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Sporteln wie Madonna: Ein Faulpenz in den Fußstapfen einer Sportsfreundin

Tag 1

Nachdem ich mich bei einem Fitnessstudio eingecheckt habe, lasse ich mir die Geräte zeigen und besteige das Rad. Das kenne ich wenigstens schon. Als meine Herzfrequenz nach 20 Minuten gefühlt auf etwa 300 angestiegen ist, lasse ich mich ziemlich schwitzig-feucht und wenig fröhlich vom Rad gleiten. Der trockene Kommentar eines Trainers, als ich die Tür in die Freiheit passiere: "Schon fertig?" Mist, ich bin aufgeflogen! Nach nur 30 Minuten (die Zeit in der Umkleidekabine schon mit ein berechnet) hat man gecheckt, dass ich sportlich gesehen eine Niete bin. Gut, dass ich im Vorfeld niemandem verraten habe, dass ich in die Fußstapfen von Madonna treten will...

Tag 2

Madonna steht auf Yoga, ich stehe auf dem Schlauch - und zwar total! Während die Sängerin ihren 50-jährigen Körper auf der Bühne sonstwie verbiegen kann, rätsele ich so offenkundig, wie ich meinen linken Zehn mit meiner Schulter bekannt machen soll, dass der Yoga-Lehrer sich meiner erbarmt und bei jeder Übung Extra-Hilfestellung leistet. Der Rest des Kurses ist im Gegensatz zu mir total fähig - und spätestens nach zehn Minuten total genervt. Nach einer halben Stunde Blamage mache ich mich unauffällig aus dem Staub. Um mir weitere Schmach zu ersparen, den spitzfindigen Mitarbeiter von gestern auszutricksen und mir etwas vorzumachen, versteckte ich mich noch eine halbe Stunde in der Umkleidekabine. Damit war ich eine Stunde beim Sport. Yes!

Tag 3

Es ziept in meinem Unterschenkel. Der bloße Verdacht, dass ich mir beim Yoga gestern etwas gezerrt haben könnte, reicht mir völlig. Vorsichtshalber bleibe ich mit dem Hintern zu Hause. Ob sich Madonna so mies fühlt wie ich, wenn sie mal einen Durchhänger hat und einen Tag pausiert? Nach innerlicher Diskussion mit mir selbst, komme ich zu dem Schluss, dass die Sportsfreundin das wahrscheinlich niemals passieren könnte. Vor lauter schlechtem Gewissen, schiebe ich meiner Mitbewohnerin mein Abendessen hin und mache fünf Sit-ups vor dem Fernseher.

Tag 4

Im Video zu ihrem Hit "Hung up" turnt Madonna in sexy Klamotten. Die Klamotten (schwarzer Body, pinke Leggings, blaue Stulpen) hätte ich, fehlt nur noch das Geturne. Pünktlich um 20 Uhr stehe ich zum Aerobic-Kurs bei meinem Fitness-Studio fesch gestylt auf der Matte - und würde am liebsten sofort wieder umdrehen. Bis auf mich sind alle Frauen im normalen Sportler-Schlabber-Look gekleidet und starren mich an. Hinter mir: leises Gekicher. Vor mir: 90 Minuten Rumgehopse. Ich nehme mir vor, dem Getuschel stand- und die Aufwärmphase durchzuhalten. Die Fähigkeit, unauffällig zu verschwinden, habe ich in den vergangenen Tagen glücklicherweise perfektioniert...

Tag 5

Ich bin begeistert! Nach meinem bisherigen Total-Versagen scheine ich der Lösung, wie Madonna und Co. es schaffen, täglich ins Fitness-Studio zu gehen, einen Schritt näher zu kommen. Und die Lösung ist männlich! Während ich mich tapfer auf dem Cross-Trainer abrackere, joggt neben mir ein unglaublich niedlicher Typ auf dem Laufband. Ob es nun wahre Sportlichkeit ist oder doch eher die Angst vor der Blamage vor diesem schnuckeligen Sportsfreund sei dahingestellt, aber: Heute schaffe ich es nicht, das Fitness-Studio nach einer halben Stunde schon wieder zu verlassen!

Tag 6

Als ich den Fitness-Raum betrete, sehe ich schon von Weitem, dass ER wieder da ist. Als ich mich direkt neben ihn in den Sattel eines der Fahrräder fallen lassen, fällt mir allerdings noch ganz anderes auf: ER hat dünne weiße Hühnerbeinchen, schwarze Haare auf dem Rücken und liest beim Joggen den "Playboy". Vor lauter Frust strampele ich mich 15 Minuten auf höchster Stufe ab. Schlechte Idee, denn danach bin ich so fertig, dass mich eine ca. 40-jährige Frau neben mir, die laut der Anzeige auf ihrem Rad schon seit 52 Minuten in die Pedale tritt, besorgt fragt, ob es mir gut gehe. Klare Antwort: nein. Immerhin hat sich meine erst gestern gewonnene Motivation gerade in einen unansehnlichen, ungepflegten Ober-Macker verwandelt!

Tag 7

Mission Madonna completed. Und höchste Zeit, es einzusehen: Was Madonna kann, kann ich leider nicht. Nicht einmal annähernd. Jeden Tag zum Yoga, auf den Stepper, im Aerobic-Kurs rumhüpfen, mehrere Stunden an den Geräten schwitzen? Mein größter Horror! Daher würde ich gerne alles, was ich in der Vergangenheit Schlechtes über diese Frau geschrieben habe, zurücknehmen und durch Folgendes ersetzen: Respekt! Zumindest, was ihre Disziplin in sportlichen Belangen angeht. Ich tröste mich derweil mit dem Gedanken, dass nicht jeder eine Sportskanone sein kann und auch Faulpelze wie ich ihren Platz auf dieser Welt haben. Auf dem Sofa zum Beispiel.

Was Madonna kann, kann ich schon lange!


Veröffentlicht in WUNDERWEIB

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