SOKO Tierschutz für Lush Prize 2015 nominiert

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Der Lush Prize ehrt Einzelpersonen und Organisationen, die sich aktiv gegen Tierversuche in der Wissenschaft einsetzen.
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Lush Prize: Größte Förderung gegen Tierversuche in der Wissenschaft

In London wird am 20. November wieder der Lush Prize verliehen. Dieses Jahr ist auch die SOKO Tierschutz für den Preis gegen Tierversuche nominiert.

Nächsten Freitag ist es wieder soweit: Das Royal Institute of British Architects in London öffnet seine Türen, um tierversuchsfreie Wissenschaft auf der ganzen Welt zu ehren. Der Lush Prize wird jährlich von dem Kosmetikunternehmen Lush und der Organisation Ethical Consumer verliehen.

Insgesamt bewarben sich 51 Wissenschaftler, Organisationen und Aktivisten aus neun Ländern für den Tierschutzpreis. Unter den Gewinnern wird ein Preisgeld von 450.000 Pfund, umgerechnet über 640.000 Euro, verteilt, die bisher größte Förderung für die Abschaffung von Tierversuchen in der Wissenschaft.

Drei der Tierversuchsgegner stammen dieses Jahr aus Deutschland: Nominiert ist unter anderem die SOKO Tierschutz. Der gemeinnützige Verein ist in der Kategorie Öffentlichkeitsarbeit für den Lush Prize vorgeschlagen und zeichnet sich durch herausragendes Engagement im Bereich Tier-, Umwelt- und Verbraucherschutz aus. Sprecher Friedrich Mülln freut sich über die Nominierung: „Wir finden es gut, dass Firmen öffentlich Stellung zu Themen wie Tierversuche beziehen und damit zu wichtigen Impulsgebern für den ethischen Fortschritt werden und Strukturen für diesen Wandel unterstützen.“

Die SOKO Tierschutz sorgte insbesondere durch ihre Aufklärungsarbeit und Hintergrundreportagen zum Thema Hirnforschung an Primaten für Aufsehen. In der bisher größten Undercover-Recherche des Vereins wurden erschreckende Zustände in einem Tierversuchslabor des Max-Planck-Instituts in Tübingen aufgedeckt.

Des Weiteren nominiert für den diesjährigen Lush Prize sind die deutschen Nachwuchsforscherinnen Ilka Maschmeyer und Laura Bray. Erstere forscht an der TU Berlin an möglichen Ersatzmethoden für Tierversuche. Die 29-Jährige könnte die Förderung gut gebrauchen – bisher fließt nur wenig Geld in die Alternativenforschung.

Auch die 27-jährige Laura Bray arbeitet an einer Lösung, Tierversuche in der Wissenschaft langfristig zu ersetzen. Die Forscherin ist aufgrund ihrer herausragenden Weiterentwicklung der InVitro Testmethoden am Leibniz-Institut Dresden für den Preis nominiert.

Das Projekt Lush Prize geht bereits in die vierte Runde. Die Initiatoren hoffen, mit ihrem Preis das Bewusstsein für die Relevanz der Forschung zu stärken und somit Tierversuche in der Wissenschaft langfristig abzuschaffen.

(ww4)

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