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Bewegendes Interview über den frühen Tod ihrer Mutter Constanze


Julie Engelbrecht: „Ich werde meine Mutter für immer vermissen“


Von GABY LENTZEN
Julie Engelbrecht über den Tod ihrer Mutter
Foto: Getty Images
Auf dem Weg zum Star – und dabei so sympathisch: Julie Engelbrecht.

Wer sie einmal auf dem Bildschirm gesehen hat, der vergisst sie so schnell nicht mehr: Julie Engelbrecht (28) ist wunderschön, sie spielt so beeindruckend – und sie sieht ihrer verstorbenen Mutter, Schauspielerin Constanze Engelbrecht († 45, „Der Schattenmann“), so unglaublich ähnlich.

Demnächst ist sie in „Das Vermächtnis der Wanderhure“, dem dritten Teil des Mittelalter-Epos, zu sehen. Wir sprachen mit ihr über die Rolle – und über ihre Erinnerungen an die geliebte Mutter.

Als „Hulda von Hettenheim“ sind Sie im Film total intrigant – macht es mehr Spaß, die Bösen zu spielen?

Julie Engelbrecht: Mir hat es sehr viel Spaß gemacht – weil es das erste Mal war, dass ich eine so intrigante Frau spielen durfte.

Um Ihre tollen langen Haare werden Sie bestimmt oft beneidet, oder?

Julie Engelbrecht: Ich werde oft auf sie angesprochen – und sie haben einen großen Vorteil: Ich spare wahnsinnig viel Zeit in der Maske, weil mir keine Haarteile und Perücken angesteckt werden müssen.

Haben Sie die eigentlich schon mal gemessen?

Julie Engelbrecht: Ich nicht, aber mein Friseur meint, sie wären etwa einen Meter lang…

Stimmt es, dass Sie sie seit dem Tod ihrer Mutter nicht mehr geschnitten haben?

Julie Engelbrecht: Nein, es ist nur so, dass sie früher immer sagte: „Du hast so schönes Haar, lass es nie abschneiden.“ Aber ich kürze sie regelmäßig, sonst hingen sie ja längst auf dem Boden.

Ihre Mutter starb vor 12 Jahren – hat sich die Trauer mit der Zeit verändert?

Julie Engelbrecht: Interessant, dass diese Frage immer wieder gestellt wird. Ich kann nur so viel sagen: Ich habe mein eigenes Leben, einen tollen Beruf, bin glücklich – und ich werde meine Mutter für immer vermissen.

Freut es Sie, wenn es heißt: „Ganz die Mama!“?

Julie Engelbrecht: Ganz genau wie sie – das ist es ja nicht... Aber wenn mir jemand sagt, dass ich ihr ähnlich bin, dann freut mich das. Wenn die Erinnerung an sie noch besteht, finde ich das schön.

Hat Sie der frühe Verlust verändert?

Julie Engelbrecht: Es gibt so vieles im Leben, das einen verändert – und dieses Erlebnis gehörte natürlich auch dazu. Es ist so: Ich glaube, ich habe dadurch gelernt, das Leben noch mehr zu schätzen.

Auch Ihre Schönheit haben Sie geerbt – haben manche das Vorurteil „schön, aber dumm ...“?

Julie Engelbrecht: Es mag Leute geben, die glauben, man ist nur mit seinem Äußeren beschäftigt. Dabei sind mir andere Dinge viel wichtiger, wie ein liebevoller Umgang miteinander. Wir werden alle älter. Schönes Aussehen hält nicht ewig. Je eher man sich drauf einstellt, umso besser!


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