Stärke deine Chakren: Sieben Wege zu mehr innerem Gleichgewicht

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Foto: Corbis

Chakren sind unsere inneren Kraftzentren.

Jeden von uns prägen sieben geheimnisvolle Chakren, die sich entlang der Wirbelsäule befinden. Finden Sie heraus, ob Ihre im Gleichgewicht sind und stärken Sie sie.

Für die meisten Menschen sind diese Energiewirbel, die Chakren, nicht sichtbar. Dennoch können wir ganz leicht herausfinden, ob unsere Kraftzentren im Gleichgewicht sind. Wer die richtigen Farben, Edelsteine und Übungen einsetzt, findet ihn - den Weg zu Gesundheit und Glück.

Wurzel-Chakra: Erde dich durch das Kreisen

Das erste Chakra befindet sich am unteren Ende der Wirbelsäule. Es ist mit Überleben, Sicherheit und Stabilität verbunden. Wer mit beiden Beinen sicher auf dem Boden steht und sich im Einklang mit sich selbst und der Welt fühlt, kann sich über ein gesundes Wurzel-Chakra freuen. Nervöse und ängstliche Menschen hingegen können mit der Stärkung dieses Chakras mehr Lebenskraft, Erdung und eine gute körperliche Konstitution erreichen.

Folgende SOS-Übung hilft dabei: gerade hinstellen und so fest wie möglich mit den Füßen auf den Boden stampfen. Sport, Hausputz oder Meditation - jede Tätigkeit, die unsere Körperwahrnehmung erhöht, stärkt dieses Energiezentrum.

Tipp: Auch Heilsteine und Tees können unsere Chakren anregen. Den entsprechenden Stein in die Hand nehmen und meditieren oder direkt auf das Chakra legen - das löst Blockaden und lässt die Energie wieder fließen. Zusätzlich bringen spezielle Teemischungen mit Kräutern und Gewürzen (z. B. Shoti Maa Tee von Hari Tee, Reformhaus, Bioladen, gibt es für alle Chakren) das Chakra in Balance. Für einen spürbaren Effekt dreimal am Tag eine Tasse Tee trinken.

Das stärkt das Wurzel-Chakra:

Kreisen: Im Kundalini-Yoga gibt es eine simple Übung für unser Wurzel-Chakra: das Kreisen. So geht's: Im Schneidersitz auf den Boden, Hände auf die Knie stützen. Dann mit dem Oberkörper große Kreise drehen. Je zwei Minuten lang erst nach links, dann nach rechts schwingen. Dabei Rücken, Kopf und Brustbein immer gerade halten. Bei der Drehbewegung nach vorn einatmen, nach hinten heraus ausatmen. Die fließenden Bewegungen massieren Magen und Zwerchfell. Diese Übung hilft, sich zu erden und die Verdauung anzuregen.

Stein: Roter Jaspis

Teemischung: Salbei, Ingwer und Holunder

Sakral-Chakra: Schwing Deine Hüften

Dieses Chakra ist an Emotionen und Intimität gekoppelt. Es repräsentiert das Zentrum unserer Wünsche, Träume , Fantasien, Lüste und Genüsse. Ein offenes Sakral-Chakra bedeutet, dass Gefühle frei fließen. Wir fühlen uns energiegeladen und genießen Intimität und Sexualität in einer gesunden Art und Weise. Wenn dieses Chakra aber verschlossen ist, können wir uns anderen nicht öffnen. Vor allem Schuldgefühle stören den Fluss des Sakral-Chakras. Ist dieser Energiewirbel andererseits überaktiv, können die Gefühle mit uns durchgehen. Mit dem Ergebnis, dass wir uns anderen (auch sexuell) zu sehr öffnen.

Das stärkt das Sakral-Chakra:

Wasser hilft: Der Schlüssel, um ein geschlossenes Sakral-Chakra zu öffnen, besteht darin, uns unserer Gefühle bewusst zu werden und sie anderen mitzuteilen. Eine tragende Rolle spielt dabei das Element Wasser: Schwimmen oder Saunabesuche verbinden uns mit der Gefühlswelt. Oder wir lassen uns von Tango oder Salsa inspirieren. Alles ist möglich, solange wir die Hüften in Bewegung setzen. Wichtig: Genug Wasser trinken!

