Spartipps: So senken Sie Ihre Nebenkosten

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So können Sie bei den Nebenkosten sparen...
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Inhalt
  1. So heizen Sie richtig
  2. Strom sparen
  3. Hier lässt sich Wasser sparen
  4. Gebot der Wirtschaftlichkeit
  5. Nebenkosten von der Steuer absetzen
  6. Vorauszahlungen anpassen
  7. Müll reduzieren

Ihre Nebenkosten sind zu hoch? Wir haben Spartipps!

Oh Schreck! Die Nebenkosten für Ihre Wohnung sind viel zu hoch? Wir haben Tipps für Sie, wie Sie die Nebenkosten für Ihre Mietwohnung oder Ihr Miethaus senken können.

Alle Jahre wieder schauen wir ihr mit Schrecken entgegen: der Nebenkostenabrechnung! Wir haben Spartipps für Sie, wie Sie Ihre Nebenkosten senken können.

Der Jahresanfang bedeutet für viele vor allem eines: hohe Rechnungen. Auch die Nebenkosten fallen zu Beginn des Jahres für die meisten Mieter an - und viele müssen beim Anblick Ihrer Rechnung erst mal kräftig schlucken.

Wir stellen Ihnen zusammen mit Constantin Winkelmann, Geschäftsführer von MINEKO , dem Service zur Überprüfung von Mietnebenkosten, Tipps vor, wie Sie Ihre Nebenkosten senken können.

So heizen Sie richtig

Die Heizkosten sind meist ein teurer Posten auf der Nebenkostenabrechnung: Bis zu 40 Prozent der Wärme-Energie geht durch veraltete Fenster verloren. Da kann eine Renovierung langfristig preiswerter sein - sprechen Sie darüber mit Ihrem Vermieter.

Richtiges Lüften spart außerdem viel Energie: zwei- bis dreimal täglich 10 Minuten, dabei die Heizkörperventile schließen. Das spart Geld und beugt zudem der Schimmelbildung vor.

Und diesen Fehler machen fast alle beim Heizen:
Wer den ganzen Tag nicht da ist, stellt morgens oft die Heizung aus. Doch die Temperaturen in der Wohnung sollten nicht unter 18 Grad fallen. Denn kalte Räume wieder aufzuheizen verbraucht mehr Energie, als eine konstante Mindesttemperatur beizubehalten.

Die Raumtemperatur im Wohnraum sollte um die 19 bis 21°C betragen. "Jedes weitere Grad erhöht die Heizkosten um ungefähr sechs Prozent", so Constantin Winkelmann.

Strom sparen

Es kann sich für Sie lohnen, den Stramanbieter zu wechseln: Es gibt in Deutschland rund 1.000 Stromanbieter, bei denen man aus mehr als 12.500 Tarifen wählen kann. Im Internet können Sie auf Portalen wie www.check24.de , www.idealo.de oder www.verivox.de die verschiedenen Angebote vergleichen und den für Sie günstigsten herausfinden.

Eine andere Möglichkeit, Geld zu sparen, ist, die wahren Stromfresser im Haushalt auszuschalten. Und das sind nicht Waschmaschine, Trockner oder Herd, wie viele Verbraucher vermuten, sondern Computer mit Drucker, Musikanlage und Fernseher. Diese Apparate nicht ungenutzt laufen lassen und am besten an eine abschaltbare Steckdosenleiste anschließen! Übrigens: Wenn Sie einen Laptop statt eines festen Computers benutzen, können Sie jährlich etwa 50 Euro sparen!

Beim Wäschewaschen können Sie Strom sparen, indem Sie die Vorwäsche weg lassen. Und den Trockner sollten Sie so wenig wie möglich nutzen: Frische Luft trocknet Ihre Wäsche auch ganz hervorragend.

Hier lässt sich Wasser sparen

Jeder von uns verbraucht täglich 122 Liter Trinkwasser: Für die eigene Hygiene, zum Putzen, Waschen, Kochen etc. Mancher Liter Wasser wird nicht nur unnötig verbraucht, sondern auch noch mit Energieaufwand erhitzt. So macht sich verantwortungsbewusster Umgang in der Geldbörse gleich doppelt bemerkbar.

