So machen Sie Ihren Garten winterfest

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Foto: Werner Dieterich/Westend61/Corbis

Altweibersommer. Der Garten leuchtet in warmen Rottönen, die schräg stehende Sonne wirft lange Schatten, erste Blätter fallen. Nun gilt es, den Garten winterfest zu machen und Vorbereitungen für die kalten Tage zu treffen. Guter Kälteschutz für Pflanzen, Möbel und Gebäude - vor dem ersten Frost - ist ein absolutes Muss. Folgendes sollten Sie beherzigen:

Hecken: Schneiden Sie Ihre Hecken möglichst lange vor dem ersten Frost zum letzten Mal. Auf großen Grundstücken erleichtern benzinbetriebene Heckenscheren die Arbeit, um den Garten winterfest zu machen. Hobbygärtner sollten für den leisen Einsatz rund ums Haus lieber Elektromodelle verwenden. Wen dabei das Stromkabel stört, der kann auf Akku-Heckenscheren zurückgreifen, die durch ihren leisen Lauf und null Emissionen überzeugen. Spezialisten wie Stihl (www.stihl.de) halten Kraftpakete mit 36-Volt-Lithium-Ionen-Akku bereit. Die HSA 65 (UVP 279 Euro) beispielsweise verfügt mit einer Akkuladung über eine Laufzeit von bis zu 45 Minuten. Ihre scharfen Spezialmesser bezwingen bis zu 22 Millimeter dicke Äste.

Beete: Dringt Frost in den Wurzelbereich der Gewächse, gefriert das Zellwasser, die Pflanze wird geschädigt oder stirbt ab. Gemüse- und Zierbeete werden deswegen mit Stroh abgedeckt. Noch besser ist Stalldünger, Sie können aber auch Bretter oder Tücher verwenden, damit die Beete winterfest werden.

Bäume: Wenn der Wassergehalt unter der Rinde beim ersten Frost noch nicht ausreichend reduziert ist, können auch winterharte Holzgewächse Schaden nehmen. Bestreichen Sie die Stämme Ihrer Gehölze deshalb mit Kalk. Das führt zu einer geringeren Erwärmung am Tage. Fazit: Die Pflanze reduziert rechtzeitig den Wassergehalt, wird winterfest.

Mulchen: Jedes Jahr die gleiche Frage: Wohin mit dem Pflanzenmüll? Moderne Häcksler wie der GE 35 L von Viking (UVP 549 Euro) verringern das Abfall-Volumen deutlich und zerkleinern selbst sperrige Äste mühelos. Den entstandenen Mulch können Sie hervorragend zur Frostschutzabdeckung verwenden, Ihre Pflanzen werden es lieben. Informationen: www.viking-garden.com.

Rosen: Ist die letzte Prachtrose des Jahres mit einer dafür geeigneten Gartenschere, etwa der Ciso Akku Gartenschere von Bosch (UVP 69,99 Euro; www.bosch-pt.de), quetschungsfrei abgeschnitten, sollten Sie keine Schnitte mehr an den Rosen vornehmen. Stattdessen gilt es, die Stämme gut mit Erde anzuhäufen und den Boden mit Filz oder Reisig abzudecken. Das schützt vor der Kälte und verhindert die Wasserverdunstung, die den Rosen im Winter oft mehr zu schaffen macht als der Frost.

Kübelpflanzen: Die letzte Düngung Ihrer Kübelpflanzen sollte im September erfolgen, danach kann das Wachstum langsam zur Ruhe kommen. Holen Sie Ihre Schätze nicht zu früh herein, dies fördert den Ungezieferbefall - je länger die Pflanze draußen steht, desto mehr härtet sie ab. Achten Sie darauf, eingetrocknete und abgefallene Blätter gründlich zu entfernen, da abgestorbenes Blattwerk bereits von Pilzkrankheiten befallen sein könnte. Nach Schädlingen auch während des Winters regelmäßig Ausschau halten! Rücken Sie Kübelpflanzen, die draußen bleiben, nah an die Hauswand, da ist es wärmer. Am besten zusätzlich einen Leinensack über die Krone legen und die Erde mit Stroh bedecken. Fingerspitzengefühl ist auch beim winterlichen Gießen gefragt: Die Topfballen sollen zwar trocken gehalten werden, aber nicht vertrocknen. Daher alle drei Wochen wässern.

