Sportliche Winterjacken im Test

sportliche winterjacken im test
Sportliche Winterjacken im Test
Foto: Thinkstock

Winterjacken im SHAPE-Test

Welche Sportjacke ist für jeden Spaß zu haben und welche macht dagegen schlapp? Wir waren bei Wind, Regen und Schnee unterwegs und haben Winterjacken für fünf unterschiedliche Sportarten getestet.

Sportjacken müssen im Winter nicht nur warm halten, sondern auch atmungsaktiv, windabweisend und im besten Fall wasserdicht sein. Wir waren Joggen, Skifahren , Langlaufen, Walken und im Fitnessstudio, um sportliche Winterjacken zu testen. Unser Urteil finden Sie auf den folgenden Seiten.

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Sportjacken in leuchtendem Magenta oder warmem Orange versüßen uns bei tristem Wetter das Training. Mit pfiffigen Details wie Daumenschlaufen, Schneefang, Gummizug und extra-leichter Daunenfüllung unterstützen uns die Winterjacken bestmöglich beim Workout .

Winterjacken im SHAPE-Test

Waren unsere Tester mit Material, Verarbeitung und Funktionalität ihrer Sportjacke zufrieden? Stimmte das Preis-Leistungs-Verhältnis? Und waren die sportlichen Winterjacken angenehm zu tragen? Ob sich die Jacken auf der eisigen Ski-Piste, in der Langlauf-Loipe, auf dem Crosstrainer oder auf dem verschneiten Waldweg bewährt haben, verrät unser SHAPE-Test.

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Langlauf-Jacke von Columbia

Extrem leichte Daunenjacken sind seit einigen Jahren ein großes Thema. Ich hatte zwar schon viele in der Hand, aber noch keine am eigenen Leib getestet. Bei meinen ersten Langlauf-Versuch habe ich das „Powerfly Hooded Jacket“ von Columbia unter die Lupe genommen.

Material/Verarbeitung: Das Obermaterial der Jacke besteht aus dem so genannten „Omni-Shield Shell 20D Power Rip“ aus 100 Prozent Nylon. Gefüttert ist das Modell mit dem leicht reflektierenden „Omni Heat“-Futter, das zu 100 Prozent aus Polyester besteht. Die Daunenisolierung setzt sich aus 90 Prozent Gänsedaunen und zehn Prozent Federn zusammen.

Passform/Tragekomfort: Das „Powerfly Hooded Jacket“ ist mit 340 Gramm ein wirkliches Leichtgewicht. Entsprechend angenehm trägt sich die Jacke auch, denn man spürt sie wirklich kaum. Die Komfortbündchen an den Armen sorgen dafür, dass weder Schnee noch Kälte an den Armen hochkriechen. Die „Drop Tail“-Schnittform mit verlängertem Rückenteil hält auch bei niedrigen Temperaturen schön warm. Dank des Tunnelzugs am Saum lässt sich die Jacke bei Bedarf im Handumdrehen enger schnüren. Besonders gut gefällt mir der abriebfeste Kinnschutz, der das Gesicht vor eisigem Wind schützt.

Funktionalität: Die Außenschicht ist feuchtigkeitsabweisend und hält trotz Schneekontakt beim Sturz  trocken. Das „Omni-Heat Thermal Reflective Lining“ speichert die Körperwärme und sorgt gemeinsam mit der Daunenisolierung mit 800er Füllkraft dafür, dass man immer schön warm bleibt und selbst bei sportlichen Pausen nicht auskühlt.

Preis/Leistung: Die Daunenjacke kostet um 220 Euro. Das ist sicher kein Schnäppchen, aber verglichen mit anderen Herstellern durchaus im mittleren Preissegment. Zudem ist das Daunenhoodie vielseitig einsetzbar und man hat ja auch einige Jahre Spaß daran.

Fazit: So klein und handlich das „Powerfly Hooded Jacket“ von Columbia auch im verpackten Zustand ist, ausgepackt entfaltet sie sich zu einem echten Multi-Talent. Sie wärmt bei sportlichen Aktivitäten bei Kälte, ohne dass man ins Schwitzen gerät. Sie ist auch ein wunderbarer Begleiter für unterwegs. Denn sie findet problemlos Platz in der Handtasche und lässt sich bei Blitz-Kälte schnell auspacken und überziehen. Ich bin überzeugt und werde das Leichtgewicht von nun an bei jedem Ausflug einpacken, ob beim Sport oder in der Freizeit.