Durch einen modernen Dusch-Sparkopf (ab ca. 10 Euro) laufen pro Minute nur acht bis zehn Liter Wasser. Eine Drei-Minuten-Dusche verbraucht also rund 30 Liter Wasser - nur ein Viertel vom 120-Liter-Vollbad. Auch in die Hähne von Waschund Spülbecken lassen sich Durchfluss-Begrenzer (ca. 5 bis 10 Euro) einbauen, die den Wasserdruck stabil halten, aber nur sechs Liter pro Minute durchlassen. Bei tropfenden Wasserhähnen die Dichtungen sofort austauschen. Sonst können mehrere Tausend Liter Wasser im Jahr ungenutzt im Abfluss verschwinden.

Spül- und Waschmaschine erst komplett gefüllt anstellen. Teller und Töpfe nicht mit frischem Trinkwasser, sondern z. B. mit gesammeltem Gemüsekochwasser abspülen, dann werden auch sie im Öko- bzw. Glas-Programm sauber. Die Waschmaschine wäscht mit gutem Waschpulver auch bei niedrigeren Temperaturen und kürzeren Waschvorgängen sauber. In der Toilette spart ein Spülkasten mit Spartaste oder Spülstopp pro Spülvorgang ca. 3 Liter Wasser.

Gebot der Wirtschaftlichkeit

Sie haben als Mieter zwar meist keinen Einfluss darauf, welchen Anbieter Ihr Vermieter wählt, dennoch ist er dem Wirtschaftlichkeitsgebot verpflichtet. Weisen die Nebenkosten eine Steigerung von über 10 Prozent im Vergleich zum Vorjahr auf, muss sich der Vermieter für die gestiegenen Kosten rechtfertigen. Bei 20 Prozent ist er zu einer genauen Darlegung der Preissteigerung verpflichtet.

Der Vermieter muss sich mindestens drei unterschiedliche Angebote einholen, bevor er einen Versorger wählt. Er ist jedoch nicht verpflichtet, das günstigste Angebot zu wählen. Sie können aber auch selbst recherchieren und Ihrem Vermieter ein günstigeres Angebot zeigen, rät Constantin Winkelmann.

Nebenkosten von der Steuer absetzen

Ein Teil Ihrer Nebenkosten lässt sich von der Steuer absetzen. Dazu zählen etwa Aufwendungen für den Hausmeister, den Schornsteinfeger, die Pflege der Außenanlagen und für Hausreinigungsarbeiten. Aber auch Wartungskosten, z. B. für den Aufzug, können auf den Fiskus abgewälzt werden. Wichtig: Anrechenbar sind jeweils 20 Prozent der Arbeits- und Fahrtkosten, nicht die Materialkosten.

Vermieter sind daher verpflichtet, beide Kostenblöcke getrennt auszuweisen. Wenn sie das nicht tun, sollten Sie als Mieter nachhaken.

Vorauszahlungen anpassen

Nachzahlungen werden häufig fällig, wenn die Vorauszahlungen zuvor zu niedrig angesetzt waren - logisch. Doch oftmals fallen diese Vorauszahlungen so niedrig aus, weil Mieter sie runterrechnen, um die Anmietung attraktiver zu gestalten.

Mieter sollten sich daher bereits zu Beginn des Mietverhältnisses über mögliche Kosten informieren. Lassen Sie sich zum Beispiel den Energieausweis (seit dem 01.05.2014 Pflicht) zeigen, erbitten Sie eine Einsicht in die Unterlagen beim Vermieter (dieser ist dazu jedoch nicht verpflichtet) oder fragen Sie die Nachbarn nach deren Kosten.

Müll reduzieren

Die Kosten für die Müllbeseitigung sind sehr hoch und nehmen einen großen Teil der Nebenkosten ein. Ebenso teuer ist die unsachgemäße Entsorgung von Sperrmüll, der neben die Mülltonnen gestellt wird. Dieses Fehlverhalten schlägt sich am Ende des Jahres auf Ihrer Abrechnung nieder. Am besten man sorgt dafür die Müllmenge gering zu halten, zu trennen und zu recyclen.
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