
“Die Rechnung geht auf uns” verkündet das launige ProSieben-Moderatoren-Duo und ganz offenbar meinen sie es auch so.
Dabei stehen sie nicht in der rauchigen Eckkneipe und schmeißen eine Lokalrunde nach der nächsten, sondern sie laden Gäste in ihre neue, gleichnamige Show.
Der Dreh: Jeder Gast bringt eine offene Rechnung mit – egal, von was. Sei es das seit ewig unbezahlte Knöllchen, eine offene Wettschuld oder eine noch nicht beglichene Handwerkerrechnung. Wenn die dazugehörige Geschichte originell oder herzerwärmend genug ist, wählen Joko und Klaas den Kandidaten für schwierige Aufgaben (“challenges”!!) aus. Löst er die mit Bravour, wird seine Rechnung flugs beglichen, wenn nicht – Pech gehabt, selber zahlen....
Das Ganze klingt, um ehrlich zu sein, ziemlich blöd! Auch finde ich, dass man mit offenen Schulden nicht unbedingt spielerisch umgehen sollte, sondern sich lieber vernünftige Wege suchen sollte, um diese zu begleichen. Doch hier leitet mich die Faszination des Grauens: Ich möchte einfach auf dem Laufenden bleiben und sehen, welche merkwürdigen Blüten unsere kunterbunte Quiz-Show-Casting-Wiese im Fernsehen noch so treibt. Denn da ist, glaube ich, die Spitze des Eisbergs noch lange nicht erreicht... (Tipp von Nikola Pfeiffer, stellv. Chefredakteurin der FERNSEHWOCHE)
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Der Biber
Am 6. Oktober 2011 erschien Jody Fosters Tragikomödie bei Concorde Home Entertainment auf DVD und Blu-ray
Walter Black (Mel Gibson) führt ein perfektes Leben: Er hat eine liebevolle Ehefrau (Jodie Foster) und ist Vater zweier Söhne. Außerdem ist er als Chef einer Spielzeugfirma ziemlich erfolgreich und finanziell abgesichert. Und dennoch: Walter leidet an einer schweren Depression. Es beginnt eine Abwärtsspirale aus Alkohol und Selbstmordversuchen. Da entdeckt er im Müll eine Biber-Handpuppe.
Von diesem Zeitpunkt an lässt Walter den Biber für sich sprechen. Nach anfänglichen Irritationen wird sein eigenwilliges Verhalten von Familie und Firma akzeptiert. Die Depression scheint überwunden, im Job ist er erfolgreicher als je zuvor und auch in seinem Eheleben gibt es einen viel versprechenden Neuanfang.
Doch mit der Zeit entwickelt der Biber ein bedrohliches Eigenleben. Die putzige Plüschpuppe mutiert zum Monster. Walter verliert die Kontrolle über sein Alter-Ego und damit über sein Leben. Ihm bleibt nur ein Ausweg, den Tyrannen loszuwerden…
In Der Biber, ihrem dritten Film als Regisseurin, widmet sich Jodie Foster dem Thema Depression mit einer gewissen Leichtigkeit, ohne dabei den Ernst dieser weit verbreiteten Krankheit auszublenden.
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