Text: Dörthe Seubert

Walking-Jacke von Patagonia

Fleißige Großstadtwalker wie ich lassen sich von keinem Wetter schrecken – auch nicht von Winterkälte. Doch bislang ergab sich bei Frosttemperaturen ein lästiges Jacken-Dilemma. Zu eingemummelt drohte akuter Schwitz-Alarm, zu dünn angezogen die nächste Erkältung. Sind dünne Hightech-Jacken die Lösung für mein Wärme-Problem? Mit dem „Torrentshell Jacket“ von Patagonia probiere ich es aus.

Material/Verarbeitung: Als ich die Jacke zum ersten Mal in der Hand halte, regen sich massive Zweifel. So was Dünnes kann doch gar nicht warmhalten? Kann es aber doch, weil es sich um ein ausgeklügeltes zweilagiges Laminat aus Ripstop-Nylon mit Polyester-Isolierungsschicht und Imprägnierung handelt, das gleichzeitig dampfdurchlässig und wasserdicht ist.

Passform/Tragekomfort: Es walkt sich wunderbar im „Torrentshell Jacket“. Keine übertriebene Raschelei, kein Zwicken beim Bewegungsablauf. Die Bündchen kann man am Handgelenk dank Klettverschlüssen flexibel fixieren, bei Regen schützt die Kapuze mit kleinem Schirm. Bremst eine Ampel mein flottes Walking-Tempo kurzfristig aus, kann ich die Hände kurz zum Aufwärmen in die dafür vorgesehenen Taschen stecken.

Funktionalität: Ich glaube sofort, dass die Jacke wie vom Hersteller angegeben auch vor horizontalem Regen schützt, weil wirklich absolut wasserdicht. Aber wie ist es mit der Kälte? Beim ersten Lauf mit einem Thermoshirt unten drunter blieb ein Rest Skepsis wegen leicht verkühltem Rücken. Doch legt man noch eine Schicht – sprich noch ein Langarmshirt drauf, erläuft man sich nach wenigen Metern eine angenehme Körpertemperatur, die dann weder durch Schwitzen noch durch Frieren gestört wird. Hurra!

Preis/Leistung: Warm und trocken beim Winter-Walken für 130 Euro? Das ist meiner Meinung nach ein fairer Preis. Zumal ich mir gut vorstellen kann, die Jacke mehr oder weniger ganzjährig einzusetzen. Wenns wärmer wird eben mit nur einem beziehungsweise einem entsprechend dünnerem Unterzieh-Shirt.

Fazit: An mir – der ungekrönten Frierkönigin – wurde das „Torrentshell Jacket“ von Patagonia ohne Frage einem Härtetest in Sachen Kälteschutz unterzogen – und hat ihn bestens bestanden. Das könnte der Beginn einer wundervollen Walking-Freundschaft werden …

Text: Katharina Happ

Trainingsjacke von Icebreaker

Wenn ich im Fitnessstudio auf den Crosstrainer steige oder der Zumba-Kurs beginnt, dann friere ich meist. Wenn ich nach dem Training nach Hause fahre, dann … Sie können es sich denken … friere ich meist. Ich brauche also eine Trainings-Jacke, die mich einerseits bei ersten Bewegungen nicht behindert und die anderseits schön warm hält. Ich teste die „Cascade Long Sleeve Hood“ von Icebreaker - in coolem Magenta!

Material/Verarbeitung: Die Jacke besteht zu 100 Prozent aus Merinowolle und hat eine mittlere Stärke (260 g/m2). Die Kapuze ist extra gefüttert, was gerade bei Wind und Wetter toll ist. Dank Reißverschluss-Eingriffstaschen und einer Oberarmtasche kann ich Schlüssel und Musik gut verstauen, die Daumenschlaufe ist praktisch, um auch die Hände schön warm zu halten. Und der unschöne Reißverschluss wird durch eine kleine „Reißverschluss-Garage“ (ein kleiner Stoffstreifen) verdeckt. Sieht ziemlich schick aus!

Passform/Tragekomfort: Diese Jacke ist so kuschelig! Der weiche aber doch feste Stoff passt sich dem Körper sehr exakt an, so dass ich mich wunderbar bewegen kann und gleichzeitig „gut eingepackt“ fühle. Auch beim Schwitzen fühlt sich der Stoff angenehm an, nichts klebt oder kratzt.