Folienhäuser: In der kalten Jahreszeit müssen Zitronenbaum, Oleander, Begonien, Fuchsien und Co. in ein geschütztes Winterquartier. Ideal ist ein heller, vor Zugluft geschützter Standort mit Temperaturen zwischen fünf und zehn Grad Celsius, beispielsweise ein Kleingewächshaus oder eine lichttransparente Freiland-Überwinterungshilfe aus wetterbeständiger, doppellagiger Spezialfolie (Florino Größe L: 599 Euro). Der Hintergrund: Bei entsprechender Kühle kommt der Stoffwechsel der Pflanze zur Ruhe, für den „Ruhe-Stoffwechsel“ braucht sie aber dennoch genügend Helligkeit. Steht die Pflanze zu lichtarm und zu warm, wirft sie die Blätter ab. Gut, wenn die Gartenschätze einfach an ihrem Standort im Freien verbleiben und dort geschützt die kalten Monate frostfrei überdauern können (mehr Informationen: www.florino-online.de).

Holz: Müssen Ihre Holzmöbel im Freien überwintern, soltlen sie winterfest gemacht werden. Schützen Sie sie der Umwelt zuliebe am besten durch ein natürliches, feuchtigkeitsregulierendes Spezialöl aus pflanzlichen Rohstoffen. Hölzerne Gartenmöbel werden dadurch wasserabweisend und sind einfach nachzupflegen. Das "Arbeiten" des Holzes wird deutlich vermindert. Für stärker strapazierte Flächen ist der Einsatz von Naturhartwachs (Hartwachsöl von bio pin 19,60 Euro) oder eine Versiegelung mit einem lösemittelfreien Biolack (Decklack von bio pin für 9,95 Euro, www.biopin.de) ideal. Mit Hilfe der Holzgrundierung von Hornbach, die mit dem "Blauen Engel" vom Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) für Nachhaltigkeit, Innovation und verantwortungsbewusstes Handeln ausgezeichnet wurde, beugen Sie zudem Pilz- und Insektenbefall vor. Übrigens: Harte Tropenhölzer wie Teak oder Eukalyptus sind von Natur aus resistent gegen Pilzbefall. Sie müssen lediglich vor Flecken, Schmutz und Staub geschützt werden. Um sie winterfest zu machen, bestreichen Sie die Oberfläche nach gründlicher Säuberung ein- bis zweimal jährlich mit einem speziellen Öl, zum Beispiel Leinöl.

Rattan: Rattan ist durch seinen hohen Ölgehalt auf natürliche Art winterfest und vor Verwitterung geschützt. Unlackierte Möbel pflegt man deshalb lediglich mit Zitronenöl, lackierte lassen sich mit Möbelpolitur wieder auffrischen. Generell genügt ein gelegentliches Befeuchten mit dem Wasserzerstäuber oder das Abreiben der Möbel mit einem feuchten Tuch. Dies sollte jedoch nicht zu oft geschehen, sonst kann das Material verstocken und brüchig werden. Die Zugabe von Sattelseife hält Rattan länger geschmeidig.

Aluminium: Aluminiummöbel sind federleicht und witterungsunempfindlich, also winterfest, können aber leicht verkratzen. Zur Pflege also niemals Scheuermittel verwenden, sondern mildes Spülmittel und ein weiches Tuch.

Feuerverzinktes Metall: Abwischen, abtrocknen – fertig. Mehr Pflege und Schutz brauchen feuerverzinkte Gartenmöbel nicht um winterfest zu sein. Die Beschichtung schützt das Metall für Jahrzehnte vor Korrosion und Rost, selbst wenn die Gartenausstattung immer im Freien steht. Feuerverzinken ist zeitgemäßer "Korrosionsschutz ab Werk": Umweltschonend, werterhaltend und eines der wirtschaftlichsten Langzeitschutzverfahren überhaupt. Wo und wie Sie Ihre Möbel verzinken lassen können, finden Sie unter www.feuerverzinken.com.

