Sport: Heilende Wirkung bei Krankheiten

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Sport trägt zur Heilung von Krankheiten wie Diabetes oder Krebs bei.
Foto: picture alliance / Bildagentur-online/Tetra Images

Gesund & fit

Mediziner wissen schon lange, dass man mit Sport gegen Krankheiten vorbeugen kann. Aber immer mehr Studien zeigen inzwischen: Sport ist auch eine gute Therapie, wenn man schon krank ist! Der Grundsatz "Kranke müssen sich schonen" stimmt nicht mehr.

Wichtig ist nur, dass man die Gelenke und Muskeln langsam an die Belastung gewöhnt - damit es keine Schmerzen in den Knien und/oder Hüften gibt, die einem die neue Lust an der Bewegung vermiesen. Denn wer seinen Bewegungsapparat ein wenig fordert, am besten regelmäßig, der wird mit der Gewissheit belohnt: Ich tue wirklich effektiv etwas gegen gefährliche Zivilisationskrankheiten.

Die Effekte bei Diabetes:

Bei regelmäßigem Sport wirkt das körpereigene Insulin besser, das Zucker in die Zellen schleust. Der Blutzuckerspiegel sinkt. Eine deutsche Studie weist nach: Zuckerkranke brauchen nach drei Wochen Sport- und Ernährungstherapie bis zu 80 Prozent weniger Diabetes-Mittel! Gut sind täglich mindestens 30 Minuten flottes Spazieren, dazu möglichst dreimal pro Woche 40 Minuten Ausdauersport (z. B. Nordic Walking): Das senkt das Risiko für Diabetes um bis zu 40 Prozent.

Die Effekte bei Krebs:

Durch viel Bewegung steigt die Zahl der Killerzellen, die Tumorzellen abtöten, so eine US-Studie. Vor allem das Brustkrebs-Risiko sinkt deutlich, wenn man dreimal pro Woche je 30 Minuten trainiert. Ideal sind hier Walking und Gymnastik. Forscher der Uni Paris stellten fest: Sechs Stunden Spazierengehen pro Woche senkt das Darmkrebs-Risiko um bis zu 70 Prozent.

Die Effekte bei Herzkrankheiten:

Eine Studie der Uni Leipzig zeigt: Täglich 20 Minuten leichter Ausdauersport (z. B. Radfahren) hält verstopfte Herzkranzgefäße besser offen als eingesetzte Röhrchen (Stents)! Forscher der Uni Kiel bewiesen: Sport senkt Bluthochdruck, z. B. mit täglich 20 Minuten Schwimmen. Wichtig: Bei Blutdruck über 160/100 sollte man Sport nur unter ärztlicher Betreuung machen, etwa in einer Herzsportgruppe. Adressen kennt der Hausarzt.

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