Funktionalität: Die Jacke macht genau das, was sie soll: Sie hält wahnsinnig warm! So hole ich mir bei der Klimaanlage im Fitnessstudio keine Erkältung und kann die Jacke gleichzeitig auch beim Joggen oder Wandern tragen. Ein echtes Multi-Talent also!

Preis/Leistung: Die Jacke kostet rund 180 Euro – das ist natürlich ein stolzer Preis. Aber durch die sehr hochwertige Verarbeitung und die vielfältige Einsetzbarkeit lohnt sich die Investition allemal.

Fazit: Die „Cascade Long Sleeve Hood“ von Icebreaker hat sich einen Stammplatz in meiner Garderobe erobert. Egal, ob im Fitnessstudio, auf dem Weg nach Hause oder beim Wochenendausflug in die Natur – diese Jacke macht alle Abenteuer mit und hält mich Frostbeule schön warm. Wer es noch wärmer will, sollte sich den passenden Baselayer, zum Beispiel das „Bolt Long Sleeve Crew“ (80 Euro) gönnen – beim Spaziergang an der stürmischen Nordsee hat er sich sehr bewährt!

Text: Frauke Hansen

Jogging-Jacke von La Sportiva

Ich bin ein Fan von Bekleidungsstücken, die nicht nur für eine Sportart gemacht sind, sondern die ich flexibel einsetzen kann. Die Softshelljacke „Women's Pulsar Jacket“ von La Sportiva ist eigentlich für’s Mountainbiken, Klettern oder Wandern gedacht. Ich teste sie jetzt allerdings zum Laufen im Winter, denn dafür wurde sie mir empfohlen. Normal trage ich Größe S oder 36, doch bei dieser Jacke greife ich zu 38 – sie fällt recht klein aus.

Material/Verarbeitung: Die Jacke überzeugt schon mal optisch – damit falle ich bei trübem Wetter oder Dämmerung garantiert auf! Die außen aus Polyamid und innen aus Polyester gearbeitete Softshelljacke ist nämlich größtenteils Knallorange, abgesehen von der in Türkis gehaltenen Schulterpartie. Zahlreiche Reflektoren geben mir ein gutes Gefühl von Sicherheit auch bei abendlichen Laufrunden im Winter.

Passform/Tragekomfort: Die Jacke ist schön schmal geschnitten und sitzt optimal am Körper, trotzdem ist darunter noch genügend Platz für ein Laufunterhemd und ein Fleece-Shirt. Das ist bei Temperaturen unter fünf Grad auch zu empfehlen, da die Jacke am Rücken belüftet ist und es einem sonst schnell zu kühl werden kann.

Funktionalität: Die Jacke ist dank Imprägnierung wasserdicht sowie von vorne komplett winddicht. Kommen kalter Wind oder (Schnee-)Regen allerdings von hinten, so zieht und nässt es durch den Mesh-Einsatz doch etwas unangenehm durch. Da bin ich dann doch wieder auf mein Hardshell umgestiegen. Ist die Jacke allerdings im Einsatz, so freue ich mich über die zahlreichen Details wie die Daumenschlaufen an den Ärmeln, den Kopfhörerausgang und die seitlichen Einsteckfächer für Energieriegel.

Preis: Mit um 160 Euro liegt die 400 Gramm leichte „Women's Pulsar Jacket“ von La Sportiva im mittleren Preissegment.

Fazit: Als Winter-Laufjacke bei Schnee und Sturm ist sie aus meiner Sicht weniger gut geeignet, doch im Herbst und Frühling und bei leichtem Nieselregen ist sie ein schöner Begleiter fürs Lauftraining. Bestimmt kommt sie dann auch bei meinen Mountainbike-Touren zum Einsatz, denn dank des etwas länger geschnittenen Rückenteils bietet sie sich dafür geradezu an.

Text: Martha Singbartl

Wanderjacke von Bleed

Ab in die Natur! Beim Wellness-Wandern in den Voralpen genieße ich am Wochenende gerne mal die gute Luft und Ruhe. Durchpusten lassen möchte ich mich bei meinen Touren aber bitte nicht. Der „Non Toxic Parka“ von Bleed ist aus recycelten Materialien und soll mich draußen wetterfest machen.

