So rächen sich Frauen

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Foto: Christian Jung, fotolia

Beziehungsärger

Sie ist süß, sagt man. Mag sein. Aber Rache ist auch gemein und oft kindisch zerstörerisch. Wir haben ein paar wahre Heimsuchungen gesammelt (anonym natürlich!).

BITTE ABSCHLEPPEN!

Ich dachte immer, es passiert nur anderen! Nach elf Jahren Ehe hatte sich mein Mann in eine Jüngere verliebt, mich mit unserem Sohn sitzen lassen. Ich geriet ins totale Gefühlschaos. Ich war abwechselnd fassungslos, wütend, verzweifelt. An dem Tag, als ich mir den Zweitschlüssel seines geliebten Mercedes schnappte, zu seinem Büro-Parkplatz ging und das Auto im absoluten Halteverbot in der City parkte, fühlte ich mich, glaube ich, eher wütend. Sieben Minuten später entdeckte ihn die Polizei, kurz darauf kam der Abschleppwagen. Das weiß ich so genau, weil ich mir einen Kaffee gegenüber gönnte und jede Minute genoss. Mein Ex musste um die 400 Euro abdrücken, obwohl er geschworen hat, sein Auto dort niemals abgestellt zu haben. Die ganze Aktion tat mir wahnsinnig gut! Aber wenn ich ehrlich bin: Ein bisschen sehr hart war es schon.

RING-FAHNDUNG

Meine Freundin hatte mich gewarnt, ich fing trotzdem etwas mit einem notorischen Frauen-Hopper an. Es war toll - drei Monate. Dann gestand er mir, sich in eine andere verliebt zu haben. Erst habe ich ein paar Nächte durchgeheult, dann wollte ich nur noch Rache. Ich kaufte einen billigen Ring und schrieb eine Karte dazu: "Liebste Anne, ich kann ohne dich nicht mehr leben. Thomas." Das kleine Kästchen hübsch zu verpacken und seiner neuen Freundin Britta zu schicken, ging mir flüssig von der Hand. Kurz darauf war Tomas wieder Single...

SCHROTT

Jens liebte seinen Flatscreen-Fernseher. Leider liebte er auch eine andere Frau, als ich für drei Monate Praktikum in Spanien war. Ich schrieb verliebte Mails, er reagierte nicht, auch nicht auf Anrufe. Ich flog nach Hause, fuhr zu ihm - es öffnete mir: die Neue! In einem reflexartigen Moment behauptete ich, der Fernseher gehöre mir. Kurz darauf war ich auf dem Weg zum Recyclinghof. Erst als die Müllpresse das edle Teil zermalmte, fühlte ich mich besser.

KRESSE

"Man versteht sich halt nicht mit allen Kollegen!" Das Mantra musste ich mir täglich auf dem Weg zum Job vorbeten. Denn eine Kollegin war ein hinterlistiges, karrieregeiles Ding. Meine Restsympathien verspielte sie, als sie mir die Schuld für ein Projekt anhängte, das WIR in den Sand gesetzt hatten. Ich war bedient. Nach Wochen hatte sich die Lage entspannt, ich war beim Kollegenessen bei ihr zu Hause dabei. Als die anderen die Wohnung besichtigten, blieb ich im Wohnzimmer, schützte ein Telefonat vor. Mit der Angst, entdeckt zu werden, und auch komischem Gefühl, verteilte ich ein Päckchen Kressesamen vom Balkon auf dem hochflorigen Flokati. Dann schnappte ich mir den Pflanzensprüher und wünschte einen guten Wuchs!

DAS BAD UND DIE BÜRSTE

Was für ein Arschpirat! Ich war geladen, als ich meine Restsachen aus dem Bad räumte. Eigentlich hatten wir uns sauber getrennt, wollten sogar "Freunde bleiben". Doch dann kamen mir Dinge zu Ohren, die er über mich verbreitet hatte. Sehr unfein! Da lächelte mir seine Zahnbürste entgegen. Kurze Zeit später fand ich mich kniend vor seiner Toilette wieder. Mit kreisenden Bewegungen unterzog ich der Schüssel, die es nötig hatte, eine Reinigung. Um nicht zu gemein zu werden, tunkte ich die Bürste noch einmal ins Wasser und stellte das unschuldige Ding wieder an seinen Platz. Als die Wohnungstür ein letztes Mal hinter mir ins Schloss fiel, war ich irgendwie beschwingt.

WOHNUNG FREI

Wir verstanden uns sofort super. Gut, was Jungs anging, hatte Katja einen an der Marmel, aber sonst war es toll. Auf einer unserer vielen Partys verknallte ich mich in Marcel. Natürlich erzählte ich es Katja, wir heckten sogar Pläne aus, wo ich Marcel am ehesten begegnen würde. Die Strategie ging auf, ich traf Marcel häufiger. Nach zwei Wochen kam der Knall: Sie gestand, Marcel habe sich in sie verliebt. Und ob es mir etwas ausmachen würde. Ich war zu stolz, ja zu sagen, dabei hätte ich ihr am liebsten meinen Ballerina auf den Kopf geklatscht. Doch ich entschied mich anders: Zwei Tage später stand ihre Altbauwohnung zum Schnäppchenpreis im Wochenblatt. Den Besichtigungstermin hatte jemand auf halb sieben Samstagmorgen gelegt. Ohne Anmeldung!

BRANDGEFAHR

Ich glaubte, er hätte sich eine Überraschung ausgedacht! Die sah aber so aus: "Wir haben heute Männerabend." Kuss, weg war er. Gegen einen Männerabend hatte ich nichts einzuwenden - aber nicht an meinem Geburtstag! Als er abends nach Hause kam, um zu duschen, hatte ich ihm fürsorglich seine Shorts rausgelegt. Die ich vorher von innen mit Thermosalbe eingerieben hatte. Es wurde ein sehr kurzer Männerabend.

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