Sommer, Sonne, Kopfschmerz

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Strahlender Sonnenschein und warme Temperaturen laden zu Freizeitaktivitäten an der frischen Luft ein. Ausgerechnet jetzt kann es passieren, dass quälende Kopfschmerzen die gute Laune verderben.

Es ist keine Seltenheit, dass die sommerliche Hitze und das schwülwarme Klima in den Monaten von Juni bis August Kopfschmerzen erzeugen. Forscher der Harvard- Universität in Boston fanden heraus, dass eine Zunahme um fünf Grad Celsius das Risko von Kopfschmerzen um 7,5 Prozent erhöht. Auch ein Abfall des Luftdrucks führt zu Beschwerden. Hohe Ozonwerte von über 150 μg/cbm Luft können ebenfalls das Befinden beeinträchtigen. 10 bis 20 % der Bevölkerung reagieren darauf mit Kopfschmerzen und Symptomen wie Schwindel und einer eingeschränkten körperlichen Leistungsfähigkeit.

"Wenn das Umweltbundesamt Ozonwarnungen herausgibt, lassen Sie das Auto stehen und halten Sie sich möglichst nicht zu lange auf viel befahrenen Straßen in den Innenstädten auf", rät Dr. Konrad Luckner, Chefarzt der Abteilung für Neurologie im Krankenhaus Buchholz. "Außerdem sollten Sie körperliche Anstrengung vermeiden." Ein weiterer möglicher Grund für Kopfschmerzen im Sommer sind Veränderungen des Biorhythmus. Die längere Sonnenscheindauer verändert die Ausschüttung von Nervensignalsubstanzen und Hormonen. Kein Wunder, wenn auch der Kopf durcheinander gerät und Alarmsignale sendet. Ferner kommt es aufgrund der Wärme zu einer vermehrten Ausscheidung von Flüssigkeit. Dabei gehen dem Körper Mineralstoffe verloren. Zusammen führt dies zu einem trägeren Stoffwechsel. Die Folge: Giftstoffe werden zu langsam ausgeschieden. Sogar die Gehirnhaut kann schmerzhaft anschwellen. Eine angemessene Flüssigkeitszufuhr beugt dem Sommerkopfschmerz vor und ist zugleich das einfachste Gegenmittel. "Trinken Sie immer ausreichend, am besten mindestens zwei Liter pro Tag", rät Dr. Luckner. So kommen Kreislauf und Stoffwechsel wieder in Schwung.

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