen als erstaunliches Heilmittel, obwohl Löwenzahn bereits in alten arabischen Medizinschriften empfohlen wurde.

Löwenzahn ist reich an den Vitaminen A, B, C und D und den Mineralstoffen Kalium und Kalzium. Die Blätter enthalten zudem Karotinoide, die Wurzel heilende Pflanzenstoffe. Geschätzt wird Löwenzahn wegen seiner entgiftenden und harntreibenden Wirkung, die vor allem für Blase, Leber und Galle günstig ist.

Allergiker (Korbblütler-Allergie) sollten mit Löwenzahn allerdings vorsichtig sein!

So unterstützt Löwenzahn unsere Gesundheit


• Löwenzahn hilft dem Stoffwechsel

Bei Blähungen, Appetitlosigkeit, gestörtem Gallenfluss und beginnenden Harnwegsinfekten kann Löwenzahn helfen. Die Bitterstoffe der Pflanze wirken leicht harntreibend und sanft abführend.

Die getrockneten Blüten und Wurzeln der Pflanze enthalten Bitterstoffe, Flavonoide, Mineralstoffe und Gerbstoffe, die unter anderem die Nieren anregen und dafür sorgen, dass sie kleine Steine ausspülen.

Die gute Wirkung auf den Stoffwechsel zieht reichlich gute Folgen mit sich:


• Löwenzahn ist gut für die Haut

Mineralstoffe wie Magnesium, Kalium und Mangan fördern die Hautregeneration. Damit hilft Löwenzahn zum Beispiel bei Akne.

Sein BitterstoffTaraxin hilft der Niere beim Entgiften (wie oben bereits erwähnt) – das sorgt für rosige, pralle Haut.


• Löwenzahn gibt Muskeln Geschmeidigkeit

Als Massageöl regen die gelben Blüten den Hautstoffwechsel an und lockern Muskeln (Rezept siehe unten).


• Löwenzahn stärkt die Knochen

Das in den Blättern enthaltene Magnesium stärkt die Knochen und ist wichtig für die Muskelfunktion.


• Löwenzahnwurzel als Energielieferant

Die Wurzel der "Pusteblume" ist lecker auf Butterbrot. In ihr steckt viel Inulin. Das ist eine pflanzliche Stärke, die unser Körper zur Energiegewinnung nutzen kann. Inulin beeinflusst unseren Blutzuckerspiegel nicht. Deshalb können auch Diabetiker die Wurzel bedenkenlos verzehren.


• Löwenzahn reinigt das Blut

Löwenzahn enthält reichlich Vitamine, Spurenelemente und Bitterstoffe. Diese Substanzen aktivieren die Galle, die Leber und die Nieren und befreien zudem das Blut von Stoffwechselprodukten.


• Löwenzahnsaft gegen Warzen

Einfach frischen Löwenzahn pflücken und die Stiele knicken. Die weiße Milch, die dabei austritt, tupft man direkt auf die Warze. Und das zwei- bis dreimal täglich, zwei bis vier Wochen lang. Der Saft löst die Warze langsam auf.


• Löwenzahn hilft bei Schuppen

Eine genaue Erklärung und Anleitung findest du hier >>

• Löwenzahn wirkt krebshemmend

Zu diesem Punkt gibt es viele merkwürdig "spirituelle" Artikel im Internet. Doch zum Glück gibt es auch ein paar wissenschaftliche Studien:

Das International Journal of Oncology veröffentlichte 2008 eine klinische Studie, die die Wirkung von Löwenzahnblättern auf Brust- und Prostatakrebszellen untersuchte. Ein Tee aus den Blättern reduzierte die Anzahl der Krebszellen. Löwenzahnwurzeltee erreichte keine solche Wirkung bei diesen Krebszellen.

Im Journal of Ethnopharmacology erschien im Januar 2011 eine Studie, bei der es um die Wirkung von Löwenzahnwurzeltee auf Leukämiezellen ging. Tatsächlich fand die Studie heraus, dass der Tee Leukämiezellen tötete. Eine weitere Studie des International Journal of Oncology aus dem Jahr 2011 bestätigte die Entdeckung, dass Löwenzahnwurzeln anscheinend bösartige Melanomzellen angreife, gesunde Zellen aber nicht. Zumindest bei Leukämie.

