
Eigentlich kann man sich das Datum gut merken: Japans Kronprinz Naruhito ist genauso alt wie Gloria von Thurn und Taxis. Beide kamen am 23. Februar 1960 zur Welt. Beide wurden gestern 50. Nur Deutschlands Tagespresse setzte gestern voll auf die Adelsdame aus Regensburg, für den Thronfolger aus Fernost blieb kein Platz auf den bunten Seiten der Zeitungen.
Dabei entwickeln sich Gloria und Naruhito höchst gegensätzlich. Sie wird schon bald in den Schatten ihrer Kinder treten. Die schönen Töchter werden die Mutter überstrahlen. Glorias Stern wird sinken. Er dagegen steht vor einer glänzenden Zukunft. Naruhito wird sich eines Tages aus dem Schatten des Vaters lösen und den letzten Kaiserthron auf Erden erben.
Dass Naruhito einmal ein guter Kaiser wird, bezweifelt kein Japaner. Daher hatten sie mit ihm, beziehungsweise mit seiner attraktiven Frau Masako (46) auch tiefes Mitgefühl, als sich zeigte, dass die beiden keinen männlichen Nachfahren haben werden. Tochter Aiko (8) wird ihr einziges Kind bleiben. Eine „Gefahr“ für die Krone bedeutet das nicht mehr. Seit Naruhitos jüngerer Bruder Akishino (44) einen Sohn vorweisen kann, gilt die Erbfolge im kaiserlichen Clan als gesichert.
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Ganz ausgeschlossen ist natürlich nicht, dass die Japaner in ferner Zukunft – ähnlich wie die Monarchen Europas es nach und nach taten und tun – ihre Thronfolgegesetze ändern und Prinzessinnen und Prinzen gleichstellen. Dann könnte Aiko doch noch Kaiserin werden.
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