Metall.: Sind Gartenmöbel aus Metall Wind und Wetter ausgesetzt, korrodieren sie. Sitzt der Rost erst einmal tief im Material, muss er bis aufs blanke Metall abgetragen werden. Danach sollte eine Rostschutzgrundierung aufgetragen werden, um die Metallmöbel widerstandsfähiger zu machen, darüber dann ein Metallschutzlack im gewünschten Farbton. Um diesen Arbeitsaufwand so gering wie möglich zu halten, sollten Metallmöbel unbedingt abgedeckt oder im Keller gelagert werden, also winterfest stehen. Praktische Abdeckhauben, wie die Sitzgruppenhaube Oval, gibt es für 176 Euro bei www.schutzhauben-abdeckhauben.com.

Kunststoff: Kunststoffmöbel können Sie ohne Bedenken im Freien lassen. Zur Pflege genügen Wasser und Seife, hartnäckige Flecken werden mit Schmutz und Fett lösenden Reinigungsmitteln behandelt. Möbel aus Kunststoff finden Sie bei livingo.de .

Glasüberdachungen und Wintergärten: Am sichersten überwintern Ihre Pflanzen hinter Glas. Alternativ zum komplett geschlossenen Wintergarten (z.B. SDL Nobiles von Solarlux; www.solarlux.de) kann man auch mit den Glasdachsystemen "Terrado" von Klaiber (www.klaiber.de) mit deutlich geringerem Aufwand und in kürzester Zeit ein elegantes Dach aus schlanken Aluminiumprofilen errichten. Führungsschienen für ein Markisentuch sind bereits integriert, mit Seitenverglasungen, Türen und Fensterelementen kann das Glasdach nach Ihrem individuellen Bedarf wachsen. Wen die Aussicht auf endloses Fensterputzen schreckt, dem sei die Seite www.saubere-fenster.com empfohlen. Die dort empfohlene Wintergartenverglasung von SGG BIOCLEAN ST 150 bietet durch beidseitige Beschichtung eine erhebliche Reduzierung des Pflegeaufwands. Übrigens: Selbst im Spätherbst entwickelt die Sonne noch genügend Kraft, um im Innern des gläsernen Anbaus unangenehm hohe Temperaturen zu erzeugen. Ein guter Sonnenschutz ist daher unerlässlich. Ideal sind hier Kassettenmarkisen, z.B. die "Casabox" von Klaiber (www.klaiber).

Holzterrassen: Aufgrund ihrer sprichwörtlichen Härte eignet sich Eiche besonders gut für die Verarbeitung im Außenbereich und übersteht auch den Winter problemlos, so winterfestist sie. Dielen aus wetterbeständigem Hartholz bieten Hersteller wie Moco fertig vorbereitet für die Anlage der Terrasse an, die passenden Unterkonstruktionen sind dort ebenfalls erhältlich. Den Bau schaffen Selbermacher ohne weiteres noch in diesem Jahr. Alle Informationen gibt es unter www.moco.de.

Natursteinböden: Naturstein teppiche, wie Risto von Omnifloor, bestehen aus kleinem Quarzkies oder feinem Marmorgranulat, das mit einem Harz gebunden wird. Das Material hält ein Leben lang, ist frostsicher, auf (fast) jedem Untergrund verlegbar - im Innen-bereich ebenso wie auf Terrasse, Balkon oder Gartenwegen – und binnen 24 Stunden voll belastbar. Näheres unter www.risto-deutschland.de.

Laubendach: Das Dach als oberstes Element kleiner Gartengebäude, wie Lauben, Pavillons oder Geräteschuppen, ist Umwelteinflüssen besonders stark ausgesetzt. Schon die Babylonier schützten ihre Dächer vor Wasser mit Bitumen, einem natürlich vorkommenden Gemisch aus organischen Stoffen. Es ist in Wasser praktisch unlöslich. Aus Bitumen sowie organischen Faserstoffen und Kunstharzen werden Onduvilla Dach - und Wandplatten hergestellt, die in puncto Optik mit einer Ziegeleindeckung ohne weiteres mithalten können. Auch ungeübte Heimwerker können die beständigen, robusten und dennoch leichten Platten mühelos verlegen (www.onduline.de).

Gartenschlauch: In der Erde verlegte Wasserleitungen sind durch ihre Tiefe vor Frost geschützt, nicht so der Schlauch im Garten - er ist nicht winterfest. Darin noch enthaltene Wasserreste, die sich bei Frost ausdehnen, können den Schlauch zum Platzen bringen. Also unbedingt abschrauben und warm und trocken lagern, bevor es richtig kalt wird.

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