So läuft bei der Probearbeit alles glatt

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Während der Probearbeit können wichtige Weichen gestellt werden.
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Ein neuer Job winkt, aber Ihr zukünftiger Arbeitgeber möchte Sie vor der Einstellung noch etwas besser kennen lernen und bittet Sie um einige Tage "Probearbeit"? Wir verraten, worauf Sie achten müssen.

Arbeitslohn

Grundsätzlich gilt: Fragen Sie auf jeden Fall vorher nach, ob der Arbeitstag oder die Arbeitswoche zur Probe vergütet wird oder nicht. Denn das kann Ihnen viel Ärger ersparen. In der Regel werden Sie für Ihre Arbeit entlohnt, denn schließlich verdient der Chef mit Ihren ja auch Geld – z.B. wenn Sie als Friseurin an Ihrem Probe-Arbeitstag Kundinnen übernehmen.

Sie sollten aber auf jeden Fall vorher klären, wieviel Sie bekommen. Ihr Stundenlohn sollte nicht unter zwei Dritteln des üblichen in der Branche gezahlten Lohns liegen.

Sollte es keine Absprache über das Gehalt geben, wird gezahlt, was sonst für diese Arbeit üblich ist, also z.B. nach Tarif. Das ist per Gesetz im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) § 612 verankert.

Etwas anders sieht es aus, wenn Sie von Ihrem Vorgesetzten nicht zum Arbeiten, sondern ausschließlich zum "Schnuppern" bestellt werden.

Dann handelt es sich um ein so genanntes "Einfühlungsverhältnis", bei dem Sie sich selbst einen Überblick verschaffen und Kollegen kennenlernen können. Dafür muss nicht gezahlt werden.

Entscheidend für die Abgrenzung von Probearbeitsverhältnis und Einfühlungsverhältnis ist, ob der Chef vorgibt, was, wann und wo zu arbeiten ist, also sein Direktionsrecht ausübt, oder ob er Sie einfach nur zuschauen lässt.

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