Die besten Rezepte und Zubereitungstipps mit Löwenzahn

Löwenzahn-Tee

1 bis 2 Teelöffel geschnittene Löwenzahn-Blätter (bitte nicht vom Straßenrand sammeln) mit 1/4 Liter kaltem Wasser übergießen, zum Sieden bringen und 1 Minute lang kochen. Nach 10 Minuten abseihen. Den Tee innerhalb von 15 bis 20 Minuten trinken.

Speziell bei Nierenleiden: Wenn du an Nierensteinen leidest, übergieße zwei Esslöffel Löwenzahnwurzel und -kraut (auch in der Apotheke erhältlich) mit einem halben Liter kaltem Wasser. Aufkochen und den Sud 20 Minuten ziehen lassen. Dann seihe ihn ab und verdünne den Tee mit einem Liter warmen Wasser. Trink ihn innerhalb von 15 bis 20 Minuten. Er fördert die Harnproduktion, so können die kleinen Nierensteine ausgespült werden.

Kurmäßig sollte man den Tee allerdings nicht länger als vier Wochen trinken.

Löwenzahn-Salat

Einfach seine zarten Blätter einem gemischten Salat beimengen - mit viel Zitrone, Knoblauch und Öl. Aus Italien, Frankreich, Belgien und der Schweiz kommt seit einiger Zeit auch Zucht-Löwenzahn, der nicht nur im Frühjahr schmeckt.

Er hat einen kräftigen, würzigen, zartbitteren Geschmack, der an Endivie und Chicorée erinnert. Wilder Löwenzahn enthält mehr Bitterstoffe als der kultivierte, dafür aber auch mehr Vitamine und Mineralstoffe.

Löwenzahnblütensirup:

Sammeln Sie die Blüten nicht am Straßenrand (Schadstoffbelastung), und entfernen Sie stets die grünen Kelche! 300 Gramm Blüten in zwei Liter Wasser kurz aufkochen. Über Nacht ziehen lassen. Dann durch ein Leinentuch auspressen. Diesen Blütenauszug noch einmal aufkochen. Jetzt rühren Sie zwei Kilo Roh-Rohrzucker dazu. Dann sollte die Flüssigkeit auf kleinster Flamme langsam mehrere Stunden köcheln, bis ein dicker Sirup entsteht. Zwei Zitronen in Scheiben, sechs frische Ingwerwurzel-Scheiben sowie zwei Teelöffel von der geriebenen Schale einer Bio-Orange dazugeben. Der Blütensirup ist nach drei bis vier Stunden fertig. Füllen Sie ihn in kleine Schraubgläser. So hält er drei bis vier Monate. Er schmeckt köstlich auf Vollkornbrot mit etwas Butter und liefert schnelle Energie.

Löwenzahn aus der Pfanne

Blanchiere die grünen Blätter und brate sie dann mit Olivenöl und klein gewürfeltem Knoblauch an. Mit Zitronensaft, Salz, Pfeffer abschmecken und mit geriebenem Käse genießen.

Löwenzahn-Pesto

Olivenöl, Nüsse (z. B. Pinienkerne, Walnüsse), Knoblauch, Pecorino-Käse und Löwenzahn so lange pürieren, bis eine sämige Soße entstanden ist. Abschmecken und mit Bauernbrot servieren.

Löwenzahn-Massageöl

Ein Schraubdeckelglas mit Blüten füllen. Mit Olivenöl aufgießen. 4 - 6 Wochen warm und hell stellen, ab und zu schütteln. Dann Öl filtern. Dunkel aufbewahren.

Wer keine frischen Blätter findet, kann es auch mit Löwenzahnsaft (Reformladen) oder Löwenzahnwurzeltee aus der Apotheke versuchen.

Noch mehr überraschend gesunde Zutaten: Datteln, reife Bananen mit braunen Flecken und zum Beispiel Eier!

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