Stein: Carneol

Teemischung: Hibiskus, Orange und Pfeffer

Nabel-Chakra: Wärme Dich mit innerem Feuer

Dieses Chakra symbolisiert den Mittelpunkt der persönlichen Stärke und Willenskraft. Ein offenes Nabel-Chakra (auch Solarplexus-Chakra genannt) führt dazu, dass wir uns in Beziehungen mit anderen Menschen wohlfühlen. Wir strotzen vor Selbstvertrauen und Durchsetzungsvermögen - und haben genug Willensstärke, um unsere Ziele zu erreichen. Oder hadern Sie damit, Maßnahmen ergreifen und Entscheidungen treffen zu müssen? Bedeutet Ihre Schüchternheit, dass Sie nicht bekommen, was Sie wollen? Sind Sie stets müde, leiden Sie unter Magen-oder Schlafproblemen? In diesem Fall funktioniert Ihr Energiezentrum nicht optimal. Menschen mit überaktivem Nabel-Chakra können dominant oder sogar aggressiv sein.

Das stärkt das Nabel-Chakra:

Energie-Zünder: Alles, was das innere Feuer entfacht, die Körpermitte festigt, stärkt das Nabel-Chakra. Nehmen Sie es wörtlich, und zünden Sie Kerzen oder Weihrauch an. Auch Sonnenbaden oder das Tragen von gelber Kleidung wirken als innere Initialzündung. Bauchtanz oder Yoga stärken Bauchmuskulatur und inneres Energiezentrum. Selbstbehauptungstraining hilft dabei, sich abgrenzen zu können.

Stein: Bernstein

Teemischung: Ingwer, Fenchel und Zimt

Herz-Chakra: Grün heilt Dein Herz

Dieses Chakra ist verbunden mit Liebe und sozialen Beziehungen. Ist unser Herz-Chakra gesund, fühlen wir mit anderen Menschen mit. Wir lieben uns und akzeptieren uns so, wie wir sind. Geben und Nehmen sind im Gleichgewicht. Von diesem Zentrum aus können wir Liebe und Dankbarkeit erfahren - und verbreiten. Ein geschlossenes Herz-Chakra macht uns kalt, distanziert, bitter oder einsam. Auch große Traurigkeit kann dieses Chakra verschließen. Wenn ein Herz-Chakra allerdings zu sehr geöffnet ist, droht die Gefahr, andere mit unserer bedingungslosen Liebe zu ersticken.

Das stärkt das Herz-Chakra:

Dankeschön! Umgeben Sie sich mit Grün, denn die Natur hat eine heilende Wirkung auf das Herz. Es gibt spezielle Yoga-Übungen, die auf den Brustbereich wirken, z. B. das Kamel. Es stärkt das vierte Chakra - den Herz-Öffner.

So geht's: Hinknien, Oberschenkel und Oberkörper senkrecht zum Boden. Brustbein heben, mit geradem Rücken leicht nach hinten beugen. Gewicht größtenteils auf die Knie ver lagern, Vorderseite des Körpers nach oben strecken. Kopf und Arme entspannen und nach hinten hängen lassen. Langsam und tief atmen. Bleiben Sie in dieser Position, solange Sie sich wohlfühlen. Für einen spürbaren Effekt die Übung dreimal wöchentlich einbauen.

Stein: Malachit

Teemischung: grüner Tee mit Zimt und Bergamotte

Hals-Chakra: Sei still und höre Dir zu

Das fünfte Chakra steht für Kommunikation, Selbstdarstellung und Kreativität. Ein offenes Hals-Chakra bedeutet, dass wir uns gut ausdrücken können. Wir sind in der Lage, klar und ehrlich zu kommunizieren und anderen zuzuhören. Ein geschlossenes Hals-Chakra hingegen macht uns verschlossen, schüchtern oder unklar in der Ausdrucksweise. Lügen können das Hals-Chakra schließen. Ein überaktives Hals-Chakra ist ein Indiz dafür, dass wir wahrscheinlich zu viel reden, aber nicht zuhören können.

