OralsexSperma schlucken? Die häufigsten Fragen!

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Sperma schlucken oder spucken?
Foto: Hemera Technologies / Thinkstock
Inhalt
  1. Woraus besteht Sperma eigentlich?
  2. Kann man den Geschmack von Sperma durch die Ernährung ändern?
  3. Können beim Sperma schlucken Krankheiten übertragen werden?
  4. Gibt es so etwas wie eine Sperma-Allergie?

Beim Thema Sperma schlucken scheiden sich die Geister. Die einen sagen "Ist doch nur Wasser", die anderen finden den Gedanken daran, Sperma zu schlucken, einfach nur ekelig. Die häufigsten Fragen zum Thema.

 

Woraus besteht Sperma eigentlich?

Die Menge eines Ejakulats beträgt zwischen 2 und 6 Milliliter. Dabei sind in jedem Milliliter zwischen 35 Millionen und 200 Millionen Spermien enthalten (machen nur 0,5 % des gesamten Ejakulats aus). Ein Spermium ist dabei nur etwa 60 Mikrometer lang. Ein Ejakulat hat nur etwa fünf Kalorien – also etwa so viele wie ein Kaugummi.

Etwa 20 Prozent des Spermas besteht aus einem dünnflüssigen, trüben Prostatasekret. Das ist eine Salzlösung, die Kalium, Kalzium, Magnesium, Zink, Citrat und Spermin enthält. Das Prostatasekret ist mit einem pH-Wert zwischen 6,4 und 6,8 leicht sauer. Weitere 70 Prozent des Spermas sind dagegen alkalisch und enthalten Fruktose (als Energiequelle für die Spermienbewegung). Die restlichen 10 Prozent des Spermas enthalten die Spermien. Insgesamt hat ein (gesundes) Sperma einen pH-Wert zwischen 7 und 7,8, ist also leicht basisch.

Zudem enthät Sperma verschiedene Hormone wie etwa Dopamin ("Glückshormon"), Noradrenalin (zur Blutdrucksteigerung), Tyrosin (zur Beruhigung), Oxytocin ("Kuschelhormon"), Vasopressin (gefäßverengende Wirkung), Östrogene (weibliche Sexualhormone), Pheromone sowie Wasser. Der Hormon-Mix entfaltet - laut einer Studie der State University of New York - eine anti-depressive Wirkung. Dies wurde allerdings nur anhand vaginaler Absorption untersucht (nicht oral oder anal).

 

Kann man den Geschmack von Sperma durch die Ernährung ändern?

Das Gerücht ist zwar hartnäckig, aber einfach nicht wahr. Wenn ein Mann auf die Idee kommt "Heute esse ich mal Ananas, dann schmeckt mein Sperma heute Abend meiner Freundin", müssen wir ihn leider enttäuschen. Ernährung kann zwar den Sperma-Geschmack oder -Geruch etwas verändern, ist aber nicht kurzfristig planbar.

Das Ejakulat hat einen charakteristischen Geruch, ausgelöst vom darin enthaltenen Spermin.

 

Können beim Sperma schlucken Krankheiten übertragen werden?

Ja, tatsächlich. Genau wie das Scheidensekret kann auch das Sperma Viren von sexuell übertragbaren Krankheiten enthalten. Daher kann es durch ungeschützten Oralverkehr auch zu Infektionen kommen wie zum Beispiel mit den HI-Viren , Syphilis-Erregern, Tripper, Hepatitis B, Chlamydien oder HP-Viren . Sperma schlucken sollten Sie also nur, wenn Sie über den Gesundheitszustand Ihres Partners Bescheid wissen. Am besten Sie benutzen ansonsten ein Kondom.

Das Risiko sich beim Oralsex zu infizieren ist zwar geringer als beim "normalen" Sex , aber geringer heißt nicht, dass kein Risiko besteht.

 

Gibt es so etwas wie eine Sperma-Allergie?

Der Deutsche Allergie- und Asthmabund (DAAB) berichtet, dass zwar nur 60 Fälle von Sperma-Allergie in Deutschland medizinisch dokumentiert seien, die Dunkelziffer liege aber wohl deutlich höher. Typische Symptome sind neben Hautreizungen auch Erbrechen, Durchfall, Atemnot und ein allergischer Schock. Auch Männer können eine Sperma-Allergie entwickeln (Autoimmun-Reaktion).

Wer eine "Sperma-Allergie" hat, ist nicht auf die komplette Flüssigkeit allergisch, sondern bloß auf das im Sperma enthaltene Eiweiß.

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