Material/Verarbeitung: Statt Winterweiß und trockene Kälte gibt sich die Saison bei uns im Süden diesmal nasskalt ungemütlich. Ein echter Härtetest für den winddichten und wasserabweisenden Parka, der sympatischerweise ganz auf krebsverdächtige Inhaltsstoffe wie PTFE, PFC und Fluorkohlenstoffe verzichtet.

Passform/Tragekomfort: Den Parka hatte ich wegen seiner Länge ausgesucht, damit auch der obere Beinbereich noch warm verpackt ist. Mit dem Tunnelzug am Saum, kann man unten auch noch abdichten. Leider hat sich dieser längere Schnitt aber nicht als sehr bewerbungsfreundlich herausgestellt. Ich kam mir beim dynamischen Gehen teilweise fast etwas eingeengt vor.

Funktionalität: Taschen hat der Parka eigentlich genug – vier außen und eine innen. Aber sehr ergonomisch fand ich diese vor allem auch wegen des Eingriffs oben nicht angebracht. Und ein Reißverschluss statt Klettverschluss wäre mir auch lieber gewesen. Die in mehreren Lagen verarbeitete Sympatex-Membran tut wirklich gute Dienste. Allerdings sollte man sich vom Fleece-Innenfutter nicht dazu verleiten lassen, auf die Fleece-Jacke zu verzichten, sonst wird es doch zu kalt.

Preis: Der Parka kostet um 280 Euro.

Fazit: Für gemütliche Spaziergänge in der nasskalten Saison ist der ökologische Parka sicher gut geeignet, trocken und warm hält er unbedingt. Und die Recycling-Idee finde ich klasse. Meine erste Wahl für eine Wanderrunde ist er leider nicht. Dazu habe ich mich in der Passform nicht so ganz wohl gefühlt. Für den stolzen Preis würde ich mir aber ehrlich gesagt eher einen Winter-Outdoor-Allrounder zulegen. Möglichst umweltfreundlich hergestellte Kleidung beim Naturerlebnis-Klassiker Wandern, das macht allerdings Sinn!

Text: Melanie Gutbier

Ski-Jacke von Fila

Für mich heißt es diesen Winter zum ersten Mal: Ab auf die Ski-Piste! Um mir den Einstieg möglichst schmackhaft zu machen, begleitet mich diese schicke Daunen-Jacke im Jeans-Style von Fila. Ich bin gespannt, ob die Ski-Jacke nicht nur optisch sondern auch funktionell punkten kann.

Material/Verarbeitung: Die Jacke besteht aus Nylon und Polyester und ist zu 60 Prozent mit Daunenfedern gefüttert. Sie ist wasserdicht und windabweisend und bringt mich absolut warm und trocken die Piste hinunter – und das obwohl ich dem Schnee dabei hin und wieder etwas näher komme als mir lieb ist.

Passform/Tragekomfort: Dank Schneefang an den Ärmeln kann selbst bei einer Schneeballschlacht nichts schief gehen. Wind und Schnee hält zusätzlich ein Gummizug ab, mit dem ich die Weite des Jackensaums und der Kapuze regulieren kann. So liegen Jacke und Mütze bei Bedarf angenehm fest am Körper an.

Funktionalität: Da ich meine Handtasche beim Ski-Fahren leider zu Hause lassen muss, freue ich mich umso mehr über die vielen Jackentaschen, in denen ich alles Nötige verstauen kann. Vom Handy über die Taschentücher, den Geldbeutel bis hin zum Skipass findet in den beiden Seitentaschen, der kleinen Tasche am linken Ärmel und den zwei Innentaschen alles Platz, ohne dass es beim Fahren stört.

Preis/Leistung: Die Jacke von Fila kostet rund 250 Euro. Das klingt erst mal nach einem stattlichen Preis. Verglichen mit anderen Ski-Jacken liegt sie aber absolut im Rahmen. Außerdem: Dank ihrem coolen Jeans-Retro-Design und ihrer femininen Silhouette ist die Jacke nicht nur auf der Piste zu gebrauchen, sondern auch als Freizeitjacke.

Fazit: Ich bin durch und durch zufrieden mit der Ski-Jacke von Fila. Auf der Piste kümmert sie sich rührend um mich, sorgt dafür, dass mir weder zu warm noch zu kalt ist, und macht jeden Spaß und jede Verrenkung mit.

Text: Anika Baldzun

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