Geld sparenRundfunkbeitrag: So lässt du dich befreien und bekommst Geld zurück!

rundfunkbeitrag befreiung
Seit Januar 2017 können Verbraucher Rundfunkbeiträge der letzten drei Jahre zurück holen
Foto: ollo / iStock

 

Zahlst du GEZ (also den Rundfunkbeitrag) und musst es vielleicht gar nicht?

Rechnungen zahlt niemand gerne aber der Rundfunkbeitrag ist besonders verhasst. Dabei kann man sich so leicht von ihm befreien lassen - es machen nur viel zu wenige.

Jeder Haushalt muss einen Rundfunkbeitrag zahlen, auch wenn überhaupt kein Fernseher oder Radio da ist. Das hat das Bundesverwaltungsgericht beschlossen. Besteht also keine Chance auf Befreiung von der Zwangsabgabe?

Doch - es nutzen sie nur viel zu wenige! Denn bestimmte Personengruppen sind von der Rundfunkgebühr befreit oder bekommen eine Ermäßigung. Viele wissen aber nichts davon und verschenken so unnötig Geld.

Zudem gilt seit Januar 2017 ein neues Gesetz zum Rundfunkbeitrag: Verbraucher können sich zu viel gezahlte Rundfunkbeiträge zurück erstatten lassen - und zwar rückwirkend für bis zu drei Jahre! Belegt ist diese Regelung im 19. Rundfunkstaatsvertrag. 17,50 Euro pro Monat sind schließlich 210 Euro im Jahr! Auf drei Jahre hochgerechnet, kann man also bis zu 630 Euro zurückbekommen! Ein einfacher Antrag mit den entsprechenden Belegen genügt.

 

Diese Menschen sind vom Rundfunkbeitrag befreit - gehörst du dazu?

ALGII-Empfänger und Sozialhilfeempfänger, Empfänger von Hilfe zum Lebensunterhalt, Empfänger von Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung

Wenn du arbeitslos bist und ALGII empfängst oder Sozialhilfeempfänger bist, brauchst du gar nichts für TV- oder Radioempfang zu bezahlen. Du musst aber eine Bescheinigung über den Leistungsbezug vorlegen oder einen aktuellen Bewilligungsbescheid. Damit gehst du zur Stadtverwaltung und füllst dort einen Antrag auf Befreiung von der Rundfunkgebühr aus. Härtefälle - Personen mit geringem Einkommen - können sich teilweise befreien lassen.

Blinde und Gehörlose

Völlig befreit von der Rundfunkgebühr sind auch Blinde, Gehörlose und Taubblinde. Wer über 60 Prozent Sehverlust nachweisen kann oder einen Hörschaden ("Meschen, die gehörlos sind oder denen eine ausreichende Verständigung über das Gehör auch mit Hörhilfen nicht möglich ist"), bekommt zumindest eine Ermäßigung.

Schwerbehinderte Menschen

Menschen, die zu mindestens 80 Prozent dauerhaft schwerbehindert sind, sollten einen Antrag auf Ermäßigung stellen. Wenn du auch bestimmte Sozialleistungen erhälst, ist auch eine komplette Befreiung vom Rundfunkbeitrag möglich.

Pflegebedürftige

Wer Pflegeleistungen erhält, braucht ebenfalls keinen Beitrag zu zahlen. Das gilt auch für Menschen, die dauerhaft in Pflege-, Alten- oder Obdachlosenheimen leben.

Studenten und Auszubildende

Auszubildende und Studenten, die nicht mehr bei ihren Eltern wohnen, können ganz umsonst Radio hören oder fernsehen. Voraussetzung ist allerdings, dass sie BaföG bekommen oder eine Berufsausbildungsbeihilfe erhalten. Antragsformulare gibt es bei der Behörde, die auch die Leistung zahlt.

Dauer der Ermäßigung

In der Regel gelten Befreiung oder Ermäßigung, solange die jeweilige Leistung gewährt wird. Bevor sie ausläuft, musst du rechtzeitig einen neuen Antrag auf Befreiung oder Ermäßigung stellen.

Wohngemeinschaften

Familien, Wohngemeinschaften und nichteheliche Lebensgemeinschaften zahlen nur einen Beitrag pro Wohnung. Diese Regelung gilt zwar bereits seit 2013, doch es kommt gar nicht so selten vor, dass mehrere Mitglieder einer WG weiter Gebühren zahlen, obwohl das nicht nötig ist. Du selbst (und deine Mitbewohner) musst aber aktiv werden, um das zu ändern.

Weitere Informationen sowie Antragsformulare zum Herunterladen findest du auf der Internetseite www.rundfunkbeitrag.de.

 

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