Das stärkt das Hals-Chakra:

Drücke aus, was Du fühlst: Singen, Musizieren, Schreiben, Malen - all das sind Wege, um auszudrücken, was wir im Inneren fühlen. Oder wir sollten vielleicht innehalten und jemandem oder uns selbst zuhören. Ein Mantra ist eine gute Methode, um das Hals-Chakra im Gleichgewicht zu halten. Der Ton, der mit diesem Chakra einhergeht, ist "ham" (ausgesprochen wie "hang").

Stein: Türkis

Teemischung: Lavendel, Süßholz und Minze

Stirn-Chakra: Halte Ausschau nach den Sternen

Ein gesundes Stirn-Chakra ist mit einem guten Sinn für Intuition, Einsicht und Vorstellungskraft verknüpft. Wir können klarer sehen - buchstäblich und im übertragenen Sinne. Das sogenannte dritte Auge hilft uns bei der Einschätzung, ob etwas für uns geeignet ist oder nicht. Wenn dieses sechste Chakra geschlossen ist, verlassen wir uns zu sehr auf die Meinung anderer, sind verwirrt, chaotisch, vergesslich oder zu engstirnig in unserer Denkweise. Ein überaktives drittes Auge heißt, dass wir zu sehr in einer Fantasiewelt leben. In extremen Fällen führt das zu Halluzinationen.

Das stärkt das Stirn-Chakra:

Nachdenken: Entspannung und Reflexion: Diese Worte beschreiben ein funktionierendes Stirn-Chakra. Machen Sie einen Abendspaziergang, schauen Sie in den Sternenhimmel . Wir können üben, die Dinge zu visualisieren. Wer morgens nach dem Aufwachen die Träume der vergangenen Nacht notiert, kann in ihnen womöglich eine Nachricht erkennen. Folgen Sie Ihrer Intuition, sie spricht in der Regel mit der Stimme der inneren Wahrheit. Überlegen Sie, was Ihrem Leben Sinn und Richtung gibt.

Stein: Lapislazuli

Teemischung: Ingwer und Zitrone

Kronen-Chakra: Feiere die Schönheit mit "Namaste"

Je höher die Lage eines Chakras im Körper, desto weniger ist es mit der Erde verbunden. Das Kronen-Chakra verschafft uns den Zugang zum ewigen kosmischen Bewusstsein. In der Regel ist dieses Energiezentrum nur geöffnet, wenn wir große emotionale und spirituelle Fähigkeiten besitzen. Die Stärkung dieses Chakras führt zu Einsicht und Weisheit. Mit anderen Worten: Wir haben eine gesunde Wahrnehmung für uns selbst und die Welt um uns herum - und wir wissen um die Verbindung aller Dinge miteinander. Wir akzeptieren die Welt, wie sie ist. Ein geschlossenes Kronen-Chakra drückt sich in starren Denkweisen oder einer Abneigung gegen Spiritualität aus, ein überaktives Kronen-Chakra dagegen lässt uns über den Dingen schweben.

Das stärkt das Kronen-Chakra:

Alles ist Liebe: Beten und Meditieren sind die entscheidenden Wege, um das Kronen-Chakra zu öffnen. Aber es funktioniert auch einfacher. Denn es geht darum, die reine Schönheit der Welt zu erkennen, sogar die der scheinbar verschmutzten und beschädigten Dinge. Wir sprechen von der Liebe, die alles durchdringt und alles verbindet. Starten Sie den Tag mit dem hinduistischen Gruß "Namaste" ("Verehrung Dir"). Dabei die Hände in Herznähe zusammenlegen, den Kopf nach vorn beugen.

Stein: Bergkristall

Teemischung: schwarzer Tee mit Zimt

Text: Vera Bajic

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